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Yen-Carry-Trade ist schuld am Zusammenbruch der globalen Aktien- und Kryptomärkte

VonCollins J. OkothCollins J. Okoth
Lesezeit: 2 Minuten,
Yen-Carry-Trade ist schuld am Zusammenbruch der globalen Aktien- und Kryptomärkte
  • Die Bank von Japan erhöhte die Zinssätze und verursachte damit einen Einbruch an den globalen Aktienmärkten und dem Kryptomarkt.
  • Vor der Zinserhöhung vergab die Bank von Japan günstige, auf Yen lautende Kredite in Billionenhöhe. 
  • Bitcoin und Ethereum fielen innerhalb von weniger als 24 Stunden um 18 % bzw. 26 %.

Am 5. August erlebten sowohl die Kryptomärkte als auch die globalen Finanzmärkte einen der schwersten Einbrüche der jüngeren Geschichte. Beobachter machen die japanische Zentralbank für ihre monatelange Unterstützung von Niedrigzinskrediten verantwortlich. Sie prognostizieren zudem, dass das Schlimmste bald überstanden sein könnte und sich Kryptowährungen rasch erholen könnten.

Manche glauben, die steigenden Kosten für Yen-Kredite seien für den Crash verantwortlich. Kobeissi Letter, eine führende globale Kommentierungsplattform für die Finanzmärkte, schrieb, der Yen-Carry-Trade habe das Chaos an den Finanzmärkten verursacht. 

Die Bank von Japan (BoJ) erhöhte den Leitzins mit 7 zu 2 Stimmen von 0,1 % auf 0,25 %. Dies stärkte den Yen und erschwerte den Yen-Carry-Trade. Es ist die zweite Zinserhöhung seit 2007, dem Jahr, in dem die Negativzinspolitik beendet wurde.

Die Bank von Japan trägt die Schuld am Blutvergießen an den globalen Märkten

Vor der Zinserhöhung liehen sich Anleger Yen zu außergewöhnlich niedrigen Zinssätzen und nutzten diese Kredite als Hebel, um in renditestärkere Anlagen auf anderen Märkten zu investieren. Die Kreditnehmer, darunter Privatanleger und institutionelle Investoren, waren besorgt über die Abwertung des Yen gegenüber ausländischen Währungen. 

Laut dem Kobeissi-Brief liehen sich die Investoren Yen und tauschten die Währung intronWährungen wie den US-Dollar um, wodurch sie einen nahezu kostenlosen Margin Call erhielten.

Der Kryptomarkt wird hauptsächlich von kurzfristigen Transaktionen institutioneller Anleger bestimmt, die primär von der Volatilität der Kryptowährungen profitieren. Diese institutionellen Anleger setzen stark auf Hebelwirkung, um ihre Kaufkraft zu erhöhen und ihre Gewinne zu maximieren. 

Japan hat sich in letzter Zeit durch die Vergabe günstiger Kredite zu einem wahren Magneten für diese Investoren entwickelt. Einem Bericht der ING Bank zufolge erreichten die in Yen denominierten Kredite an ausländische Kreditnehmer mit 2 Billionen US-Dollar einen Höchststand – den höchsten Wert seit zwei Jahren.

Der Yen gewinnt gegenüber dem US-Dollar an Stärke

Der USD/JPY-Wechselkurs fiel von einem Höchststand von 161 Mitte Juli auf 145, wodurch Yen-Kredite für Kreditnehmer teurer wurden. Im Juli stiegen die US-Arbeitslosenzahlen zudem sprunghaft an. 

Infolgedessen gerieten Händler in Panik und leiteten Liquidationen in Milliardenhöhe ein, entweder aufgrund von Nachschussforderungen oder indem sie die notwendigen Vorkehrungen zur Risikominderung trafen. Auch die globalen Märkte brachen massiv ein. So fiel beispielsweise der S&P 500-Index um 5 % und erschütterte damit die US-Märkte.

In einem Interview mit CNBC hob der amerikanische Investor Kyle Bass hervor dass japanische Kleinsparer aus Angst vor einem Kaufkraftverlust des Yen in Dollar-Anlagen investierten.

Der Ausverkauf ließ Bitcoin und Ethereum innerhalb von weniger als 24 Stunden um zweistellige Prozentzahlen einbrechen. Bitcoin verlor 18 %, Ethereum sogar 26 %. Bitcoin hatte im Juli die Marke von 70.000 US-Dollar überschritten, bevor er am 5. August auf unter 49.000 US-Dollar fiel. Ethereum hingegen erreichte im Juli kurzzeitig ein Hoch von 3.500 US-Dollar, bevor der Kurs auf 2.100 US-Dollar sank.

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