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Alles in allem ist Chinas Wirtschaft immer noch größer als die der USA

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
China
  • Gemessen an der Kaufkraftparität (KKP) hat Chinas Wirtschaft die der Vereinigten Staaten überholt.
  • Traditionelle Marktwechselkursvergleiche sind irreführend und verschleiern Chinas wahre Wirtschaftskraft.
  • Die Verschiebung der globalen wirtschaftlichen Machtverhältnisse wird durch Chinas höheres BIP in Kaufkraftparität und das rasante Wachstum in Sektoren wie der Stromerzeugungdent .

Die Erzählung von der globalen wirtschaftlichen Vorherrschaft erlebt einen dramatischenmatic . Entgegen der weitverbreiteten Annahme hat Chinas Wirtschaft, bei korrekter Messung, die Vereinigten Staaten nicht nur eingeholt, sondern überholt. Diese bedeutende, aber unterschätzte Entwicklung markiert einen Wendepunkt im globalen wirtschaftlichen Machtgefüge.

Wirtschaftliche Vergleiche neu überdenken

Aktuelle Berichte, die auf Marktwechselkursen basieren, zeichnen ein irreführendes Bild der Dominanz der US-Wirtschaft. Man betrachte beispielsweise den Bericht der Financial Times über die beeindruckende annualisierte Wachstumsrate der USA von 5,2 % im dritten Quartal.

Analysiert man jedoch die US-Wirtschaftsleistung im November und rechnet das BIP anhand der Marktwechselkurse in Euro oder Renminbi um, so ergibt sich ein alarmierender annualisierter Rückgang von rund 30 %.

Diese Anomalie ist hauptsächlich auf den Wertverlust des US-Dollars von fast 3 % im Laufe des Monats zurückzuführen. Solche auf dem Marktkurs basierenden Bewertungen sind zwar modern, aber fehlerhaft. Ähnliche Fehleinschätzungen traten nach dem Brexit bei den britischen und deutschen Volkswirtschaften auf, verzerrt durch den relativen Wertverlust des Pfunds.

Der Europäische Rat für Auswärtige Beziehungen sorgte für weitere Verwirrung, indem er behauptete, die EU habe im Jahr 2008 eine größere Wirtschaft als die USA gehabt – eine Aussage, die auf dem schwankenden Wert des US-Dollars beruhte.

Chinas Aufstieg in der Weltwirtschaft

Chinas wirtschaftlicher Aufstieg wird deutlich, wenn wir unseren Blick auf die Kaufkraftparität (KKP) richten. Die KKP bietet ein realistischeres Messinstrument, indem sie vergleicht, welche Güter und Dienstleistungen man in verschiedenen Ländern mit einem bestimmten Geld erwerben kann.

Dieser Ansatz zeigt, dass Chinas BIP das der USA etwa zu der Zeit übertraf, als Donald Trump das Ziel verfolgte, „Amerika wieder groß zu machen“. Laut den neuesten IWF-Daten ist Chinas Wirtschaft derzeit etwa 22 % größer als die der USA.

Diese Behauptung wird durch Chinas Stromerzeugung, einen wichtigen Indikator für die Wirtschaftstätigkeit, gestützt, die 2010 die der USA überholte. Von 2016 bis 2022, einem Zeitraum, in dem China als rückläufig galt, stieg seine Stromerzeugung sprunghaft um 45 %, während das Wachstum in den USA relativ stagnierte. Diese Erkenntnisse widerlegen die Annahme einer wirtschaftlichen Stagnation Chinas im Vergleich zu den USA.

Die Zurückhaltung der USA und Chinas, diesen Wandel anzuerkennen, hat politische und wirtschaftliche Gründe. Ähnlich wie Großbritannien in der Vergangenheit seinen gesunkenen Status als führende Wirtschaftsmacht nicht akzeptieren wollte, verdrängen die USA diese Realität möglicherweise.

China nutzt die Herunterspielung seiner wirtschaftlichen Stärke, um sich der Verantwortung für globale Probleme wie Klimawandel und Schuldenerlass zu entziehen. In Europa hingegen kann das Eingeständnis wirtschaftlicher Rückschritte ein Katalysator für dringende Reformen sein.

Es ist ein psychologisches Spiel: Würde die Europäische Zentralbank die Zinsen deutlich anheben, um den Euro zu stärken, könnte die EU vorübergehend den Titel der größten Volkswirtschaft der Welt zu Marktkursen für sich beanspruchen. Dies könnte jedoch schwerwiegende wirtschaftliche Folgen haben – eine Realität, die den oberflächlichen Erfolg relativiert.

Die Annahme, Chinas Wirtschaft müsse gegenüber den USA noch aufholen, ist also eine Fehlinterpretation der realen wirtschaftlichen Lage. Gemessen an der Kaufkraftparität, einem zuverlässigeren Maßstab für Wirtschaftskraft, hat China bereits einen Vorsprung erzielt.

Diese Enthüllung ist mehr als eine statistische Anpassung; sie ist ein Weckruf für die globale Wirtschaftsordnung und signalisiert eine bedeutende Verschiebung des Machtgleichgewichts.

Angesichts des anhaltenden Ausbaus des wirtschaftlichen Einflusses Chinas ist es an der Zeit, dass die Welt ihr Verständnis und ihren Umgang mit den neuen wirtschaftlichen Realitäten neu ausrichtet.

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Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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