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China nimmt US-Fasern ins Visier, während sich die Handelsvergeltungsmaßnahmen verschärfen

VonNoor BazmiNoor Bazmi
2 Minuten Lesezeit
China nimmt US-Fasern ins Visier, während sich die Handelsvergeltungsmaßnahmen verschärfen
  • China verhängte Zölle in Höhe von 33,3 % bis 78,2 % auf US-amerikanische Glasfaserimporte, nachdem eine sechsmonatige Untersuchung Verstöße gegen Handelsregeln aufgedeckt hatte.
  • Dieser Schritt erfolgt kurz nachdem die USA dietracExportausnahmeregelungen (VEU-Status) für die chinesischen Produktionsstätten großer Chiphersteller widerrufen haben.
  • Analysten vermuten, dass es sich hierbei um ein Vergeltungssignal inmitten der anhaltenden Handels- und Technologiespannungen zwischen Washington und Peking handeln könnte.

China hat nach sechsmonatigen Ermittlungen, die ergaben, dass US-Lieferanten versucht hatten, frühere Strafzölle zu umgehen, neue Zölle auf weitere US-amerikanische Glasfasern eingeführt. Die Zölle traten am Donnerstag Pekinger Zeit in Kraft und betreffen laut Handelsministerium „bestimmte, nicht tarifgebundene Singlemode-Glasfasern“ aus den USA. Die Zollsätze liegen zwischen 33,3 % und 78,2 %.

Das Ministerium nannte mehrere Unternehmen und deren Abgaben: Corning Inc. mit 37,9 %, OFS Fitel LLC mit 33,3 % und Draka Communications Americas Inc. mit 78,2 %. Beamte erklärten, die Untersuchung zur Umgehung von Antidumpingmaßnahmen habe ergeben, dass US-Produzenten und -Exporteure ihre Handelsmethoden geändert hätten, um bestehende Antidumpingvorschriften zu umgehen.

In einer Stellungnahme erklärte ein Ministeriumssprecher, die Verfahren seien offen und transparent gewesen und die Rechte und Interessen aller Beteiligten seien umfassend geschützt worden. Das Ministerium fügte hinzu, dies sei Chinas erste Untersuchung zur Bekämpfung von Umgehungsmaßnahmen.

Die Corning-Aktie reagierte stark auf die Nachrichten. Nachdem sie am Mittwoch im New Yorker Handel um fast 2 % gestiegen war, fiel sie zwischenzeitlich um bis zu 3 %, bevor sie sich wieder erholte und schließlich leicht im Plus notierte.

Aufgrund der Ergebnisse urteilte das Ministerium, dass die Änderung von Handelspraktiken zur Umgehung bestehender Zölle eine Umgehung des chinesischen Antidumpingregimes darstellt. Die neuen Abgaben entsprächen den seit April 2023 geltenden Zollsätzen für US-amerikanische, nicht verschobene Singlemode-Glasfasern. Die Zölle sollen bis zum 21. April 2028 gelten, dem gleichen Auslaufdatum wie die Maßnahmen von 2023.

Zölle werden als Vergeltungsmaßnahme für US-Technologiebeschränkungen angesehen

Die Entscheidung, diese Woche Zölle zu verhängen, erfolgte kurz nach einer neuen Initiative der Trump-Regierung zur Einschränkung der chinesischen Chip-Produktionskapazitäten, wie Cryptopolitanberichtete.

Kürzlich entzogen die Vereinigten Staaten Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) die Genehmigung, wichtige Ausrüstung uneingeschränkt an ihr Werk in Nanjing, China, zu liefern. Amerikanische Beamte teilten TSMC mit, dass sie den Status des Unternehmens als validierter Endnutzer (VEU) für diesen Standort beenden würden.

Die US-Behörden haben vergleichbare Änderungen für chinesische Produktionsstätten von SamsungtronCo. und SK Hynix Inc. vorgenommen; diese Ausnahmeregelungen laufen in etwa vier Monaten aus.

Neo Wang, leitender China-Makroanalyst bei Evercore ISI, sagte, die Entscheidung scheine eine Reaktion auf die Vereinigten Staatensein, und fügte hinzu, sie könne eine „Erinnerung daran sein, dass Washington von Handlungen absehen sollte, die das gegenseitige Vertrauen schädigen und die Atmosphäre für Handelsgespräche verderben“.

Unternehmen, die von der Abgabe betroffen sind, können die Entscheidung anfechten. Das Ministerium teilte mit, dass Firmen eine Überprüfung beantragen oder Klage vor Gericht einreichen können.

Chiphersteller benötigen nun für jede Lieferung nach China die Genehmigung der USA

Zulieferer von TSMC, Samsung und SK Hynix müssen nun für jede Lieferung von Werkzeugen zur Chipherstellung, die unter die US-Exportbestimmungen fallen, eine Genehmigung einholen, anstatt wie bisher die pauschale Genehmigung gemäß VEU zu verwenden.

Der Entzug der Genehmigung stellt für einige der wichtigsten Unternehmen im Halbleitersektor, die aus zwei führenden Chipherstellern stammen und gleichzeitig Verbündete der USA sind, ein zusätzliches Hindernis für ihre Aktivitäten in China dar.

US-Beamte haben erklärt, sie planten, die für den Weiterbetrieb dieser Anlagen erforderlichen Lizenzen zu erteilen, doch die Änderung wirft Fragen darüber auf, wie lange es dauern wird, die Genehmigungen zu erhalten.

Das taiwanesische Wirtschaftsministerium erklärte in einer Stellungnahme, dass die Aufhebung der Ausnahmegenehmigung die Planbarkeit des Betriebs des Werks in Nanjing beeinträchtigen würde. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass die Unternehmen die Bearbeitungszeiten und Lizenzbedingungen in den kommenden Monaten genau beobachten werden. Jede Verzögerung könnte Wartungs- und Modernisierungsarbeiten an älteren Produktionslinien stören.

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