Die Bank von North Dakota stellt gemeinsam mit Fiserv einen staatlich unterstützten Stablecoin vor

- Die staatliche Bank von North Dakota (BND) hat einen an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin namens Roughrider Coin eingeführt.
- Die Einführung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem globalen Zahlungsdienstleister Fiserv und markiert den Einstieg des Bundesstaates in die digitale Finanzinfrastruktur.
- Dieser Schritt steht im Einklang mit umfassenderen Bemühungen, die Kluft zwischen traditionellem Bankwesen und dezentraler Finanzwirtschaft zu überbrücken.
Die staatliche Bank von North Dakota ist in den Bereich der digitalen Finanzen eingestiegen und kündigte am Dienstag Pläne zur Einführung von Roughrider Coin an, einem an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin, der in Partnerschaft mit dem globalen Zahlungsdienstleister Fiserv entwickelt wurde.
Der Token soll eingeführt und zunächst Banken und Kreditgenossenschaften im Bundesstaat angeboten werden. Er zielt darauf ab, den Geldverkehr innerhalb des Finanznetzwerks des Bundesstaates grundlegend zu verändern – ähnlich wie das Internet den Informationsaustausch revolutioniert hat.
Der Roughrider Coin wird im Verhältnis 1:1 an den US-Dollar gekoppelt sein und dadurch einen stabilen Wert gewährleisten. Er dient als Grundlage für verschiedene Finanztransaktionen wie Interbankenzahlungen, Händlerzahlungen und grenzüberschreitende Geldtransfers. Dies ist das erste Mal, dass eine staatliche Bank in den USA einen eigenen Stablecoin für ihr nationales Währungssystem eingeführt hat.
Don Morgan,dent der Bank of North Dakota, die das Projekt leiten wird, bezeichnete es als Möglichkeit, die Finanzinfrastruktur des Bundesstaates zu festigen und seine Bedeutung in einer zunehmend globalisierten Wirtschaft zu erhalten. Die Aufgabe der Bank sei es seit jeher gewesen, Kredite für Landwirtschaft, Handel und Industrie zu vergeben – und digitale Vermögenswerte gehörten nun ebenfalls dazu, sagte er.
Das Projekt erhielt die Unterstützung von Gouverneur Kellytron, der es als „modernsten Ansatz“ und Teil der fortschrittlichen Finanzstrategie des Bundesstaates bezeichnete. Er betonte, dass der Stablecoin „durch echtes Geld gedeckt“ sei und somit Vertrauen und Sicherheit für Bürger und Institutionen gewährleiste.
Die Einführung der Roughrider-Münze steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die North Dakota Industrial Commission, die das Bankwesen des Bundesstaates reguliert. Nach der Genehmigung sind Pilotversuche mit lokalen Finanzinstituten geplant, die öffentliche Einführung soll 2026 beginnen.
Fiserv erweitert seine Reichweite im Bereich digitaler Vermögenswerte
Fiserv erwarb Bento einige Jahre nach der Übernahme von CheckFree, wodurch das in Brookfield, Wisconsin, ansässige Unternehmen seine Reichweite im Bereich neuer Zahlungstechnologien und digitaler Vermögenswerte noch weiter ausbauen kann.
Fiserv, ein führender Anbieter von Zahlungs- und Finanztechnologielösungen, stellt die digitale Infrastruktur für Roughrider Coin bereit. Das Unternehmen entwickelt seit Jahren seine Stablecoin- und Digital-Asset-Plattform, die speziell für Banken und Zahlungsnetzwerke konzipiert ist.
Fiserv brachte Anfang dieses Jahres seinen unabhängigendent -Label-StablecoinFIUSD auf den Markt und schuf damit eine Möglichkeit für traditionelle Finanzinstitute, digitale Token auszugeben und zu verwalten und gleichzeitig die US-amerikanischen Fintech-Vorschriften einzuhalten.
Roughrider Coin basiert auf derselben Technologie und ist mit anderen Stablecoins im Fiserv-Netzwerk kompatibel. Dies ist entscheidend für die Kompatibilität mit verschiedenen Zahlungssystemen und Blockchains. Die Plattform verfügt zudem übertronCompliance- und Betrugsschutzmechanismen – ein wichtiger Aspekt für Regionalbanken, die ihr Zahlungssystem modernisieren und sich gleichzeitig vor den Risiken des Kryptomarktes schützen möchten.
Die Partnerschaft in North Dakota beweist laut Fiserv-Managern, dass digitales Geld und traditionelles Bankwesen Hand in Hand gehen können. Wir gehen davon aus, dass mit der Weiterentwicklung der regulatorischen Rahmenbedingungen weitere Bundesstaaten und Institute diesem Beispiel folgen werden.
Chancen und Herausforderungen meistern
Der Roughrider Coin könnte das Bankwesen effizienter und zugänglicher machen, steht aber vor einigen Hürden. Seine Akzeptanz hängt davon ab, wie bereitwillig Banken, Händler und Verbraucher ihn in ihre täglichen Geschäftsabläufe integrieren. Die meisten Regionalbanken hinken hinterher, und Vorsicht hat einige bisher von einer Teilnahme am Blockchain-basierten Zahlungsmarkt abgehalten.
Sicherheit bleibt eine weitere Priorität, da digitale Währungen anfällig für Cyberangriffe und Systemausfälle sind. Die Lösung von Fiserv geht gezielt auf diese Bedenken ein und verfügt bereits über entsprechende Sicherheitsvorkehrungen, darunter Betrugsüberwachung und Datensicherheit. Die BND hat zudem strengen Überwachungs- und Risikomanagementverpflichtungen zugestimmt.
Anders als private Stablecoins würde der Roughrider Coin von einer staatlichen Bank überwacht, was das Vertrauen risikoscheuer Nutzer stärken könnte. Allerdings muss er sich in der Praxis noch als robust und zuverlässig erweisen.
Private Stablecoins wie USDC und USDT dominieren bereits den Markt, während Unternehmen wie PayPal und Cloudflare Pläne zur Ausgabe eigener Stablecoins anbieten. Roughrider Coin muss erst noch nachweisen, dass er klare Vorteile bietet – wie etwa die behördliche Genehmigung, Kosteneinsparungen oder positive Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft.
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Nellius Irene
Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.
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