OpenAI hat bisher Verträge im Wert von 10 Milliarden Dollar abgeschlossen: Hier erfahren Sie, warum das Unternehmen Google, Amazon und Intel ausgestochen hat
- OpenAI hat einen 10 Milliarden Dollar schweren Chip-Deal mit Cerebras unterzeichnet, um über Nvidia hinaus zu expandieren.
- Broadcom wird 10 Gigawatt an kundenspezifischen KI-Chips bauen, die von OpenAI entwickelt wurden.
- Amazon und Google haben zwar Verträge, aber ihre Chips werden von OpenAI nicht verwendet.
OpenAI hat bereits Chip- und Cloud-Verträge im Wert von 10 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Keiner dieser Verträge verschafft Intel, Google oder Amazon eine dominante Stellung. Das ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis der bewussten Entscheidung von OpenAI, sich nicht von einem dieser Giganten abhängig zu machen. OpenAI will die Marktmacht breit streuen, schnell skalieren und die Kontrolle behalten.
Nachdem Nvidia im November die Gewinnerwartungen deutlich übertroffen hatte, erklärte Jensen Huang den Investoren: „Alles, was OpenAI macht, läuft heute auf Nvidia.“ Das stimmt im Moment noch. Aber das wird sich bald ändern.
In derselben Woche schloss OpenAI einen 10-Milliarden-Dollar-Deal mit Cerebras ab, einem deutlich kleineren Chiphersteller, der an die Börse gehen wollte. Dies war nicht einfach nur ein weiterer Deal. Er war Teil einer größeren Strategie: neue Partner einbinden, mehr Chips beschaffen, schneller entwickeln, unabhängig sein.
OpenAI setzt auf Cerebras, Broadcom und AMD, um seine Chip-Investitionen breit zu streuen
Der Cerebras-Deal ist nur ein Teil des Ganzen. OpenAI gab bekannt, dass das Unternehmen bis 2028 in mehreren Phasen Cerebras-Chips mit einer Gesamtleistung von 750 Megawatt einsetzen wird. Diese Chips sollen die Ausführung großer Modelle und die Bewältigung komplexerer Aufgaben ermöglichen.
Dies folgt auf die letztjährige Investitionsoffensive im Infrastrukturbereich im Wert von 1,4 Billionen US-Dollar, bei der OpenAI mit Nvidia, AMD und Broadcom zusammenarbeitete. Dadurch erreichte OpenAI auf dem privaten Kapitalmarkt eine Bewertung von 500 Milliarden US-Dollar.
Im September stellte Jensen 100 Milliarden US-Dollar von Nvidia , um OpenAI beim Aufbau von Systemen mit einer Leistung von 10 Gigawatt zu unterstützen. Das entspricht dem Jahresverbrauch von 8 Millionen Haushalten. Laut Jensen werden dafür 4 bis 5 Millionen GPUs benötigt. OpenAI setzt jedoch nicht alles auf ihn. Nur wenige Stunden nach dieser Ankündigung präsentierte das Unternehmen weitere Chips im Wert von 10 Gigawatt von Broadcom. Dabei handelt es sich nicht um Standardchips, sondern um speziell entwickelte KI-Beschleuniger, sogenannte XPUs. Broadcom arbeitet seit über einem Jahr mit OpenAI an deren Entwicklung.
Der Broadcom-Deal sorgte an der Wall Street für Furore. Der Aktienkurs schoss in die Höhe. Broadcom ist heute über 1,6 Billionen Dollar wert. So etwas passiert, wenn OpenAI einem einen Platz am Verhandlungstisch gibt.
Google, Amazon und Intel gehen leer aus, während OpenAI seinen eigenen Chip-Stack entwickelt
Amazon, Google und Intel spielen derweil kaum eine Rolle. OpenAI unterzeichnete im November einen Cloud-Vertrag über 38 Milliarden US-Dollar mit Amazon Web Services. Die Workloads werden in AWS-Rechenzentren ausgeführt. Amazon kündigte zudem an, neue Rechenzentren für OpenAI zu bauen.
Amazon investiert zwar über 10 Milliarden Dollar in das Unternehmen, doch es gibt noch keine Zusage, die hauseigenen Chips von Inferentia oder Trainium einzusetzen. Die Gespräche laufen zwar noch, aber nichts ist entschieden.
Google Cloud stellt im Rahmen eines im letzten Jahr unterzeichneten Vertrags ebenfalls Kapazitäten zur Verfügung. Auf die Frage nach der Nutzung von Googles Tensorprozessoren antwortete OpenAI jedoch mit Nein. Man sei nicht interessiert, selbst nicht, wenn Broadcom bei der Herstellung dieser Chips mitwirke.
Und dann ist da noch Intel. Laut Reuters hatte das Unternehmen vor Jahren die Chance, in OpenAI zu investieren und Chips zu liefern. Es hat sie verpasst. Jetzt hinkt es allen anderen hinterher.
Im Oktober versuchte Intel aufzuholen. Das Unternehmen präsentierte einen Chip namens Crescent Island. Dieser ist für KI-Inferenz konzipiert und soll mehr Speicher und eine bessere Energieeffizienz bieten. Die ersten Tests werden aber erst Ende 2026 beginnen.
Um im KI-Bereich zu überleben, musste Intel Geld von Nvidia und der US-Regierung annehmen. Die Wall Street wird nächste Woche sehen, ob das etwas gebracht hat, wenn Intel die Quartalszahlen der Technologiebranche veröffentlicht.
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