China kritisiert das Handelsabkommen zwischen Großbritannien und den USA und wirft ihm vor, chinesische Waren ins Visier zu nehmen

- China behauptet, das neue Handelsabkommen zwischen Großbritannien und den USA ziele darauf ab, chinesische Waren aus den britischen Lieferketten zu verdrängen.
- Das Abkommen gewährt Großbritannien nur dann Zollerleichterungen, wenn es den US-Sicherheitsforderungen nachkommt, die sich gegen China richten.
- Peking warnte Großbritannien davor, übereilt Abkommen einzugehen, die chinesischen Interessen schaden.
China kritisierte am Montag Großbritannien und die USA wegen ihres neu unterzeichneten Handelsabkommens und warf beiden Ländern vor, das Abkommen absichtlich so gestaltet zu haben, dass chinesische Waren aus den britischen Lieferketten verdrängt würden.
Die Warnung des Pekinger Außenministeriums erfolgte im Anschluss an die Bekanntgabe des ersten formellen Handelsabkommens der Trump-Administration seit der Einführung eines umfassenden Plans für „Gegenzölle“ im vergangenen Monat.
Das Abkommen, das strenge Sicherheitsauflagen für die britische Stahl- und Pharmabranche beinhaltet, belastet bereits Londons Bemühungen um eine Wiederherstellung der Beziehungen zu Peking – ein Ziel, auf das die Regierung von Premierminister Sir Keir Starmer in den letzten Monaten im Stillen hingearbeitet hatte.
Laut Financial Times antwortete Peking auf Fragen zu dem Abkommen mit der Aussage: „Die Zusammenarbeit zwischen Staaten sollte nicht gegen die Interessen Dritter oder zu deren Nachteil erfolgen.“ Die direkt vom chinesischen Außenministerium veröffentlichte Botschaft machte deutlich, wen das Land als „Dritten“ betrachtet.
Das Abkommen zwischen den USA und Großbritannien hat Großbritannien noch tiefer ins Kreuzfeuer zweier Wirtschaftsmächte gedrängt. Und für Peking sieht die Entscheidung Großbritanniens, die Bedingungen des Abkommens zu akzeptieren – insbesondere jene, die mit der Sicherheit der Lieferketten und dem Eigentum an Produktionsanlagen zusammenhängen – wie eine Entscheidung für Washington aus.
China betrachtet Trumps Klauseln als direkten Angriff
Das Handelsabkommen sieht branchenspezifische Erleichterungen für britische Stahl- und Automobilexporte vor, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass Großbritannien Trumps Bedingungen zustimmt. Das bedeutet, dass der Basiszoll von 10 Prozent auf britische Waren bestehen bleibt, solange London nicht eine Reihe von Sicherheitsprüfungen besteht.
Diese Tests fallen unter die Untersuchungen nach Abschnitt 232, die eigentlich prüfen sollen, ob importierte Waren die nationale Sicherheit der USA gefährden. Britische Beamte bestätigten der Financial Times jedoch, dass Donald Trump selbst deutlich gemacht habe, dass diese Regeln dazu dienten, China entgegenzuwirken.
Der US-dent nutzt Paragraph 232 als Druckmittel gegen andere Regierungen. Im vorliegenden Fall wurde Großbritannien eine gewisse Erleichterung angeboten – allerdings nur unter der Bedingung, dass es China von globalen Lieferketten abschneidet. Peking ist überzeugt, dass diese Strategie darauf abzielt, andere Länder zu Trumps antichinesischer Haltung zu zwingen.
Peking zögerte nicht, an die Öffentlichkeit zu gehen. Offizielle Vertreter warnten erneut davor, dass Handelsabkommen niemals dazu missbraucht werden dürften, Drittländer anzugreifen. Diese Warnung war eindeutig. Sie war eine direkte Reaktion auf das Abkommen zwischen den USA und Großbritannien, das Pekings Position auf dem britischen Markt bedroht.
China begegnet den Handelsspannungen mit politischen und zollrechtlichen Änderungen
Während China das Abkommen zwischen Großbritannien und den USA kritisierte, passte es gleichzeitig seine eigene Politik rasch an. Offizielle Stellen drängten bereits darauf, ausländische Komponenten aus chinesischen Lieferketten zu entfernen, um die Anfälligkeit für externen Druck zu verringern. Diese Bemühungen haben sich nun, da Trumps Zölle an bilaterale Abkommen gekoppelt sind, noch verstärkt.
Dennoch bemüht sich Peking auch um eine Entspannung der Lage an anderen Fronten. Am Montag einigten sich die USA und China auf einen 90-tägigen Waffenstillstand in ihrem Handelskrieg. Im Rahmen dieser Vereinbarung senkte Washington die Zölle auf chinesische Importe von 145 auf rund 40 Prozent.
Wenn beide Seiten eine Einigung erzielen, um den Export von Fentanyl-Vorprodukten aus China in die USA zu stoppen, könnten diese Zölle um bis zu 20 Prozentpunkte sinken und sich damit dem Niveau annähern, das Trump derzeit gegenüber US-Verbündeten wie Großbritannien anwendet.
Auch Peking dämpft den Druck. Die chinesischen Vergeltungszölle auf US-Waren, darunter Energie- und Agrarprodukte, wurden von 125 auf nur noch 10 Prozent gesenkt. Dieser Schritt soll die Handelsbeziehungen offenhalten und eine weitere Eskalation verhindern, während China nach einer Lösung für Länder wie Großbritannien sucht, die Trumps Bedingungen offenbar akzeptieren.
Doch die Folgen in London sind bereits deutlich sichtbar. Die britische Regierung, die versucht, den Schaden zu begrenzen, erklärte in einer Stellungnahme, das Abkommen sei unterzeichnet worden, „um Tausende von Arbeitsplätzen in wichtigen Sektoren zu sichern, britische Unternehmen zu schützen und die Grundlage für einen verstärkten Handel in der Zukunft zu schaffen“
Die Regierung betonte zudem, dass Handel und Investitionen mit China für Großbritannien weiterhin wichtig seien und dass Großbritannien „in Bereichen, die in britischen und globalen Interessen verankert sind, weiterhinmaticmit China zusammenarbeitet“. Ob Peking diese Erklärung akzeptiert, ist noch unklar. Sicher ist jedoch, dass China Großbritannien nun als weiteren Akteur in Trumps Wirtschaftsstrategie betrachtet, nicht mehr als neutralen Partner.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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