Die Nervosität an der Wall Street vor der Wahl: Fokus auf die Gewinne und Daten der Megacaps

Die Wall Street steht kurz vor einer Flut von Unsicherheit – genau das, was sich jeder Investor kurz vor einer Wahl wünscht.
Nächste Woche werden fünf der sieben größten Technologiekonzerne (Alphabet, Microsoft, Meta Platforms, Amazon und Apple) ihre neuesten Geschäftszahlen veröffentlichen, wobei zur Abrundung noch einige weitere Daten einfließen werden.
Alphabet macht am Dienstag den Anfang, gefolgt von Microsoft und Meta am Mittwoch und Amazon und Apple am Donnerstag. Darüber hinaus stehen Daten zu Arbeitsmarkt, Inflation und BIP an, die für Aufsehen sorgen dürften.
Es überrascht nicht, dass der Volatilitätsindex der CBOE, der Angstbarometer der Wall Street, steigt. Zum Vergleich: Der Dow Jones und der S&P 500 verzeichneten gerade ihre längste sechswöchige Gewinnserie seit Dezember, die nun aber wohl enden wird, selbst wenn sie den Monat am Ende noch im Plus abschließen könnten.
Die Renditen von Staatsanleihen stiegen sprunghaft an, wobei die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen die 4,25%-Marke knackte, bevor sie sich wieder etwas auf 4,2% erholte.
Alle Augen auf die Mag Seven
Die Hoffnungen der Anleger ruhen auf den „Magnificent Seven“, doch die Begeisterung um diese großen Namen hat definachgelassen. Für das dritte Quartal wird ein Wachstum von rund 18 % im Vergleich zum Vorjahr erwartet, was deutlich unter den 35 % des Vorquartals liegt.
Das trübt nicht nur die Stimmung, sondern bereitet einigen Wall-Street-Experten auch Sorgen. David Kostin von Goldman Sachs geht davon aus, dass die durchschnittliche jährliche Rendite des S&P 500 im nächsten Jahrzehnt auf 3 % sinken wird, gegenüber 13 % in den vergangenen zehn Jahren. Grund dafür sei die starke Gewichtung des Index im Technologiesektor.
Nicht alle sind jedoch von einer Untergangsstimmung geprägt. Für die übrigen Unternehmen des S&P 500, mit Ausnahme dieser sieben Tech-Giganten, wird laut FactSet kaum Wachstum erwartet – lediglich klägliche 0,1 % im Quartal.
Es ist offensichtlich, dass diese wenigen Aktien den gesamten Markt nach wie vor tragen, und die Wall Street weiß das. Jeder Fehltritt dieser Aktien könnte das ganze System zum Einsturz bringen.
Der NASDAQ 100 dümpelt seit Kurzem nahe seinem Allzeithoch und stützt sich dabei auf die Performance der Technologieaktien. Doch die Anleger warten nicht einfach ab, sondern handeln, sichern Positionen ab und investieren cash in Fonds, um sich abzusichern.
Laut Daten von EPFR Global verzeichnete die Bank of America den größten cash seit vier Wochen. Die Marktteilnehmer bereiten sich auf alle Eventualitäten vor.
Datenflut: Arbeitsplätze, Inflation und BIP
Kommen wir nun zu den Zahlen. Am Mittwoch werden die BIP-Daten für das dritte Quartal veröffentlicht. Erwartet wird ein Anstieg von 2,1 Prozent, was unter den vorherigen 3 Prozent liegt.
Am Donnerstag dürfte der Kernindex des privaten Konsums (PCE), der von der US-Notenbank bevorzugte Inflationsindikator, einen leichten Rückgang der Inflation auf 2 % gegenüber 2,2 % im Vormonat zeigen. Den Abschluss bildet am Freitag der Arbeitsmarktbericht für Oktober, der voraussichtlich einen Zuwachs von rund 140.000 Stellen ausweisen wird.
Im Laufe der Woche werden weitere Daten veröffentlicht: Am Dienstag erscheinen die JOLTS-Stellenangebote und der Verbrauchervertrauensindex für Oktober, Mitte der Woche folgen die noch ausstehenden Daten zu Hausverkäufen. Die Analysten der Wall Street warten ungeduldig auf einen Grund für eine positive Einschätzung, insbesondere da die Wahlen eine typische Jahresendrallye auslösen könnten.
Historisch gesehen steigen Aktienkurse zum Jahresende, insbesondere in Wahljahren. Nicole Inui, Leiterin der Aktienstrategie bei HSBC, hat ihr den S&P 500 auf 5.900 Punkte angehoben und begründet dies mit einem soliden Wirtschaftswachstum und einem optimalen Verhältnis von Wachstum und sinkender Inflation.
„Die Zeichen stehen gut für ein positives Marktszenario“, sagte sie und verwies auf Daten, die die Markterwartungen entweder beflügeln oder zunichtemachen könnten.
Aber seien wir ehrlich, Optimismus hat Grenzen. Sollte auch nur einer dieser Datenpunkte nicht den Erwartungen entsprechen, könnte das die Lage erheblich verändern. Anzeichen dafür gibt es bereits, da die Anleiherenditen wieder steigen.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichte kürzlich über 4,25 %, bevor sie sich wieder stabilisierte. Der ICE BofA MOVE Index für Anleihenvolatilität verzeichnete den größten monatlichen Anstieg seit Beginn der Pandemie. Auch die Aktienmärkte spürten die Auswirkungen: Der S&P 500 gab letzte Woche um fast 1 % nach.
Bitcoinunberechenbare Rolle
Bitcoinhält sich derweil stabil über 66.500 US-Dollar, dank der anhaltendentronder Krypto-Bullen. Analysten von Kraken gehen davon aus, dass der Aufwärtstrend anhält, solange Bitcoin über diesem Niveau notiert. Damit deutet alles auf einen erneuten Test des Allzeithochs von 73.679 US-Dollar hin, das im März erreicht wurde.
Sollte der Kurs diese Marke überschreiten, gehen Analysten davon aus, dass dies den Beginn der mit Spannung erwarteten neuen Rallye und damit eine weitere Aufwärtsdynamik auslösen könnte. Investoren behalten jedoch Faktoren wie hohe Mining-Kosten, geringe Hashrate-Rentabilität und die großen Bitcoin Bestände an den Börsen im Auge – allesamt Faktoren, die den Kursanstieg bremsen könnten.
Und dann natürlich die US-Wahlen. Beidedenthaben ihre Unterstützung für Blockchain und Kryptowährungen auf ihre Weise öffentlich bekundet. Der Markt wird voraussichtlichtronreagieren, unabhängig vom Wahlausgang. Doch die Reaktion könnte negativ ausfallen.
Die Anleger sind vorsichtig, obwohl Bitcoin mittlerweile zu den zehn größten Vermögenswerten weltweit nach Marktkapitalisierung zählt und sich mit Giganten wie TSMC, Berkshire Hathaway, Tesla und Walmart messen kann.
Einige Anleger bleiben jedoch vorsichtig und bevorzugen die stabilen Renditen traditioneller Anlagen und festverzinslicher Wertpapiere mit einer Rendite von 4,7 % gegenüber der Volatilität von Bitcoin.
„Die Bullen haben die Kontrolle fest im Griff, und solange Bitcoin derzeit Bitcoin sicher, sollte er diese Marke jedoch nicht halten können, sind heftige Kursschwankungen möglich.
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