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Chinas Vorgehen gegen Broker löst Schockwellen an den globalen Märkten aus

VonAshish KumarAshish Kumar
2 Minuten Lesezeit
Chinas Vorgehen gegen Broker löst Schockwellen an den globalen Märkten aus

Chinas Vorgehen gegen Broker löst Schockwellen an den globalen Märkten aus

  • China verhängte gegen Futu Holdings, UP Fintech und Longbridge Securities Geldstrafen in Höhe von über 324 Millionen US-Dollar wegen unerlaubter grenzüberschreitender Handelsaktivitäten.
  • Die Unternehmen müssen die Aufnahme von Kunden aus Festlandchina einstellen und neue Kapitalzuflüsse stoppen.
  • Das harte Vorgehen der Regulierungsbehörden führte zu starken Kursverlusten bei Brokerhäusern und chinesischen Technologieaktien, da die Aufsichtsbehörden die Kontrolle über den Zugang zum Offshore-Handel verschärften.

Der globale Aktienmarkt reagiert auf ein verschärftes regulatorisches Umfeld, nachdem China gegen drei der größten Online-Broker des Landes vorgegangen ist. China hat Beschränkungen für nicht autorisierte Handelsplattformen im Ausland eingeführt.

Es hat sich herausgestellt, dass die neuen Bestimmungen nun auch Bereiche außerhalb Chinas betreffen. Dies hat Privatanleger, die auf internationalen Märkten investieren, sowie Kapitalflüsse zwischen den Finanzzentren beeinträchtigt. Die obersten Aufsichtsbehörden vermuten, dass es sich um eine Maßnahme zur Bekämpfung grenzüberschreitender Wertpapiergeschäfte und illegaler Kapitalbewegungen handelt.

China verhängt 324 Millionen Dollar Strafe gegen Online-Broker

zufolge Berichtenhat die CSRC Strafen in Höhe von insgesamt über 2,2 Milliarden Yuan (ca. 324 Millionen US-Dollar) verhängt. Auf der Liste stehen die Namen von Futu Holdings, UP Fintech (Tiger Brokers) und Longbridge Securities.

Futu droht angeblich die höchste vorgeschlagene Strafe in Höhe von rund 271 Millionen US-Dollar. Das UP Fintech-Unternehmen gab jedoch Strafen von fast 61 Millionen US-Dollar bekannt. Longbridge hat seine Angaben noch nicht veröffentlicht. Die drei Unternehmen wurden aufgefordert, die Aufnahme neuer Kunden vom chinesischen Festland unverzüglich einzustellen und keine weiteren Kapitalzuflüsse mehr anzunehmen. 

Im Zuge des Ansturms können bestehende Nutzer lediglich ihre Positionen verkaufen und Gelder abheben. Diese Übergangsphase dauert zwei Jahre. Danach müssen die Plattformen, die sich an den chinesischen Festlandmarkt richten, vollständig abgeschaltet werden. 

Das harte Durchgreifen hat zu einem umfassenderen Problem für die globalen Märkte geführt. Plattformen wie Futu und Tiger Brokers entwickelten sich zu weit verbreiteten Zugängen für Privatanleger, die in US-amerikanische, Hongkonger und andere ausländische Aktien investieren wollten. Die Aufsichtsbehörden sind jedoch in vielerlei Hinsicht besorgt. Dazu gehören die Wechselwirkungen dieser Kanäle mit Devisenkontrollen, das Risiko durch Hebelwirkung und informelle Kapitaltransfermechanismen.

Laut Bloomberg-Daten erreichten Chinas Kapitalabflüsse aus spekulativen Quellen im Jahr 2025 1,04 Billionen US-Dollar. Dies verdeutlicht das Ausmaß der grenzüberschreitenden Kapitalflüsse von Privatkunden und institutionellen Anlegern.

Der Kursverfall von Futu verstärkt sich

Der Aktienkurs von Futu Holdings brach im vorbörslichen Handel um mehr als 3 % ein. Bereits im letzten Monat ist der Kurs um fast 29 % gefallen. Am letzten Handelstag notierte die Aktie bei rund 110 US-Dollar.

UP Fintech verzeichnete im vorbörslichen Handel ebenfalls einen ähnlichen Kursrückgang. Die Aktie notierte in der letzten Handelssitzung bei 5,10 US-Dollar.

breiter gefasste chinesische Internetaktien gerieten unter Druck. Der KraneShares CSI China Internet ETF gab nach Bekanntwerden der Nachricht deutlich nach. Der Aktienkurs von Alibaba sank um rund 2 % und notierte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei 12.180 HKD.

Der globale Kryptomarkt verzeichnete durchweg rote Zahlen. Seine Marktkapitalisierung sank in den letzten 24 Stunden um mehr als 3 % und liegt nun bei rund 2,4 Billionen US-Dollar.

Globale Finanzzentren wie Hongkong, Singapur und London haben die Überprüfung von Onboarding-Praktiken ebenfalls verstärkt. Die SFC hat jedoch die Durchsetzung der Vorschriften weiter intensiviert und Compliance-Lückendent. Auch die Anforderungen an die Kontoverifizierung werden verschärft.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Brokerhäuser wurden von China im Zuge der Razzien gegen den grenzüberschreitenden Handel bestraft?

Laut Reuters und PANews verhängte die CSRC gegen Futu Securities (Betreiber von Futubull und Moomoo), Tiger Brokers (im Besitz von UP Fintech Holding) und Longbridge Securities Geldstrafen in Höhe von insgesamt über 2,2 Milliarden Yuan, weil sie ohne Onshore-Lizenzen Kunden vom chinesischen Festland angeworben hatten.

Können Anleger aus Festlandchina ihre ausländischen Aktienbestände noch verkaufen?

Ja, aber nur während einer zweijährigen Übergangsfrist. Laut Reuters erlaubt die CSRC bestehenden Kunden zwar den Verkauf von Wertpapieren und die Abhebung von Geldern, hat aber alle Neukäufe, Einzahlungen und Kontoeröffnungen auf den betroffenen Plattformen untersagt.

Wie wirkt sich Chinas Vorgehen gegen Brokerhäuser auf in den USA notierte chinesische Aktien aus?

Die Aktien beliebter, in den USA notierter chinesischer Unternehmen wie Alibaba, JD.com und PDD Holdings fielen nach der Ankündigung um 3,5 bis 6 Prozent, da Käufer vom chinesischen Festland, die nun nur noch verkaufen dürfen, eine bedeutende Nachfragequelle für diese Aktien darstellen, so Reuters und TheStreet Pro.

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Ashish Kumar

Ashish Kumar

Ashish Kumar ist Krypto- und Finanzjournalist mit acht Jahren Redaktionserfahrung. Er berichtet über aktuelle Entwicklungen auf den Kryptomärkten, Regulierungen, DeFiund Börsenökosystemen. Er hat bereits für Coingape, Todayq und Newsroompost gearbeitet. Ashish besitzt ein Postgraduate Diploma in English Journalism vom IIMC. Er hat außerdem Branchengrößen wie Arthur Hayes, Yat Siu, Austin Federa und andere interviewt.

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