Die Investition von 70 Millionen Dollar in das in den USA auf der schwarzen Liste stehende KI-Unternehmen Zhipu weckt Bedenken hinsichtlich einer möglichen Einmischung der chinesischen Regierung

- Die Huafa Group aus der Provinz Guangdong hat 500 Millionen Yuan in Zhipu AI investiert.
- Das US-Handelsministerium schränkte unter anderem den Zugang von Zhipu AI zu seiner Technologie ein.
- China investiert in den Ausbau seiner heimischen KI-Kapazitäten.
Das chinesische KI-Startup Zhipu AI hat eine Investition von 500 Millionen Yuan (ca. 69 Millionen US-Dollar) von der regierungsnahen Huafa Group erhalten. Diese Investition, die dem Startup zwar zugutekommt, hat die Bedenken hinsichtlich des Einflusses der chinesischen Regierung auf lokale KI-Projekte erneut in den Fokus gerückt.
Die Investition des staatlichen Huafa-Konzerns in Zhipu AI gibt aus gutem Grund Anlass zur Sorge. In China ist der Besitz oder Erwerb sogenannter „Goldener Aktien“ üblich. Diese Praxis verschafft der Regierung mehr Kontrolle über die Geschäftstätigkeit und strategischen Entscheidungen eines privaten Unternehmens.
Goldene Aktien kommen ins Spiel, wenn staatsnahe Einrichtungen in private Unternehmen investieren, insbesondere in der Technologiebranche.
Ein Beispiel hierfür ist ByteDance, die Muttergesellschaft von TikTok. Der staatliche chinesische Internet-Investitionsfonds CIIF erwarb goldene Aktien des Unternehmens und ermöglichte der Regierung so, Einfluss auf dessen Entscheidungen zu nehmen.
Wachstum von Zhipu AI
Zhipu AI wurde 2019 gegründet und stieg schnell zu einem der führenden Unternehmen im chinesischen KI-Sektor auf. Das Startup gilt als einer der „KI-Tiger“ Chinas
Im Laufe seiner Geschäftstätigkeit konnte Zhipu AI in mehreren Finanzierungsrunden Investitionen von großen Technologiekonzernen wie Tencent, Meituan und Xiaomitrac. Im Juli 2024 wurde Zhipu AI mit beeindruckenden 20 Milliarden Yuan bewertet, was etwa 2,8 Milliarden US-Dollar entspricht.
Im Januar 2025 setzte das US-Handelsministerium das Unternehmen und seine Tochtergesellschaften auf seine Exportkontrollliste. Diese Maßnahme war eine Folge der Bemühungen der Biden-Regierung, die technologische Entwicklung Chinas zu behindern.
Wie erwartet, bedeutete die Aufnahme auf die schwarze Liste einen spürbaren Rückschlag für Zhipu AI, da der Zugang zu US-Komponenten und -Technologien eingeschränkt wurde, was den Betrieb und das Wachstum des Unternehmens verlangsamte. Das Startup wurde neben anderen führenden chinesischen KI-Unternehmen im Bereich Sprachmodelle wie Moonshot AI, MiniMax und 01.ai namentlich genannt.
Die US-Regierung nannte Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit als Begründung für ihre Entscheidung und behauptete, Zhipu AI fördere Chinas militärische Fähigkeiten durch fortgeschrittene KI-Forschung.
Das Startup erklärte, es sei „entschiedentroneinverstanden“ mit dem Vorgehen der Vereinigten Staaten und die Behauptungen entbehrten jeder faktischen Grundlage.
Chinas Unterstützung
Nach der US-Sanktionierung erklärte ein Investor von Zhipu AI, dass die US-Maßnahme den regulären Geschäftsbetrieb des Startups nicht beeinträchtigen sollte, da der Großteil des Geschäfts im Inland angesiedelt sei. Der Investor fügte hinzu, dass die gezielte Bestrafung des Startups durch die USA ihm sogar zugutekommen und seine Position in China stärken könnte, da der Angriff der Regierung einen Anreiz biete, das Wachstum des Unternehmens zu fördern.
Dieser Investor sollte Recht behalten. Angesichts der Herausforderungen, vor denen Zhipu AI stand, sprangen chinesische Staatsunternehmen ein, um das Wachstum und die kontinuierliche Innovation des Startups zu unterstützen. Vor den US-Sanktionen wurde das Startup bereits vom staatlichen Sozialversicherungsfonds, Tencent, Alibaba Cloud, den Risikokapitalgesellschaften HongShan und Hillhouse sowie dem saudi-arabischen Fonds P7 unterstützt.
Zuletzt erhielt das Unternehmen eine Investition von 500 Millionen Yuan von der Huafa Group, einem Mischkonzern mit Sitz in Zhuhai, Provinz Guangdong. Das Startup hatte zuvor in einer Finanzierungsrunde über eine Milliarde Yuan (ca. 137 Millionen US-Dollar) eingesammelt. Diese Milliarden-Yuan-Finanzierungsrunde wurde von weiteren staatlich geförderten Institutionen unterstützt, darunter der Hangzhou City Investment Group Industrial Fund und Shangcheng Capital.
Zhipu AI wird den jüngsten Kapitalzufluss nutzen, um sein GLM-Modell für große Sprachen weiterzuentwickeln und sein KI-Ökosystem auszubauen, wobei der Fokus insbesondere auf Unternehmen in der Provinz Zhejiang und der Wirtschaftszone des Jangtse-Deltas liegt.
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