Google hat mit Kairos Power einen bedeutenden Vertrag über den Kauf von Kernenergie aus kleinen modularen Reaktoren (SMRs) unterzeichnet. Diese Initiative soll die wachsenden Energieprobleme in den Vereinigten Staaten lösen und insbesondere die Entwicklung der Branche für künstliche Intelligenz (KI) fördern.
Kairos Power plant, den ersten Reaktor bis 2030 in Betrieb zu nehmen, weitere Einheiten sollen bis 2035 folgen. Ziel ist es, den US-amerikanischen Stromnetzen zwischen 300 und 500 MW saubere Energie bereitzustellen.
Diese Vereinbarung unterstreicht den Bedarf an stabiler Grundlastversorgung, die mit fluktuierenden erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonne kombiniert werden kann. Für Google ist die Integration von SMRs in sein Portfolio an sauberen Energien sowohl für die Geschäftskontinuität als auch für den Betrieb seiner Rechenzentren unerlässlich.
Kairos Power benötigt noch die Genehmigung der US-Atomaufsichtsbehörde (NRC) für die Planung und den Bau des Kraftwerks. Das Unternehmen hat bereits die Genehmigung für eine Pilotanlage in Tennessee erhalten, die voraussichtlich 2027 in Betrieb gehen wird. Derzeit betreibt es eine Entwicklungsanlage in Albuquerque, New Mexico, in der Testeinheiten montiert werden, um einzelne Komponenten und Subsysteme zu evaluieren.
Die Umweltauswirkungen von SMRs werden weiterhin untersucht
Obwohl Kernenergie als klimaneutrale Energiequelle gilt, sind die zukünftigen Auswirkungen von SMRs auf Umwelt und Wirtschaft noch unklar. Bau und Betrieb von Kernkraftwerken erfordern zahlreiche Rohstoffe, und die Entsorgung radioaktiver Abfälle ist weiterhin ungeklärt.
Diese Zusammenarbeit scheint einem Muster zu folgen, das auch bei anderen großen Technologieunternehmen im Nuklearsektor zu beobachten ist. Der Aufstieg von Technologien der künstlichen Intelligenz und der damit einhergehende hohe Energieverbrauch haben Unternehmen wie Microsoft und Amazon dazu veranlasst, ähnliche Vereinbarungen anzustreben.
So arbeitete Microsoft beispielsweise mit Constellation Energy zusammen, um eine Einheit des Kernkraftwerks Three Mile Island ans Netz zu bringen. Amazon hingegen erwarb dieses Jahr ein mit Kernenergie betriebenes Rechenzentrum von Talen Energy.

