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Der US-Anleihenmarkt steckt fest, aber Dollarhändler wetten darauf, dass Powell in Jackson Hole nicht mit der Wimper zucken wird

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
Der US-Anleihenmarkt steckt fest, aber Dollarhändler wetten darauf, dass Powell in Jackson Hole nicht mit der Wimper zucken wird
  • Der US-Anleihenmarkt blieb am Freitag eingefroren, da die Händler auf Powells Rede in Jackson Hole warteten.
  • Die Renditen von US-Staatsanleihen blieben nahezu unverändert, während der Dollar auf dentronStand seit dem 5. August stieg.
  • Händler erwarten, dass Powell eine taubenhafte Rhetorik vermeiden und dem Druck vondent Trump widerstehen wird.

Der US-Anleihenmarkt blieb am Freitagmorgen unverändert: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen blieb bei 4,332 % und bewegte sich überhaupt nicht, während die Rendite zweijähriger Anleihen um weniger als einen Basispunkt auf 3,8 % stieg.

Aber was soll's. Die Wall Street hat die Renditen sowieso nicht im Blick gehabt. Alle Augen waren auf Jerome Powells bevorstehende Rede in Jackson Hole gerichtet, denn die Händler wissen, dass diese Rede die Richtung für den Rest des Jahres vorgibt.

Powell betritt gleich die Bühne in Wyoming, wo seit Mittwoch das jährliche Wirtschaftssymposium der Federal Reserve stattfindet. Alle wichtigen Zentralbankchefs sind anwesend. Händler wollen keine Spekulationen mehr, sondern klare Anweisungen. Und genau hier kommt der Dollar ins Spiel.

Händler setzen vor Powell verstärkt auf die Dollarstärke.

Die Devisenmärkte haben sich seit Montag aggressiv positioniert und setzen darauf, dass Powell keine lockere Geldpolitik verfolgt. Der Bloomberg Dollar Spot Index verzeichnete den größten Aufwärtstrend seit dem 31. Juli, wobei die Anzahl der einmonatigen Risikoumkehrungen sprunghaft anstieg. Der Dollar notierte zudem auf dem höchsten Stand seit dem 5. August und tracauf einen Wochengewinn von 0,7 % zu.

Die Devisenhändler gehen offenbar davon aus, dass Powell nicht allzu bald über Zinssenkungen sprechen wird. Sonja Marten von der DZ Bank sagte: „Eine Senkung um 25 Basispunkte im nächsten September wäre denkbar. Ich glaube aber nicht, dass er aggressiver vorgehen wird.“

Sie sagte außerdem, er werde dem Druck von außen wohl kaum nachgeben. Das schließe auch Donald Trump ein, der die Fed respektlos aufgefordert habe, die Zinsen stärker und schneller zu senken . Marten stellte klar: „Er wird sich vom Weißen Haus nicht unter Druck setzen lassen, einen Weg einzuschlagen, der möglicherweise nicht grundsätzlich gerechtfertigt ist.“

Das war das Signal, das die Märkte brauchten. Und nun erleben sie einen erneuten Anstieg des Dollars. Nach dem steilen Kursverfall im letzten Monat, als der Greenback gegenüber dem Euro auf den niedrigsten Stand seit fast vier Jahren fiel, saßen Händler mit ihren Long-Positionen im Euro-Dollar-Paar fest.

Das ist ein Problem. Sollte Powells Tonfall die Euro-Kursschwäche weiter verstärken, werden diese Positionen schnell aufgelöst. Marten sagte: „Das kann sich beschleunigen, sobald diese Positionen geschlossen werden. Die Leute haben die Hoffnung aufgegeben, dass wir bald die 1,20-Dollar-Marke sehen werden.“

Trotz der Wetten herrscht weiterhin Unsicherheit. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group peilten die Märkte eine 71-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung bei der Fed-Sitzung im September an. Das ist hoch. Es basiert jedoch auf der Erwartung, dass Powell eine eher lockere Geldpolitik verfolgen könnte. Nicht alle teilen diese Ansicht.

Nick Rees von Monex Europe warnte davor, dass eine Überreaktion auf jegliche zurückhaltende Äußerung zwar kurzfristig zu einem Dollar-Verlust führen könnte, dieser aber nicht von Dauer sein würde. Eine übermäßige Fokussierung auf Powells bloße Erwähnung einer Zinssenkung im September könnte Händler zu voreiligen Schlüssen verleiten.

Rees fügte jedoch hinzu: „Insgesamt erwarten wir einen restriktiven Ton, was zu weiteren Dollar-Gewinnen bis zum Ende der Woche führen dürfte.“

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