Broadcom Inc. veröffentlicht am Donnerstag seine Geschäftszahlen, und alle Augen werden auf diese Zahlen gerichtet sein. Der Chiphersteller hat in diesem Jahr maßgeblich vom Boom der künstlichen Intelligenz (KI) profitiert.
Seit April hat sich der Aktienkurs des Unternehmens verdoppelt und um über 730 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung zugelegt. Damit gehört es zu den Top-Performern im Nasdaq 100 Index. Doch dieser rasante Aufstieg wirft eine entscheidende Frage auf: Wie weit kann die Aktie noch steigen? Anleger befürchten, dass selbsttronErgebnisse nach einer solch massiven Rallye die Erwartungen nicht erfüllen können.
Ihre Vorsicht ist verständlich. Die jüngsten Geschäftszahlen von Nvidia und Marvell zeigen, dass tron Berichte keine Garantie für Marktakzeptanz sind. Die Nvidia-Aktie fiel trotz eines den Erwartungen entsprechenden Umsatzausblicks um mehr als 6 %, während Marvell aufgrund schwächer als erwarteter Umsätze im Rechenzentrumsbereich um fast 20 % einbrach. Diese Reaktionen haben die Befürchtung genährt, dass Broadcom in eine Situation geraten könnte, in der die Geschäftszahlen durch gezielte Maßnahmen gezielt verkauft werden müssen.
Der Nvidia-Bericht hat den Philadelphia Semiconductor Index bereits um 4 % sinken lassen, während der breiter gefasste Nasdaq 100 weniger als 1 % nachgegeben hat. Dies verdeutlicht, wie angespannt die Stimmung der Anleger gegenüber Chipaktien geworden ist.
Broadcom profitiert vom KI-Boom
Broadcom im nächsten Quartalsbericht voraussichtlich starke tron um 21 % auf 15,8 Milliarden US-Dollar wachsen soll
Der offensichtliche Treiber ist künstliche Intelligenz (KI). Analysten prognostizieren, dass der Umsatz mit KI-Lösungen in diesem Quartal 5,1 Milliarden US-Dollar erreichen könnte. Das entspräche fast einem Drittel des Gesamtumsatzes von Broadcom und einem Anstieg von 60 % gegenüber dem Vorjahr. Dieses Wachstum verdeutlicht, wie schnell KI zu einem Eckpfeiler des Geschäftsmodells von Broadcom geworden ist.
Die von Broadcom entwickelten, kundenspezifischen Chips, sogenannte ASICs (anwendungsspezifische integrierte Schaltungen), bilden das Herzstück dieser Expansion. Im Gegensatz zu Allzweckprozessoren sind ASICs so konstruiert, dass sie spezifische Aufgaben mit maximaler Effizienz bewältigen.
Statt sie in entfernten Einrichtungen zu isolieren, nutzen große Cloud-Betreiber wie Google, Amazon und Microsoft solche Chips, um ihre riesigen Rechenzentren aufzufrischen und alles von Such- und Streamingdiensten bis hin zu generativen KI-Plattformen wie ChatGPT zu produzieren.
Diese Allianzen mit Hyperscalern positionieren Broadcom unter den wenigen Unternehmen, die vom Infrastruktur-Wettlauf zur Unterstützung von KI profitieren können. Analysten weisen darauf hin, dass die Nachfrage von Cloud-Anbietern sotronist, dass Broadcoms Auftragsbestand für kundenspezifische Chips bis weit ins Jahr 2025 reicht. Diese Planungssicherheit stärkt das Vertrauen der Investoren in ein nachhaltiges Wachstum des Unternehmens.
Neben Hardware treibt Broadcom mit der Übernahme von VMware im Jahr 2023 auch die Diversifizierung seines Softwareportfolios voran. Cloud-Management-Software, Virtualisierungstechnologie und Abonnements stellen wiederkehrende Einnahmequellen dar, die VMware weiter ausbauen wird. Diese Kombination aus Hardware und Software gilt als stabilisierender Faktor, insbesondere in Zeiten zyklischer Schwankungen im Chip-Absatz.
Broadcom sieht sich inmitten der KI-Expansion Risiken und Widerstand von Kunden gegenüber
Melius Research hob das Kursziel auf 335 US-Dollar an und stufte Broadcom als unverzichtbare KI-Aktie ein. Diese Kursziele deuten darauf hin, dass das Unternehmen trotz des rasanten Kursanstiegs noch erhebliches weiteres Aufwärtspotenzial besitzt.
GPUs von Nvidia nicht immer übertreffen . Der Wettbewerb verschärft sich, da andere Unternehmen mit Hochdruck an der Entwicklung von KI-Hardware arbeiten. Broadcom ist zudem geopolitischen Risiken ausgesetzt, da rund 20 % des Umsatzes in China erzielt werden. Zusätzliche Handelsbarrieren oder geopolitische Spannungen könnten die Ergebnisse schmälern.
Das Unternehmen sieht sich zudem mit Widerstand von Kunden gegen die grundlegenden Änderungen am VMware-Lizenzmodell konfrontiert, da der Fokus zunehmend auf KI liegt. Wie Cryptopolitan , bot das Unternehmen seinen Kunden nach der Übernahme von VMware für 69 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 zunächst Zugriff auf Tausende von Produkten zur Verwaltung von Rechenzentren. Dieses Angebot wurde jedoch schnell auf fünf Produkte reduziert.
Broadcom-CEO Hock Tan erklärte, dass der ursprüngliche Plan darin bestand, das VMware-Angebot auf vier Produkte zu reduzieren. Aufgrund anhaltender Einwände von Kunden behielt das Unternehmen jedoch eine fünfte Option bei.

