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Die Nvidia-Aktie schloss erstmals seit Mai unter der wichtigen Unterstützungsmarke von 171 US-Dollar, da sich der KI-Handel abkühlte

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
  • Die Nvidia-Aktie schloss bei 167,22 US-Dollar und fiel damit zum ersten Mal seit Mai unter ihren 50-Tage-Durchschnitt von 171,02 US-Dollar.

  • Buff Dormeier warnte davor, dass sich die kurzfristigen Aussichten für Nvidia verschlechtern könnten, wenn der Aktienkurs unter 160 oder 145 US-Dollar fällt.

  • Nvidia verlor innerhalb von vier Tagen über 340 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung, obwohl das Unternehmen weiterhin die wertvollste Aktie der Welt ist.

Die Nvidia-Aktie ist gerade unter eine Marke gefallen, die Händler monatelang im Blick hatten. Am Dienstag schloss der weltgrößte Chiphersteller bei 167,22 US-Dollar und unterschritt damit seinen 50-Tage-Durchschnitt von 171,02 US-Dollar – ein Niveau, das seit Mai nicht mehr erreicht worden war.

Der Kurssturz erfolgte im Zuge einer viertägigen Verlustserie, die den Marktwert von Nvidia laut Bloomberg-Daten um mehr als 340 Milliarden US-Dollar reduzierte. Dieser Einbruch ereignete sich, als Investoren begannen, sich von großen KI-Unternehmen abzuwenden, und Nvidia steht im Zentrum dieses Ausstiegs.

Der Kursrückgang des Unternehmens in den letzten vier Tagen beläuft sich nun auf über 7 Prozent. Dies geschieht unmittelbar nach der verhaltenen Umsatzprognose der letzten Woche, was neue Zweifel daran aufkommen lässt, wie schnell der KI-Boom tatsächlich voranschreitet.

Trotz des starken Kursverfalls liegt Nvidia immer noch 78 % über dem Tiefststand vom April und hält eine Marktkapitalisierung von 4,1 Billionen US-Dollar – weiterhin vor Microsoft mit 3,72 Billionen US-Dollar. Doch das beruhigt die Gemüter nicht. Händler befürchten nun, dass der Hype zumindest vorerst seinen Höhepunkt erreicht hat.

Händler sehen die 160-Dollar-Marke als nächste wichtige Hürde für Nvidia

Buff Dormeier, Chefanalyst bei Kingsview Partners, erklärte, der Schlusskurs vom Dienstag unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts sei ein klares Zeichen für eine Verlangsamung des Aufwärtstrends. „Das zeigt, dass die Dynamik nachgelassen hat, und bereitet mir kurzfristig Sorgen um die Aktie“, so.

Er sieht die nächste Unterstützung bei 160 US-Dollar, und falls diese nicht gehalten werden kann, liegt die Marke bei 145 US-Dollar – dem Niveau, auf dem sich Nvidia im Juni erholte. „Wenn der Kurs unter 145 US-Dollar fällt, wäre ich sehr besorgt um die Zukunftsaussichten“, fügte Buff hinzu.

Der Kurssturz traf nicht nur Nvidia. Der gesamte Aktienmarkt geriet unter Druck, da Anleger sich Sorgen über globale Spannungen und überhöhte Bewertungen von Technologieunternehmen machten. Diese Kombination erleichterte es Fondsmanagern, sich von den hochfliegenden KI-Aktien zu trennen. Nvidia war ein naheliegendes Ziel. Trotz der jüngsten Kursgewinne ist die Aktie in diesem Jahr fast steil nach oben geschnellt und reagiert daher selbst auf kleinste negative Ereignisse.

Und dieser Auslöser kam schnell. Die Gewinnprognose der letzten Woche konnte das von der Wall Street erhoffte Vertrauen nicht wecken. Analysten gerieten zwar nicht in Panik, aber der Tonfall defisich deutlich verändert.

Viele prognostizieren weiterhin ein Aufwärtspotenzial von über 25 % basierend auf den durchschnittlichen Kurszielen, doch niemand geht davon aus, dass der nächste Kursanstieg garantiert ist. Buff formulierte es so: „Langfristig besteht weiterhin Potenzial, aber kurz- bis mittelfristig scheint der Höhepunkt erreicht zu sein.“

China baut seine eigenen KI-Chips, während Nvidia von beiden Seiten unter Druck gerät

Während Nvidia inmitten des rasant wachsenden KI-Marktes darum kämpft, das Vertrauen der Investoren zu erhalten, treibt China seinen AI-Plus-Plan mit Nachdruck voran, der künstliche Intelligenz bis 2030 in nahezu alle Branchen integrieren soll. Unterstützt wird dies durch massive Investitionen in heimische Chips, Speicher mit hoher Bandbreite und den landesweiten Ausbau von Supercomputern.

Federführend bei diesen Bemühungen ist Cambricon, ein lokaler Chiphersteller, der sich selbst als Chinas Alternative zu Nvidia bezeichnet. Peking benötigt jedoch nicht die Siyuan-Chips von Cambricon, um Nvidias Blackwell Ultra zu schlagen.

Was das Land will, ist „ausreichend gute“ Technologie, die seine KI-Ambitionen unterstützt, ohne auf US-amerikanische Zulieferer angewiesen zu sein. Der politischen Klasse geht es nicht um Leistung, sondern um Kontrolle. Und genau das bietet Cambricon.

Das bringt Nvidia in eine schwierige Lage. Das Unternehmen steht zwischen Washingtons Exportbeschränkungen und Chinas Bestrebungen nach Chip-Unabhängigkeit. Der Versuch, es beiden Seiten recht zu machen, schlägt fehl.

Nvidia dient nun zwei Herren und kann keinen von beiden zufriedenstellen – ein Problem, das sich mit dem Fortdauern des Technologiekriegs und des geopolitischen Drucks nur noch verschärfen wird.

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