Binance geht nach der harten Haltung der US-Regierung gegenüber Iranern nun verstärkt gegen iranische Nutzer vor. Binance fordert alle iranischen Nutzer auf, die Dienste des Unternehmens nicht mehr zu nutzen und ihre Kryptowährungen umgehend abzuheben. Bereits seit Wochen versendet das Unternehmen E-Mails an die Nutzer mit der Aufforderung, ihre Token von der Plattform zu entfernen und die Nutzung der Dienste einzustellen.
Die meisten Unternehmen versuchen, nicht gegen die Regierung zu verstoßen und haben daher ihre Richtlinien an die jüngsten US-Sanktionen gegen den Iran angepasst. Binance befindet sich in einer besonders schwierigen Lage, da es aufgrund der US-Politik seinen iranischen Nutzern keine Dienste mehr anbieten kann. Nutzer aus den USA machten über 10 % der gesamten Nutzerbasis von Binanceaus, was die Entscheidung für das Unternehmen zunehmend erschwert.
Seit Anfang November hat das Unternehmen aktiv versucht, Binance von seiner Plattform zu entfernen. In der ersten Novemberwoche wurden alle Konten von Nutzern gesperrt, die in ihrem Profil einen iranischen Pass angegeben hatten. Anschließend riet das Unternehmen Kunden, die die Dienste aus dem Iran nutzten, ihre Token abzuheben und die Dienste des Unternehmens nicht mehr zu nutzen.
Andere Unternehmen haben jedoch einen noch härteren Weg eingeschlagen. Viele Kryptobörsen haben den Zugang für iranische Nutzer gesperrt und deren Token einbehalten. Dies hat die Iraner dazu veranlasst, eigene lokale Kryptonetzwerke aufzubauen, in denen sie ihre Token speichern.
Der Iran hat kürzlich die Einführung einer staatlich unterstützten Kryptowährung bekannt gegeben. Viele Kryptobörsen halten dies für Regierungspropaganda, um die Kontrolle über alle Kryptowährungen im Land zu erlangen.
binance sperrt iranische Nutzer inmitten der US-Sanktionen von der Plattform