Im Rahmen einer Veranstaltung am Mittwoch in New York City hat Amazon Alexa+ vorgestellt, einen verbesserten Sprachassistenten, der auf KI-Technologien basiert.
Amazon gab an, dass Alexa+ auf das Amazon-Konto des Kunden zugreifen und anhand der erhobenen Daten Fragen wie „Wie viele Bücher habe ich dieses Jahr gelesen?“ beantworten kann. Außerdem kann der Sprachassistent beispielsweise Benachrichtigungen für Konzertkarten versenden oder bei der Reiseplanung und Tischreservierung helfen.
Bei der hochkarätigen Veranstaltung in New York City bezeichnete Panos Panay, Leiter der Geräte- und Serviceabteilung bei Amazon, Alexa+ als eine „komplette Neuentwicklung“ im Bereich der Sprachassistenten. Er sagte: „Die neue Alexa kennt fast alles in Ihrem Leben – Ihren Terminkalender, Ihr Smart Home, Ihre Vorlieben, die Geräte, die Sie verwenden, die Personen, mit denen Sie enjsind, und Ihre Lieblingsunterhaltung.“
Amazons Alexa+ interagiert mit Live-Aufnahmen
Der neue Assistent kann Kameraaufnahmen verstehen und mit ihnen interagieren. Er analysiert Live-Bilder, erklärt sie und beantwortet Fragen dazu. Alexa+ versteht die Umgebung und passt die Antworten spontan an.
Alexa+ ermöglicht auch personalisierte Inhaltsfeeds, beispielsweise eine Fotogalerie auf Amazons Echo Show Smart Displays. Live-Updates basierend auf den Nutzerpräferenzen werden auf einem neuen „Für dich“-Panel sowie in anderen Widgets wie Smart-Home-Steuerungen angezeigt.
Panos Panay erklärte, Alexa+ sei in vielerlei Hinsicht trainiert worden, unter anderem im Verständnis von Humor und sogar in emotionaler Intelligenz (EQ). „Sie merkt, dass ich etwas nervös bin und versucht, mich zu beruhigen“, sagte er.
Panay fügte hinzu: „Sie ist Ihre virtuelle Sicherheitsbegleiterin“, denn Alexa+ kann auch Videomaterial von Ring-Überwachungskameras analysieren und zusammenfassen. Der KI-Sprachassistent beschreibt die Geschehnisse im Video und hebt wichtige Momente zur schnellen Überprüfung hervor.
Darüber hinaus integriert sich Alexa+ nahtlos in Amazons umfangreiches Smart-Home-Ökosystem. Mit einem einfachen Sprachbefehl können Nutzer Alexa anweisen, Musik von Amazon Music auf jedem kompatiblen Smart-Gerät im selben WLAN-Netzwerk zu streamen oder ein Fire TV-Gerät zu einer bestimmten Szene in einem Film oder einer Fernsehsendung springen zu lassen.
Amazon vermarktet die neue Alexa als Produktivitätstool. Laut Unternehmen können Nutzer Dateien, Dokumente und sogar E-Mails hochladen, die Alexa dann analysiert und später zur Verfügung stellt. Beispielsweise könnte ein Nutzer fragen: „Ich habe einen Arbeitsplan weitergeleitet – gibt es wichtige Termine, die ich beachten sollte?“ Alexa extrahiert trac hebt daraufhin die wichtigsten Details aus dem Dokument hervor.
Alexa+ kann mehr als nur Dateien lesen – sie kann aktiv mit ihnen interagieren und sie bearbeiten. Beispielsweise kann sie Text aus einem Dokumenttracund ihn Ihrem Kalender hinzufügen oder Erinnerungen basierend auf wichtigen Details in einer E-Mail oder Datei erstellen.
Vor einigen Wochen berichtete die Washington Post, dass Amazon die Veröffentlichung der neuen Alexa-Version aufgrund einer Aussage eines anonymen Mitarbeiters verzögert habe. Der Mitarbeiter erklärte gegenüber der Washington Post, die Verzögerung sei darauf zurückzuführen, dass Alexa bei Testfragen falsche Antworten gegeben habe.

