Russland wird im nächsten Jahr Kryptozahlungen verbieten. Ein entsprechendes Gesetz wurde vom Präsidenten unterzeichnet dent Hintergrund ist die jüngste Aussage der Regierung, dass die Legalisierung von Kryptoaktivitäten gewisse Risiken birgt. Alternativ sieht das Gesetz jedoch Transaktionen mit sogenannten digitalen Finanzanlagen (DFA) vor, bei denen es sich um tokenisierte Wertpapiere handelt.
Kryptozahlungen in Russland enden
Nach einem Bericht des russischen Nachrichtensenders RIA unterzeichnete Präsident dent Putin am Freitag das neue Gesetz. Es tritt 2021 in Kraft und verbietet es russischen Kryptowährungshändlern und -nutzern, Waren und Dienstleistungen im Land mit Kryptowährungen zu erwerben.
Darüber hinaus sieht der Gesetzentwurf vor, dass Personen und Regierungsbeamte, denen die Eröffnung oder der Besitz ausländischer Konten untersagt ist, auch keine digitalen Währungen besitzen dürfen. Unter anderem wird befürchtet, dass das im Gesetzentwurf vorgeschlagene Verbot von Kryptozahlungen dazu führen könnte, dass der Rubel, die Fiatwährung des Landes, das einzige gesetzliche Zahlungsmittel bleibt.
Laut Anatoli Aksakow, dem Vorsitzenden des Duma-Ausschusses für den Finanzmarkt, betrachtet die russische Regierung digitale Währungen nicht nur als Zahlungsmittel, sondern auch als weitere Möglichkeit zum Sparen und Investieren. Der Gesetzentwurf zielt im Wesentlichen darauf ab, das einzige gesetzliche Zahlungsmittel, den Rubel, zu schützen. Der Bericht merkte jedoch weiter an:
Russische Privatpersonen und juristische Personen können Transaktionen mit digitaler Währung nur dann vor Gericht anfechten, wenn sie diese Transaktionen und den Besitz der Kryptowährung in Russland deklariert haben.
DFAs, nicht Krypto
Obwohl Kryptowährungszahlungen in Russland ab 2021 illegal sind, ermöglicht das Gesetz die Ausgabe von Digital Financial Accounts (DFAs) – allerdings unter Aufsicht der russischen Zentralbank. Mit deren Zustimmung können auch andere Geschäftsbanken und Unternehmen DFAs ausgeben. Anders als Kryptowährungen, die als Zahlungsmittel dienen können, lassen sich DFAs nicht zum Bezahlen von Waren verwenden.

