Alphabet verschärft den Cloud-Wettbewerb mit Oracle durch die Einstellung seines ehemaligen Finanzchefs

- Google Cloud ernennt Oracle-Veteran Kobi Bar-Nathan zum Finanzvorstand.
- Hire signalisiert wachsende Rivalität mit Oracle im Wettlauf um KI-Cloud-Lösungen.
- Google Cloud verzeichnet weiterhin Gewinne und einen beschleunigten Ausbau der KI-Aktivitäten.
Alphabet Inc. hat einen wichtigen Schritt unternommen, um seine Position im Cloud-Computing-Geschäft zu stärken, indem es den Oracle-Veteranen Kobi Bar-Natan als neuen Finanzvorstand (CFO) von Google Cloud eingestellthat .
Laut seinem LinkedIn-Profil trat Bar-Nathan die Position offiziell im Juni an. Er wechselt Google Cloud , wo er als CFO maßgeblich an der Steuerung der Finanzstrategie von Oracle im Zuge der rasanten Expansion in den Bereich Cloud-Dienste beteiligt war.
Vor seiner Zeit bei Oracle war er in leitenden Positionen bei Microsoft tätig, unter anderem im Bereich Cloud-Finanzierung, wodurch er einen tiefen Einblick in drei der fünf weltweit führenden Cloud-Anbieter gewinnen konnte.
Alphabet hat noch keine offizielle Mitteilung veröffentlicht, aber ein Unternehmenssprecher bestätigte gegenüber Reportern, dass Bar-Nathan die neue Position in den vergangenen zwei Wochen angetreten hat. Oracle lehnte eine Stellungnahme ab.
Einstellungsmaßnahmen verschärfen den Wettbewerb in der Cloud-Branche
Die Einstellung unterstreicht den hohen Wettbewerbsdruck in der Cloud-Computing-Branche , die zunehmend umkämpft ist. Google Cloud und Oracle Cloud Infrastructure entwickeln sich zu immer größeren Konkurrenten in einem Markt, der nach wie vor stark von Amazon Web Services (AWS) und Microsoft Azure dominiert wird.
Laut einem Bericht der Synergy Research Group wird der Markt derzeit von Amazon dominiert, das einen Marktanteil von etwa einem Drittel hält, gefolgt von Microsoft.
Google belegt Platz drei und Oracle Platz fünf. Beide Unternehmen liegen hinter den beiden Marktführern, haben sich aber durch aggressive Preisgestaltung, KI-Integrationen und branchenspezifische Lösungen einen Namen gemacht.
Google profitiert von Bar-Nathans vielfältigem Hintergrund. Sein Verständnis der internen Finanzprozesse von Oracle im Cloud-Bereich könnte Google Cloud helfen, seine Preismodelle, sein Kostenmanagement und seine Markteintrittsstrategie zu optimieren.
Dieser Schritt verschärft zudem die Rivalität zwischen den beiden Tech-Giganten. Bemerkenswert ist, dass Thomas Kurian, der heutige CEO von Google Cloud, lange Zeit neben Ellison, der aufgrund von angeblichen Meinungsverschiedenheiten über die Cloud-Strategie von Oracle ausschied, eine Führungsposition bei Oracle innehatte.
Alphabets Google Cloud wird zum Wachstumsmotor für KI
Google Cloud hat sich zu einem der vielversprechendsten Geschäftsbereiche. Der ehemals verlustbringende Bereich hat nun entgegen den Erwartungen vieler Analysten mehrere Quartale in Folge operative Gewinne erzielt.
Angetrieben von Kurians Führung und Alphabets wachsendem Fokus auf KI-zentrierte Unternehmensgeschäftsbereiche, hat sich die Abteilung zu einem strategischen Eckpfeiler der zukünftigen Expansion des Unternehmens entwickelt.
Diese positive Entwicklung ist auch auf die jüngsten Bemühungen von Google Cloud zurückzuführen, seine KI-Infrastruktur auszubauen. Das Unternehmen hat sein KI-Produkt- und Dienstleistungsportfolio kontinuierlich erweitert, insbesondere um Unternehmenskunden zu gewinnen, die große Sprachmodelle und generative KI-Anwendungen in seiner Cloud entwickeln.
Alphabets Engagement im Bereich KI ist auf Cloud-Infrastruktur ausgerichtet. Im vergangenen Jahr kündigte das Unternehmen neue Rechenzentren, maßgeschneiderte KI-Chips (TPUs), Wachstum und neue Geschäftspartnerschaften in den Bereichen Gesundheitswesen, Finanzen und Einzelhandel an.
Oracle verfolgt derweil dieselbe Strategie. Das Software- und Cloud-Unternehmen sorgte Anfang des Jahres mit „Project Stargate“ für Aufsehen, einem gemeinsamen Projekt zur Bereitstellung enormer Rechenleistung für OpenAI. Dies deutet darauf hin, dass auch Oracle im Wettlauf um KI-Cloud-Lösungen ambitionierte Pläne verfolgt. Das Projekt soll Oracles Infrastrukturangebot stärken und dem Unternehmen mehr Sichtbarkeit bei KI-Entwicklern verschaffen.
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Nellius Irene
Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.
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