Ein Bericht der BIZ deckt die Schwachstellen von Stablecoins auf

- Ein aktueller Bericht der BIZ hat gezeigt, dass es Stablecoins an Mechanismen zur Gewährleistung von Stabilität mangelt.
- Stablecoins und der regulierte Markt.
Wie eine aktuelle Studie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zeigt, scheinen Stablecoins im Vergleich zu Fiatgeld grundlegende Mechanismen zu vermissen, die für die Stabilität der Geldmärkte unerlässlich sind. Die Studie argumentiert, dass ein Modell, das die regulatorische Kontrolle einer Zentralbank zuweist, private Stablecoins hinsichtlich Zuverlässigkeit und Stabilität übertreffen würde.
Die BIZ vergleicht Stablecoins mit anderen USD-Abrechnungsmechanismen
Die Studie verfolgt einen geldpolitischen Ansatz und zieht Parallelen zwischen Stablecoins und Onshore/Offshore-USD-Abwicklungsmechanismen, um Schwachstellen in Stablecoin-Abwicklungssystemen aufzuzeigen. In etablierten Märkten wie dem Eurodollar- und Devisenmarkt greifen Zentralbanken ein, um die Parität im globalen Dollar-Abwicklungsverkehr zu sichern, wenn die Kreditvergabe privater Banken an ihre Grenzen stößt. Ein anschauliches Beispiel hierfür ist die Finanzkrise der späten 2000er-Jahre, in der die US-Notenbank (Federal Reserve) mit anderen Zentralbanken einen Liquiditätsswap in Höhe von 600 Milliarden US-Dollar durchführte und dabei einen ausgeklügelten institutionellen Apparat einsetzte, um die Parität aufrechtzuerhalten.
Stablecoins dienen als Bindeglied zwischen On-Chain- und Off-Chain-Geldern und streben durch verschiedene Mechanismen, darunter Reserven, Überbesicherung und/oder algorithmische Handelsprotokolle, die Parität zum Fiat-US-Dollar an. Die Studie der BIZ unterstreicht die Bedeutung von Reserven und charakterisiert diese als „Äquivalentwert kurzfristiger, sicherer Dollar-Vermögenswerte“. Sie argumentiert, dass Stablecoins fälschlicherweise von Solvenz – also der Fähigkeit, die langfristige Nachfrage zu decken – ausgehen könnten, basierend auf ihrer Liquidität, die lediglich die kurzfristige Nachfrage abdeckt. Diese Liquidität kann aus Reserven oder algorithmischen Strategien stammen.
Die Studie hebt hervor, dass Reserven eng mit dem Fiatgeldmarkt verknüpft sind und die Stabilität von Stablecoins mit den Bedingungen dieses Marktes korreliert. In Zeiten wirtschaftlicher Anspannung setzen traditionelle Banken Mechanismen ein, um die Liquidität im In- und Ausland aufrechtzuerhalten – Mechanismen, die Stablecoins fehlen. Die Studie führt eine kürzlich aufgetretene Bankenkrise als Beispiel an, in der Zentralbanken unbeabsichtigt nicht nur traditionellen Banken, sondern auch Stablecoins mit erheblichen Einlagen bei diesen Banken als Kreditgeber letzter Instanz zur Seite standen.
Stablecoins und der regulierte Markt
Die Aufrechterhaltung der Parität zwischen Stablecoins und die Behebung von Problemen im Zusammenhang mit Schnittstellen zwischen verschiedenen Blockchain-Plattformen werden als wesentliche Herausforderungendent. Die Studie zieht Parallelen zwischen Blockchain-Schnittstellen und Devisenhändlern und hebt deren Abhängigkeit von Krediten zur Bewältigung von Ungleichgewichten im Orderfluss hervor. Stablecoins stehen jedoch in dieser Hinsicht vor Herausforderungen, die durch die üblicherweise bei On-Chain-Aktivitäten beobachteten höheren Zinssätze noch verschärft werden. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, schlägt die Studie das Regulated Liability Network als mögliche Lösung vor.
In diesem Modell werden alle Forderungen in einem einzigen Hauptbuch innerhalb eines defiregulatorischen Rahmens abgewickelt. Die Einbindung der Zentralbank in ein umfassendes Bankensystem verleiht Stablecoins eine Glaubwürdigkeit, die privaten Krypto-Stablecoins möglicherweise fehlt. Die BIZ hat die zunehmende Bedeutung von Stablecoins erkannt und beobachtet deren Entwicklung aktiv. Eine Anfang November veröffentlichte Studie beschrieb Fälle, in denen Stablecoins ihren festgelegten Wert nicht halten konnten. Dies, zusammen mit der zunehmenden Aufmerksamkeit, die Stablecoins im Ausland durch Gesetzgebung erfahren, unterstreicht die wachsende Bedeutung von Stablecoins in der sich wandelnden globalen Finanzlandschaft.
Die Studie hebt die potenziellen Schwächen von Stablecoins im Vergleich zu traditionellen Fiat-Währungen hervor, insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Sie legt nahe, dass ein Modell mit regulatorischer Kontrolle durch eine Zentralbank, wie beispielsweise das Regulated Liability Network, eine robustere Lösung für die Herausforderungen von Stablecoins bieten könnte. Die verstärkte Aufmerksamkeit der BIZ und die weltweite legislative Überprüfung unterstreichen die wachsende Bedeutung und den Einfluss von Stablecoins im modernen Finanzsektor.
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Owotunse Adebayo
Adebayo ist ein Autor mit vier Jahren Erfahrung im Kryptobereich. Er absolvierte die Universität von Lagos mit einem Abschluss in Stadt- und Regionalplanung. Adebayo arbeitete für Tokenhell und CryptoTicker und verfasste dort Nachrichten zu Kryptowährungen und Fintech. Derzeit ist er als freier Mitarbeiter für Cryptopolitantätig.
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