Alibaba plant eine Überarbeitung seiner mobilen KI-App, um mit ChatGPT konkurrieren zu können

- Alibaba überarbeitet seine mobile KI-App, um wettbewerbsfähiger gegenüber OpenAIs ChatGPT zu werden.
- Das Unternehmen wird seine bestehenden „Tongyi“-Apps für iOS und Android nach seinem Flaggschiff-KI-Modell in „Qwen“ umbenennen.
- Die Überarbeitung wird agentenbasierte KI-Funktionen einführen, die es der KI ermöglichen, Aktionen wie die Unterstützung von Nutzern beim Online-Shopping auf Taobao durchzuführen.
Die Alibaba Group Holding Ltd. plant, ihre wichtigste mobile Anwendung für künstliche Intelligenz grundlegend zu überarbeiten und sie neu zu positionieren, um die Dominanz von ChatGPT herauszufordern.
Die Neugestaltung, deren Veröffentlichung für die nächsten Monate geplant ist, stellt eines der bisher ambitioniertesten Vorhaben von Alibaba dar, seine Rechenleistung zu nutzen, um in dentronMarkt für
Alibaba wird zunächst seine bestehenden „Tongyi“-Apps für iOS und Android auf „ Qwen “ umbenennen, nachdem ein intern entwickeltes, umfangreiches Sprachmodell integriert wurde. Dieser Schritt soll die KI-Marke vereinheitlichen und den Kunden ein einheitlicheres Nutzererlebnis bieten.
Alibaba plant, Qwen langfristig zu einem intelligenten „KI-Agenten“ auszubauen, der nicht nur chatten kann, sondern auch Funktionen wie die Produktsuche, personalisierte Empfehlungen und Einkäufe auf Taobao und anderen hauseigenen Plattformen übernimmt. Die Überarbeitung positioniert Qwen als vielseitigen Assistenten, der die tägliche Interaktion mit dem umfangreichen digitalen Angebot des Unternehmens vereinfacht.
Der Technologiekonzern hat über 100 Ingenieure mit der Neugestaltung seiner Produkte beauftragt, was auf eine umfassende Initiative im Bereich der Verbraucher-KI hindeutet. Dies ist Teil der Vision von CEO Eddie Wu für eine „Full-Stack-KI-Entwicklung“ – die alles vom Chip bis hin zu Verbraucheranwendungen umfasst.
Wu deutete diese Richtung erstmals bei einer Investorenkonferenz im September an, wo er deutlich machte, dass KI in den nächsten zehn Jahren der Wachstumsmotor des Unternehmens sein wird.
Die Überarbeitung von Qwen baut auf fortschrittlichen Modellverbesserungen auf
Alibaba wird die neuesten KI-Grundlagenmodelle bereitstellen und die verbesserte Qwen-App bei einer Reihe bedeutender Aktualisierungen im Laufe des Jahres 2025 unterstützen.
Alibaba präsentiert Qwen, sein neues multimodales Modell zur kombinierten Verarbeitung von Text, Bild und Sprache. Laut der Agentur schnitt es in Logik- und Kreativitätstests besser ab als mehrere andere inländische Anbieter.
Die ersten Versionen der neuen Qwen-App werden kostenlos sein, wodurch Alibaba Zeit hat, eine Nutzerbasis aufzubauen, bevor zusätzliche kostenpflichtige Tarife oder Mehrwertdienste eingeführt werden. Das Unternehmen hofft außerdem, seine führende Position im E-Commerce zu behaupten und die Aufmerksamkeit der Nutzer zu gewinnen, indem es sich auf handelsorientierte Funktionen wie einen virtuellen, KI-gestützten Einkaufsassistenten konzentriert, um neue Umsatzquellen zu erschließen.
Innerhalb von Alibaba wird das Projekt als „strategische Brücke“ zwischen Alibaba Cloud und den Endkundenanwendungen bezeichnet. Sollte es sich bewähren, könnten alle KI-Aktivitäten des Unternehmens auf einer einzigen, dominanten Plattform für die Nutzer gebündelt werden – ein deutlicher Unterschied zu den bisherigen Einzelinitiativen wie der Transkriptions-App Tongyi Qianwen, dem (noch in der Testphase befindlichen) Sprachassistenten Qwen Chat und der KI-gestützten Such-App Quark.
Alibaba baut seine Investitionen in agentenbasierte KI aus
Alibabas nächste Phase besteht in der Entwicklung sogenannter agentenbasierter KI – Systeme, die Aufgaben im Auftrag von Nutzern ausführen können. Konkret bedeutet das, dass Nutzer Qwen bitten könnten, das beste Angebot für einen Laptop zu finden oder eine Lebensmittellieferung zu planen, und die KI diese Interaktion ohne weiteres Zutun verarbeiten könnte.
Alibabas Qwen-App könnte auch eine globale Version einführen, um über China hinaus zu expandieren. Quellen, die mit der Strategie vertraut sind, gaben an, dass das Unternehmen mehrsprachige Unterstützung und regionale Partnerschaften für den Markteintritt in Südostasien und dem Nahen Osten erwägt.
Es gibt noch keinen bestätigten Zeitplan, aber sollte diese Expansion erfolgen, könnte sie Alibabas internationale Wettbewerbsfähigkeit gegenüber KI-Anbietern wie ChatGPT, Claude von Anthropic und Gemini von Google weiter stärken.
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Nellius Irene
Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.
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