BYD senkt Jahresumsatzprognose um 16 %, da Preiskampf bei Elektrofahrzeugen die Gewinne belastet

- BYD hat aufgrund von Gewinnrückgängen und starkem Wettbewerb sein Absatzziel für 2025 von 5,5 Millionen auf 4,6 Millionen Einheiten gesenkt.
- Das Unternehmen meldete einen Rückgang des Quartalsgewinns um 30 % und stagnierende Liefermengen für Juli und August.
- Pekings Vorgehen gegen Preisnachlässe hat BYDs Wettbewerbsfähigkeit im Preisbereich geschwächt.
BYD, der weltweit meistverkaufte Hersteller von Elektrofahrzeugen, hat seine Absatzprognose für Ende 2025 von 5,5 Millionen Autos auf 4,6 Millionen reduziert. Laut Unternehmensangaben ist die Kürzung um 16 % direkt auf den überfüllten chinesischen Markt für Elektrofahrzeuge zurückzuführen.
Dieses neue Kursziel folgt unmittelbar auf einen Einbruch des Quartalsgewinns um 30 % in der vergangenen Woche, der die Anleger verunsicherte und die bereits bestehenden Zahlen bestätigte. Die Auslieferungen im Juli und Augustdentnahezu denen des Vorjahreszeitraums und zeigten somit kein Wachstum.
Lokale Konkurrenten überschwemmen den Markt mit günstigeren, technisch aufwendig ausgestatteten Modellen, und die Verbraucher greifen begeistert zu. Das Unternehmen mit Sitz in Shenzhen steht nun vor dem restlichen Jahr, da die revidierten Zahlen wie ein Damoklesschwert über ihm schweben und kein Spielraum für Fehler bleibt.
BYD verliert an Wettbewerbsfähigkeit, da Konkurrenten Kunden abwerben
Nicht nur die Gewinne schrumpfen. BYDs Fähigkeit, durch aggressive Preisnachlässe neue Kunden zu gewinnen, wurde durch neue Beschränkungen aus Peking stark beeinträchtigt. Die Regierung geht nun verstärkt gegen die einst üblichen drastischen Preissenkungen vor.
Ohne dieses Hilfsmittel versucht das Unternehmen nun, in der umsatzstärksten Zeit des Jahres (September und Oktober) zu überleben, indem es seine Modelle zum vollen Preis gegen günstigere, elegantere Angebote von Unternehmen wie Geely und Xpeng einsetzt.
Auch neuere Konkurrenten machen BYD zu schaffen. Xiaomis Limousine SU7 und SUV YU7 kamen wie aus dem Nichts und gewannen schnell an trac, was sowohl Verbraucher als auch Analysten überraschte. Diese Modelle sind mit zahlreichen Funktionen ausgestattet und preislich konkurrenzfähig. BYD gerät dadurch von allen Seiten unter Druck und kann sich nicht mehr auf Rabatte verlassen. Die Aktien fielen am Donnerstag zum Börsenstart in Hongkong um 2 %, was darauf hindeutet, dass die meisten Anleger bereits mit einem Kursrückgang gerechnet hatten. Analysten von Bloomberg schätzen nun, dass bis Jahresende 4,5 Millionen Einheiten verkauft werden.
Eunice Lee, leitende Analystin bei Sanford C. Bernstein, sagte, die neue Kennzahl des Unternehmens entspreche „weitgehend den Erwartungen der Käuferseite und sollte erreichbar sein“. Sie fügte hinzu: „Dies könnte auch ein kurzfristiges Bereinigungsereignis für die Aktie sein.“
Dennoch wird es nicht einfach sein, diese niedrigere Zahl zu erreichen. Die Markenstärke des Unternehmens wird täglich durch neue Modelle, geringe Margen und strengere Regulierungen auf die Probe gestellt. Obwohl BYD gemessen am Absatzvolumen immer noch die größte Marke für Elektrofahrzeuge in China ist, schrumpft ihr Vorsprung rapide. Die einstigen Stärken des Unternehmens (Größe, Preis, Geschwindigkeit) sind in einem hart umkämpften Markt, in dem jeder Yuan zählt, nun zu Nachteilen geworden.
Tesla stellt seine Robotaxi-App in Austin vor
Während BYD in China um seine Marktposition kämpft, öffnet Tesla seinen Robotaxi-Service in den USA für die Öffentlichkeit. Am Mittwochabend verkündete der offizielle Tesla Robotaxi-Account auf der Social-Media-Plattform X, dass die App „jetzt für alle verfügbar“ sei. Damit ist die App erstmals nicht mehr nur Investoren oder Influencern vorbehalten.
Der Beitrag enthielt einen Link zum Apple App Store, über den Nutzer die App herunterladen und sich auf die Warteliste setzen lassen konnten. Die Veröffentlichung deckt sich mit früheren Aussagen von Elon Musk, der angekündigt hatte, die App würde im September erscheinen.
Tesla startete den Service ursprünglich im Juni mit etwa 10 bis 20 Model Y SUVs in Austin, Texas, für eine kleine Testgruppe. Seitdem wurde das Angebot stillschweigend nach Kalifornien ausgeweitet, wo Tesla laut mehreren Beiträgen von Elon Musk auf dem Tesla-Portal X unter derselben Marke einen nicht-autonomen Fahrdienst anbietet.
Unklar ist noch, ob die App sowohl in Austin als auch in der Bay Area funktionieren wird. Die Nutzungsbedingungen der App enthalten rechtliche Hinweise für Nutzer in Kalifornien, was auf eine mögliche Ausweitung hindeutet. Tesla hat jedoch noch keine offizielle Bestätigung darüber abgegeben, in welchen Regionen die App bereits verfügbar ist.
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