Chinas Technologieaktien erweisen sich als bessere Investition als die chinesische Wirtschaft oder die amerikanische

- Chinas KI-Handel hält sich gut, obwohl die Gesamtwirtschaft schwach bleibt.
- Investoren konzentrieren sich auf Halbleiter, Hardware, Software und KI-Infrastruktur.
- DeepSeek V4 Pro konkurriert nun über den Preis, nachdem die Preissenkung um 75 % dauerhaft beschlossen wurde.
China bietet Investoren derzeit ein ungewöhnliches, aber sehr klares Szenario. Die Wirtschaft wirkt schwach, die Konsumausgaben sind zurückhaltend, und die Einzelhandelsumsätze wuchsen im April so langsam wie seit der Wiedereröffnung nach der COVID-Pandemie nicht mehr.
Doch beim Aktienhandel geht es eigentlich nicht um Einkaufszentren, Restaurants oder Krankenhäuser. Es geht um KI, Halbleiter, Hardware, Software, Cloud-Kapazitäten und die Unternehmen, die eng mit Pekings Bestrebungen zur Selbstversorgung verbunden sind.
Investoren kaufen weiterhin in Chinas KI-Lieferkette ein, während die Gesamtwirtschaft uneinheitlich bleibt
Liqian Ren von WisdomTree, einem modernen Vermögensverwalter, geht davon aus, dass das Wachstum im Technologiesektor anhalten wird. Zwar räumte sie ein, dass viele Unternehmen im KI-Ökosystem weiterhin gute Gewinne erzielen, warnte aber gleichzeitig davor, dass diese Unternehmen nicht über die nötige Größe verfügen, um die gesamte Wirtschaft grundlegend zu verändern. „Die Entwicklung ist sehr, sehr ungleichmäßig“, betonte sie.
Während viele Hardwarehersteller ihre A-Aktien an den Börsen des chinesischen Festlands und nicht in Hongkong handeln, ist dies angesichts der Tatsache, dass Festlandaktien in diesem Jahr eine überdurchschnittliche Performance erzielt haben, von Bedeutung.
Der chinesische CSI 300 Index, der große Unternehmen mit Sitz in Shanghai und Shenzhen umfasst, hat in diesem Jahr um fast 5 % zugelegt, während der Hang Seng Index in Hongkong nahezu unverändert geblieben ist.
Große private Unternehmen sind für Aktienanleger nicht zugänglich. Private Unternehmen wie ByteDance und Huawei sind nicht börsennotiert. Viele chinesische Chiphersteller, Entwickler von KI-Modellen und Hersteller von Hightech-Komponenten sind jedoch in letzter Zeit an die Börse gegangen.
Der Fonds von Leonid Mironov hält Tencent Holdings (0700.HK, TCEHY) und die Alibaba Group (BABA, 9988.HK) als größte Positionen. Er besitzt außerdem Hardwareunternehmen wie Anjitron(688019.SS) in Shanghai.
Leonid erklärte, Investoren würden immer noch nicht erkennen, wie sehr die politischen Hilfen kleineren und mittelständischen Unternehmen geholfen hätten, Gewinne zu erzielen. „Ich glaube, die Leute sehen und würdigen nicht wirklich, wie grundlegend vorteilhaft die Politik für die Ergebnisse dieser kleineren und mittelständischen Unternehmen war“, sagte er.
Er glaubt allerdings nicht jeder Geschichte über KI-Modelle. Leonid erklärte, er warte bei Zhipu und MiniMax noch ab, da er klarere Beweise für die Kundentreue und die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells benötige. Morgan Stanley (MS) hingegen sieht das anders. Die Bank stuft Zhipu, MiniMax und Alibaba mit einem Übergewicht ein. Auch Cambricon Technologies (688256.SS) wird von ihr mit einem Kursziel von 2.000 Yuan (ca. 294 US-Dollar) als übergewichtet eingestuft.
DeepSeek senkt den Preis für V4 Pro und stellt Chinas KI-Kostenhandel in Konkurrenz zu OpenAI und Anthropic
Ein weiterer wichtiger Aspekt im Hinblick auf die Entwicklung chinesischer KI-Unternehmen ist die Preisgestaltung. Das Hangzhouer Startup DeepSeek bot nach dem Marktstart der V4-Serie einen Monat lang 75 % Rabatt auf sein Modell V4 Pro. Die V4-Serie umfasst sowohl das V4 Pro als auch das ressourcenschonende Modell V4 Flash.
Damit positioniert sich DeepSeek im globalen Kostenwettbewerb. Laut Artificial Analysis, einem unabhängigen Benchmark-Unternehmen, belegt V4 Pro weltweit den Spitzenplatz hinsichtlich des Verhältnisses von Intelligenz zu Kosten.
Anders ausgedrückt: Dieses Ranking hängt nicht nur von der Intelligenz ab, sondern auch vom Nutzen, den Käufer aus dem Modell ziehen. Letzteres ist besonders relevant, da leistungsstarke Rechenkapazitäten begrenzt sind und der Betrieb großer KI-Modelle kostspielig ist.
Der offizielle API-Preis des DeepSeek V4 Pro-Modells liegt zwischen 0,0036 US-Dollar pro 1 Million zwischengespeicherter Eingabe-Token und 0,87 US-Dollar pro 1 Million Ausgabe-Token.
Laut Artificial Analysis belaufen sich die Kosten für die Durchführung des Intelligence Index-Benchmarks auf diesem Modell auf etwa 268 US-Dollar. Die Kosten für die gleiche Durchführung auf den Modellen GPT-5.5 von OpenAI und Claude Opus 4.7 von Anthropic wären hingegen 12- bzw. 19-mal höher.
Dies ist relevant für alle Softwareentwickler, Börsen, Handelshäuser und Entwickler von KI-Tools. Die Ausgabekosten könnten angesichts der durch Token entstehenden Gesamtkosten ein untergeordnetes Problem darstellen. Tests durch Dritte sind wichtig, da nicht alle KI-Unternehmen dieselben Preis- oder Bewertungskriterien für ihre KI-Modelle verwenden.
DeepSeek ist nicht der einzige chinesische Hersteller auf der Liste der Kosten pro Intelligenzeinheit. Auch das Modell M2.7 von MiniMax und das MiMo V2.5 Pro von Xiaomi sind vertreten.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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