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China verschärft die Bekämpfung des Offshore-Handels

VonNoor BazmiNoor Bazmi 2 Min. Lesezeit
China verschärft Maßnahmen gegen den Offshore-Handel.
  • Sechs chinesische Steuerbehörden haben Bürger mit nicht gemeldeten Auslandseinkünften aus Investitionen mittels Big Data aufgespürt.
  • Die Durchsetzung folgt der Implementierung des Common Reporting Standard im Jahr 2018, wobei China Kontodaten mit fast 150 Ländern austauscht, um Steuervermeidung zu verhindern.
  • Die Kapitalabflüsse erreichten im Juli mit 58,3 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert, als Investoren vom Festland Hongkong-Assets kauften – der höchste monatliche Wert seit 2010.

Steuerbehörden in ganz China gehen gegen Personen vor, die Einkünfte aus Investitionen im Ausland nicht gemeldet haben. Die Regierung will Lücken in ihren Vorschriften schließen, die den unbefugten Abfluss von Geld aus dem Land verhindern sollen.

Sechs Steuerämter in Großstädten wie Peking und Shenzhen haben am Dienstag nahezu identische Erklärungen herausgegeben. Sie gaben an, einige Personen „erinnert und geschult“ zu haben, ihre ausländischen Einkünfte zu melden und nachzuzahlende Steuern zu entrichten. Beamte nutzten Computere Datenanalysen, um diese Personen aufzuspüren.

Die Regierung lässt bei der Jagd nach Steuern, die mit dem Handel im Ausland zusammenhängen, und bei der Verhinderung von Steuerhinterziehung durch Umgehung von Geldtransferbeschränkungen nicht nach. Dieser Schub kommt, als Beamte nach neuen Wegen suchen, Einnahmen zu generieren und ein enormes Haushaltsdefizit zu verringern. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Land sind versiegt, und Peking hat die Kreditaufnahme lokaler Regierungen verschärft.

Die Behörden hoben einige spezifische Fälle hervor. Eine Person namens Fu in der Stadt Xiamen im Südosten musste fast 7 Millionen Yuan (entspricht 983.500 US-Dollar) an Nachzahlungen plus Strafen leisten. Eine weitere Person mit dem Nachnamen Li in der Provinz Sichuan zahlte fast 6,7 Millionen Yuan.

Das ist nichts Neues. Regierungsunterlagen zeigen, dass lokale Behörden Ende März eine ähnliche Kampagne durchführten, wie Bloomberg berichtete.

Globaler Datenaustausch ermöglicht Durchsetzung

Die SteuerInitiative folgt den 2018 eingeführten Regeln des Common Reporting Standard. Dieses weltweite System teilt Finanzinformationen, um Steuerhinterziehung aufzudecken. Chinesische Gesetze haben stets vorgeschrieben, dass Bürger Steuern auf ihr gesamtes Einkommen aus der ganzen Welt zahlen müssen, einschließlich Gewinnen aus Investitionen. Diese Regel wurde jedoch bis letztes Jahr kaum durchgesetzt.

Durch den Common Reporting Standard tauscht China seit Jahren automatisch Kontoinformationen mit fast 150 Ländern und Territorien aus. Dieser Austausch umfasst Konten, die von Personen gehalten werden, die in jedem Mitgliedsland Steuern schulden.

Rekordkapitalflucht nach Hongkong

Der Kapitalabfluss aus China erreichte im Juli einen Rekordwert. Investoren vom Festland kauften stark nach Hongkonger Vermögenswerten, nachdem die Regierung einige Marktvorschriften lockerte.

Laut Zahlen der Staatlichen Verwaltung für Devisen, die im August veröffentlicht wurden, haben Banken in China im vergangenen Monat ein Netto-Volumen von 58,3 Milliarden US-Dollar für ihre Kunden ins Ausland überwiesen, die in Wertpapiere investieren wollten. Das ist der größte monatliche Abfluss seit Beginn der Aufzeichnungen durch die Regierung im Jahr 2010.

Während chinesische Unternehmen mehr Geld ins Ausland investieren, stehen die Behörden unter wachsendem Druck, Einnahmelücken zu schließen und gleichzeitig Kapitalflucht zu stoppen, die das Finanzsystem erschüttern könnte.

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Noor Bazmi

Noor Bazmi

Noor Bazmi trägt zum Cryptopolitan-News-Team bei und verfügt über einen Abschluss in Medienwissenschaften. Noor berichtet über Nachrichten zu Blockchain, Kryptowährungen, künstlicher Intelligenz, Big Tech, E-Fahrzeugmärkten, der globalen Wirtschaft und Verschiebungen in der Regierungs politik. Sie studiert Marketing, um mit globalen Zielgruppen in Kontakt zu treten.

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