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Warum ist Bitcoin plötzlich um 8 % auf 77.000 US-Dollar gestiegen, während Ether und XRP ebenfalls stark gestiegen sind?


- Bitcoin stieg um 8 % über 77.000 US-Dollar, während das offene Interesse auf 122,46 Milliarden US-Dollar kletterte und die Liquidationen auf 497,40 Millionen US-Dollar anstiegen, was zeigt, dass Händler schnell einsteigen.
- Ether stieg um 8 % auf 2.350 US-Dollar, XRP legte um 4 % auf 1,40 US-Dollar zu und Solana gewann 6 % auf 86,30 US-Dollar, was eher auf eine breite Kryptobewegung als auf einen Bitcoin-Ausschlag hindeutet.
- Die Dynamik im Kryptobereich nimmt zu, wobei der RSI weiterhin bei neutralen 57,74 liegt und der Altcoin Season Index bei 34, was darauf hindeutet, dass die Rallye an Fahrt gewinnt, aber noch nicht in eine ausgewachsene Risiko-Manie umgeschlagen ist.
Live-Berichterstattung
US-Aktien erfahren neue Unterstützung von großen Wall-Street-Firmen, da die Anleger darauf wetten, dass das Schlimmste des US-Iran-Schocks möglicherweise nicht von Dauer ist.
Am späten Montag stufte Citigroup US-Aktien von „Neutral“ auf „Übergewichten“ hoch. Die Bank erklärte, sie sehe weiterhin Aufwärtspotenzial bis zum Jahresende, da sie davon ausgehe, dass sich der Konflikt letztendlich beruhigen werde.
Beata Manthey schrieb, dass Citi bis Jahresende weiterhin mit Aufwärtspotenzial rechnet, falls der Krieg zwischen den USA und dem Iran einer Beendigung entgegengeht. Sie erklärte außerdem, die Auswirkungen auf Konsumausgaben, Inflation und die Zinsentscheidungen der Federal Reserve seien verkraftbar, solange der aktuelle Waffenstillstand in den kommenden Wochen zu einer breiteren Entspannung der Kämpfe führe.
Der Markt hat diese Widerstandsfähigkeit bereits unter Beweis gestellt. Am Montag schloss der S&P 500 bei 6.886,24 Punkten und machte damit die Verluste seit Beginn des Konflikts wieder wett.
Zu Beginn des Ausverkaufs im März war der Index beinahe in den Korrekturbereich gerutscht und um bis zu 9,1 % gegenüber dem Rekordschlussstand vom Januar gefallen.
Citi war nicht allein. Auch BlackRock stufte am Montag seine Einschätzung für US-Aktien von „Neutral“ auf „Übergewichten“ hoch. Das Unternehmen begründete dies mit zwei Faktoren, die zu dieser Risikoeinstufung geführt hätten.
Zum einen gab es klare Anzeichen dafür, dass die Wasserwege durch die Straße von Hormus wieder geöffnet werden könnten. Zum anderen war besser erkennbar, dass die umfassenderen makroökonomischen Schäden eingedämmt wurden.
Innerhalb des Marktes lenkt Citi die Aufmerksamkeit der Anleger auf die Bereiche Rohstoffe, Gesundheitswesen und Technologie.
Bitcoin ist im Laufe des Tages unerwartet um 6,5 % gestiegen und notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels über 75.000 US-Dollar.
Ether stieg um 8 % auf 2.350 US-Dollar, XRP legte um 4 % auf 1,40 US-Dollar zu, während Solana um 6 % zulegte und zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei 86,30 US-Dollar gehandelt wurde (laut Daten von Coinglass).
Bei den Derivaten stieg das offene Interesse an Kryptowährungen sprunghaft auf 122,46 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 7,95 %, während die Liquidationen 497,40 Millionen US-Dollar erreichten, ein Plus von 78,91 %.
Abgesehen vom Kryptomarkt zeigte sich der Gesamtmarkt am Dienstag stabil. Die S&P-500-Futures stiegen am Montagabend um 0,06 %, die Dow-Jones-Industrial-Average-Futures legten um 10 Punkte bzw. 0,02 % zu und die Nasdaq-100-Futures gewannen knapp 0,2 %.
Im Anschluss daran verlief die reguläre Handelssitzungtron, wobei die Anleger den Abbruch der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran am Wochenende ignorierten und an der Ansicht festhielten, dass eine Einigung doch noch möglich sei.
Donald Trump behauptete am Montag: „Wir wurden von der Gegenseite kontaktiert.“ Er sagte außerdem: „Sie möchten unbedingt eine Einigung erzielen.“
Technologiewerte führten den Aufwärtstrend an. Der State Street Technology Select Sector SPDR Fund (XLK) legte um rund 2 % zu, während der S&P 500 um 1 % stieg. Der Kursanstieg vom Montag machte die Verluste des Index seit Beginn des Iran-Krieges wett.
Auch ein erneuter Anstieg der Energiepreise ließ die Anleger kalt. West Texas Intermediate (WTI) schloss mit einem Plus von 2,6 % bei 99,08 US-Dollar pro Barrel, während Brent um mehr als 4 % auf 99,36 US-Dollar zulegte. Der Preisanstieg erfolgte, nachdem die USA eine Blockade in der Straße von Hormus verhängt hatten.
Nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf die am Dienstag anstehenden Quartalsberichte von JPMorgan Chase, Johnson & Johnson, Wells Fargo und Citigroup.
Bei den Metallen notiert Gold zum Redaktionsschluss bei 4.780 US-Dollar pro Unze und hat damit den Großteil der 0,6 % wieder wettgemacht, die es in den beiden vorangegangenen Handelstagen verloren hatte. Trotz einer moderaten Erholung in den letzten Wochen liegt der Goldpreis seit Beginn von Trumps Krieg am 28. Februar immer noch rund 10 % im Minus.
Was man wissen sollte
Bitcoin, Ether, XRPund Solana verzeichnen Kursgewinne, da Händler wieder verstärkt auf Risiken setzen. Stabile Aktienkurse, Goldpreise und die Hoffnung auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran stützen den Markt.
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