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Was kann KI für die afrikanischen Volkswirtschaften leisten?

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Was kann KI für die afrikanischen Volkswirtschaften leisten?
  • Künstliche Intelligenz hilft dabei, reale Probleme in Afrika zu lösen, von der medizinischen Diagnostik bis hin zum Bildungswesen.
  • Technologiegiganten wie Google und Microsoft investieren in KI-Infrastruktur auf dem gesamten Kontinent.
  • Künstliche Intelligenz könnte die Ungleichheit in Afrika verstärken, da Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Datenausbeutung bestehen.

Künstliche Intelligenz (KI) dringt immer stärker in die Wirtschaftsstrukturen Afrikas ein. Während sich die meisten Diskussionen über KI auf die Industrieländer konzentrieren, ist es unerlässlich zu betrachten, wie diese Technologie einige der ärmsten Regionen der Erde verändert.

In Sambia trägt KI zur Verbesserung der medizinischen Diagnostik bei. In Kenia nutzen Landwirte maschinelles Lernen, um Pflanzenkrankheiten zu erkennen. Äthiopischedentverwenden KI, um Lernmaterialien an ihre Bedürfnisse anzupassen.

Die Realität der KI in Afrika

Prognosen zufolge könnte KI der afrikanischen Wirtschaft in den nächsten zehn Jahren über 30 Milliarden US-Dollar zusätzlich einbringen. Bis 2030 könnte sie das Wirtschaftswachstum des Kontinents um gewaltige 2,9 Billionen US-Dollar ankurbeln.

Das entspricht einem jährlichen Wachstum von 3 %, was für Entwicklungsländer enorm ist. Wenn afrikanische Unternehmen nur 10 % des globalen KI-Marktes erobern, könnten dadurch rund 1,2 Billionen US-Dollar generiert werden. Dies könnte der Wirtschaft des gesamten Kontinents einen bedeutenden Schub verleihen.

Manche Experten glauben, dass KI Afrika helfen kann, Entwicklungsphasen zu überspringen, die der Westen mühsam durchlaufen musste. Erinnern wir uns daran, wie Mobiltelefone die afrikanische Wirtschaft revolutionierten, indem sie Festnetzanschlüsse überflüssig machten? Das Prinzip ist dasselbe.

Bill Gates sagte kürzlich, dass gut funktionierende digitale Systeme Regierungen stärken können. Er glaubt, dass KI diesen Trend noch beschleunigen könnte.

Es wird erwartet, dass Subsahara-Afrika bis 2030 in ein „digitales Jahrzehnt“ eintreten wird, in dem über die Hälfte der Bevölkerung Zugang zum Internet haben wird. Eine Steigerung des Internetzugangs um 1 % könnte das BIP um fast 6 % erhöhen.

Die großen Technologiekonzerne bringen KI nach Afrika

Microsoft kündigte kürzlich eine Investition von 1 Milliarde Dollar in Kenia an, darunter ein geothermisch betriebenes Rechenzentrum und ein Innovationslabor.

Derdent des Unternehmens, Brad Smith, verglich KI mit dem Buchdruck und der Elektrizität und merkte an, dass Afrika den Zugang zur Elektrizität verpasst habe, aber nicht den Zugang zu KI verpassen müsse.

derweil Google einen Schritt voraus und eröffnete 2018 ein KI-Forschungszentrum in Ghana und 2022 ein weiteres in Kenia.

Zudem hat das Unternehmen eine Milliarde Dollar in die digitale Infrastruktur in ganz Afrika investiert, darunter ein Unterseekabel, das den Kontinent mit Australien und Europa verbindet.

Im Forschungszentrum in Ghana arbeiten Ingenieure mit KI an der Lösung afrikanischer Probleme. Jason Hickey, der das Team leitet, ist von der transformativen Kraft der KI für Afrika überzeugt. Sie nutzen KI, um Hungersnöte vorherzusagen und Gebäude in informellen Siedlungen zu kartieren.

Eines der größten Potenziale der KI liegt im Bildungsbereich. Dort, wodentin ihrer Zweit- oder Drittsprache lernen, könnte KIdenthelfen, in ihrer Muttersprache zu lernen.

Das Gesundheitswesen ist ein weiterer Bereich. Künstliche Intelligenz hilft bei der Analyse von Ultraschallbildern, die von Laien mit tragbaren Geräten aufgenommen wurden. In den meisten afrikanischen Ländern fehlen ausgebildete Ultraschalluntersucher und die nötige Ausrüstung, sodass 95 % der Schwangeren keinen Zugang zu adäquaten Untersuchungen haben.

Eine KI-Studie in Sambia ergab, dass die Technologie die Gesundheit von Föten genauso gut beurteilen kann wie ausgebildete Ultraschalluntersucher. Solche Technologien könnten auf dem gesamten Kontinent Leben retten.

Doch es ist nicht alles rosig. Manche befürchten, dass KI die Ungleichheit beim Zugang zu Gütern und Dienstleistungen verschärfen könnte. Afrika ist ohnehin schon stark von Klassendenken geprägt.

Auch die Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes nehmen zu. Im Jahr 2020 Ghana 10.000 Sicherheitskameras aus China, die KI-gestützte Gesichtserkennung nutzen.

Künstliche Intelligenz kann zum Guten eingesetzt werden, aber was passiert, wenn sie in die falschen Hände gerät? Mit KI-gestützter Überwachung wird Tyrannei deutlich einfacher.

Einige afrikanische Aktivisten befürchten einen „Datendiebstahl“. Sie haben Angst, dass große US-Konzerne afrikanische Daten sammeln, um ihre Dienstleistungen anderswo zu verkaufen.

Afrikanische Arbeitskräfte werden häufig eingesetzt, um KI-Modelle für Unternehmen wie Google zu trainieren, manchmal für nur 2 US-Dollar pro Stunde. Die von ihnen generierten Daten kommen letztendlich anderen Teilen der Welt zugute.

Die sprachliche Vielfalt Afrikas stellt eine weitere Herausforderung dar. Viele afrikanische Sprachen werden mündlich überliefert, was bedeutet, dass es nicht genügend schriftliche Inhalte gibt, um KI-Modelle zu trainieren.

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Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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