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Die Erholung des Bitcoinwirkt angesichts der anhaltenden Marktunsicherheit äußerst fragil

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Die Erholung des Bitcoinwirkt angesichts der anhaltenden Marktunsicherheit äußerst fragil.
  • Bitcoin erreichte 88.786 US-Dollar, doch das geringe Handelsvolumen und die niedrige Stimmung deuten darauf hin, dass es sich bei der Rallye um eine Bullenfalle handelt.

  • Der Funding-Satz wurde negativ und die Kreditaufnahme für Stablecoins ging zurück, was darauf hindeutet, dass sich die Händler zurückziehen.

  • Es bildet sich ein Doppeltop-Muster; ein Durchbruch unter 86.000 US-Dollar könnte einen Rückgang auf 75.000 US-Dollar auslösen.

Bitcoin erreichte am Montag kurzzeitig die Marke von 88.786 US-Dollar und damit ein Zweiwochenhoch, doch die Rallye flacht bereits wieder ab, da der Markt laut Daten von CryptoQuant mit geringem Volumen und fehlender Dynamik Schwierigkeiten hat, eine Richtung zu finden.

Analysten sagen, dass der aktuelle Kursanstieg bei Bitcoineher einer classic Bullenfalle gleicht als dem Beginn eines neuen Aufwärtstrends, da die Preise den ganzen Monat über zwischen 76.000 und 95.000 Dollar geschwankt haben, ohne dass ein klarer Ausbruch erfolgte.

„In diesem Umfeld ist Vorsicht geboten: Der Markt bleibt fragil und lässt sich leicht manipulieren“, so Kirill Kretov, Trading-Automatist bei CoinPanel. „Die Aktivität von Privatanlegern ist gering, das Handelsvolumen niedrig, und selbst die sogenannten ‚Smart Money‘ halten sich zurück. Diejenigen, die den Markt tatsächlich bewegen könnten, tun dies nicht – und das aus gutem Grund.“

Negative Finanzierungszinsen deuten auf eine Zurückhaltung der Händler hin

Trotz des Preisanstiegs am Montag Bitcoin-Finanzierungsrate negativ geworden. Diese Rate zeigt die Differenz zwischen Spot- und Futures-Markt. Steigen die Futures-Preise über den Spotpreis, bleibt die Rate positiv. Ein negativer Kurswechsel signalisiert, dass Händler nicht bereit sind, Long-Positionen zu halten. Stattdessen reduzieren sie entweder ihr Risiko oder wetten gegen die Kursbewegung. Laut CryptoQuant ist genau dies aktuell der Fall.

Der Terminmarkt verzeichnete zwar einen Anstieg des offenen Interesses, jedoch ohne den üblichen Aufschwung der Marktstimmung. Diese unbefristeten Terminkontrakte dienen Händlern oft dazu, kurzfristige Markttrends abzusichern. Doch diesmal ist kein Anzeichen für wachsendes Vertrauen zu erkennen.

Auch die Kreditkosten im DeFi zeichnen ein ähnliches Bild: Auf Aavesanken die Kosten für die Kreditaufnahme von Tether (USDT) und USD Coin (USDC) auf etwa 4 % – ein Rückgang, der auf eine insgesamt gesunkene Risikobereitschaft der Anleger hindeutet. Niemand nimmt mehr Kredite auf, um zu spekulieren. Die Stimmung ist gedrückt.

Kirill wies auf die anhaltenden Positionen langfristiger Anleger hin. Viele Depots aus früheren Zyklen warten noch immer auf höhere Kurse. „Sie verkaufen zwar nicht, aber sie helfen dem Markt auch nicht“, sagte er. „Solange sich das nicht ändert, sind Erholungsrallyes gefährlich. Sie können ungeduldige Long-Positionen anlocken, nur um dann abrupt zu fallen – classic Bullenfallen in einem Markt mit geringer Liquidität.“

Die Kursgewinne von Bitcoinkonnten auch die Altcoins nicht mitreißen, ein Zeichen dafür, dass sich das Vertrauen nicht flächendeckend ausbreitet.

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf Trumps Frist für Zölle und das bärische Doppeltop

Der nächste wichtige Termin ist der 2. April, an demdent Donald Trump voraussichtlich eine weitere Runde von Zöllen ankündigen wird. Augustine, Partner bei SignalPlus, erklärte, diese Ankündigung könne die Richtung für die weitere Entwicklung vorgeben. „Wir erwarten, dass sich die Märkte bis zum Monatsende weiterhin leicht erholen werden. Der nächste wichtige Katalysator wird die Ankündigung der Zölle am ‚Befreiungstag‘ sein“, sagte er. Derzeit befindet sich der Kryptomarkt in einer Art Schwebezustand und wartet auf einen Auslöser.

Die technischen Indikatoren sehen nicht besser aus. Auf den kurzfristigen Kurscharts hat sich ein Doppeltop-Muster gebildet. Dieses bärische Setup wird erst bestätigt, wenn Bitcoin die Nackenlinie bei etwa 86.000 US-Dollar unterschreitet. In diesem Fall erwarten Händler einen schnellen Kursrückgang in Richtung 75.000 US-Dollar. Kann Bitcoin sich über 87.500 US-Dollar halten, könnte eine Aufwärtsbewegung zurückkehren. Angesichts des geringen Handelsvolumens und der niedrigen Liquidität ist dieses Szenario jedoch bestenfalls unsicher.

Solana hat mit eigenen Problemen zu kämpfen. Der Token zeigt Anzeichen eines sogenannten „Death Cross“, bei dem der 50-Tage-Durchschnitt unter den 200-Tage-Durchschnitt fällt. Dieses Signal ging häufig stärkeren Kursrückgängen voraus. Mitte April warnen technische Analysten, dass Solana in gefährliches Terrain geraten könnte, falls es nicht bald zu einer Trendwende kommt.

Die Erholung des Bitcoinwirkt angesichts der anhaltenden Marktunsicherheit äußerst fragil.

Der kombinierte Marktindex (BCMI) von Bitcoinliegt aktuell knapp unter 0,5. Dieser Index kombiniert MVRV, NUPL, SOPR und den Fear & Greed Index zu einem gewichteten Signal. Der BCMI hat die überhitzte Zone über 0,75, die üblicherweise auftronGier oder Markthochs hindeutet, noch nicht überschritten. Gleichzeitig ist er aber auch nicht in die Panikzone unter 0,15 gefallen, wo typischerweise wichtige Kaufsignale auftreten. Der Markt befindet sich daher in einer Grauzone.

Szenario A, laut BCMI-Daten, deutet darauf hin, dass es sich lediglich um eine normale Korrektur innerhalb eines Aufwärtstrends handeln könnte. Das würde bedeuten, dass nach dem Ende der Korrektur noch weiteres Aufwärtspotenzial besteht. Szenario B ist weniger optimistisch, da es bedeuten könnte, dass der Aufwärtstrend seinen Höhepunkt bereits erreicht hat und eine Abwärtsphase früher als erwartet beginnt.

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