BlackRock und die FDIC verhandeln über die Einhaltung der Bankbeteiligungsvorschriften angesichts des wachsenden Einflusses von Kryptowährungen

- Die FDIC übt Druck auf BlackRock aus, eine Passivitätsvereinbarung zu unterzeichnen, um dessen Einfluss auf US-Banken einzuschränken.
- Zwei wichtige Vorstandsmitglieder der FDIC, die sich für eine strengere Aufsicht eingesetzt hatten, sind ausgeschieden, was möglicherweise zu Änderungen der Vorschriften führen könnte.
- Der Streit steht im Einklang mit der zunehmenden Akzeptanz von Kryptowährungen im Bankwesen.
BlackRock, Inc., ein amerikanisches multinationales Investmentunternehmen, und die Federal Deposit Insurance Corp. (FDIC) befassen sich mit einem Streit über die Beteiligungen des Vermögensverwalters an amerikanischen Banken.
Die Verhandlungen, seit Monaten andauernden
Die FDIC fordert von BlackRock die Unterzeichnung einer Passivitätsvereinbarung
Die FDIC fordert von BlackRock die Unterzeichnung einer Passivitätsvereinbarung, um den neuen Aufsichtsbestimmungen für seine Beteiligungen nachzukommen. Laut FDIC sind solche Vereinbarungen entscheidend, um sicherzustellen, dass Anleger passiv bleiben und keine Kontrolle über Bankinstitute ausüben, wenn sie große Beteiligungen halten.
BlackRock wurde ursprünglich eine Frist bis zum 10. Februar zur Einhaltung der Vorgaben gesetzt, diese Frist wurde jedoch bereits zweimal verlängert. Dadurch wurde der Streitfall in die Zuständigkeit der Trump-Regierung verlagert.
Einige Schlüsselmitglieder sind bereits aus dem Vorstand ausgeschieden. Diese Mitglieder hatten sich maßgeblich für strengere Regeln für Vermögensverwalter eingesetzt. Jonathan McKernan (Republikaner) und Rohit Chopra (Demokrat) leiteten das Consumer Financial Protection Bureau (CFPB).
Obwohl die beiden politisch auf entgegengesetzten Seiten stehen, befürworteten beide eine verstärkte Aufsicht über große Vermögensverwalter. Sie argumentierten, dass deren Größe und konzentrierte Eigentumsverhältnisse den Unternehmen einen unangemessenen Einfluss auf das Management und die Strategie von US-Banken verschaffen könnten.
Bislang gibt es keine neue Frist für das Unternehmen, den Forderungen der FDIC nachzukommen. Mit dem Ausscheiden dieser Direktoren könnte sich das regulatorische Umfeld hinsichtlich der Bankbeteiligungen von BlackRock in den kommenden Wochen jedoch ändern.
Die FDIC fordert Transparenz von Vermögensverwaltern
Die FDIC strebt mehr Transparenz hinsichtlich der Beteiligungen von Vermögensverwaltern an von ihr beaufsichtigten Banken an. Dies soll belegen, dass sie als passive Aktionäre und nicht als aktivistische Investoren agieren. Die FDIC hat zudem Beteiligungen an von ihr beaufsichtigten Banken, die 10 % übersteigen, genauer unter die Lupe genommen.
BlackRock hat sich jedoch den Forderungen der FDIC widersetzt und argumentiert, dass neue Aufsichtsmaßnahmen Indexfonds, die einen Großteil der Anlegerportfolios ausmachen, gefährden und die Kapitalbeschaffung für Banken verteuern könnten. Das Unternehmen erklärte außerdem, die Aufsichtsbehörde solle jegliche neue Aufsicht mit der Federal Reserve abstimmen, mit der eine Passivitätsvereinbarung besteht.
Obwohl noch keine neue Frist festgelegt wurde, deuten Quellen aus dem Verhandlungsumfeld darauf hin, dass eine Einigung zwischen BlackRock und der FDIC bald erzielt werden könnte.
Diese regulatorische Pattsituation fällt in eine Zeit tiefgreifender Veränderungen im Finanzsektor, darunter die zunehmende Integration digitaler Vermögenswerte. In Kryptokreisen herrscht die Ansicht vor, dass dieser Schritt Teil eines Richtungswechsels ist, der letztendlich mehr Großbanken dazu bewegen wird, sich mit digitalen Vermögenswerten auseinanderzusetzen. Ein solcher Wandel würde zu einer breiteren Akzeptanz der Branche führen.
Gestern leitete der Crypto Council for Innovation eine Diskussion über die Zukunft der Regulierung digitaler Vermögenswerte in den USA mit dem Titel „Ein goldenes Zeitalter digitaler Vermögenswerte: Wege in die Zukunft“. Die Anhörung befasste sich mit bestehenden Anwendungsfällen von Kryptowährungen und Blockchain.
Die Studie untersuchte außerdem die aktuellen Anwendungsbereiche von Krypto- und Blockchain-Technologie sowie die Auswirkungen der Biden-Administration auf das Ökosystem. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen zudem die notwendigen gesetzlichen Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher und zur vollen Ausschöpfung des Potenzials von Kryptowährungen in den Vereinigten Staaten.
Der Einfluss von Kryptowährungen auf das traditionelle Bankwesen und die Vermögensverwaltung könnte Regulierungsbehörden dazu veranlassen, die Aufsicht über Krypto-Unternehmen und große Finanzakteure wie BlackRock zu verstärken. Die Ergebnisse der Verhandlungen zwischen BlackRock und der FDIC werden einen Präzedenzfalldent , wie Regulierungsbehörden die zunehmende Verflechtung von institutionellem und aufstrebendem Finanzwesen gestalten.
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Nellius Irene
Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.
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