Der Wall-Street-Analyst Gordon Johnson von GLJ Research hat eine äußerst pessimistische Prognose für die Tesla-Aktie abgegeben. Johnson nannte mehrere Gründe für seine Warnung, dass die Aktie in diesem Jahr massive Verluste erleiden könnte. Er merkte an, dass dies langfristig zu erheblichen Problemen für das Unternehmen führen könnte.
Johnsons Prognose folgt auf die Tatsache, dass Teslas Auslieferungen im vierten Quartal 2024 die Erwartungen nicht erfüllten. Trotzdem verzeichnete die Aktie am 3. Januar einen leichten Anstieg und kletterte nach einem Plus von 8 % auf 410,44 US-Dollar.
Laut Johnsons Beitrag auf X befindet sich Tesla in geschäftlichen Schwierigkeiten, eine Entwicklung, die sich deutlich auf den Aktienkurs auswirken könnte.
Analyst erklärt, warum die Tesla-Aktie fallen könnte
In seinem Beitrag auf X erklärte Johnson, dass Tesla zum ersten Mal in seiner Geschichte mit rückläufigen Verkaufszahlen zu kämpfen habe. Dies könne sich laut Johnson in einer schlechteren Gewinnmarge niederschlagen, wenn die Ergebnisse für 2024 veröffentlicht werden.
„Für das eigentliche Geschäft von $TSLA sieht es schlecht aus. Die Umsätze lagen zum ersten Mal unter dem Wachstumsniveau, und die Margen werden bei der Veröffentlichung der Ergebnisse des vierten Quartals wahrscheinlich einen regelrechten Einbruch erleben“, sagte Johnson.
1/2 Die Lage für das eigentliche Geschäft von Tesla (TSLA) ist düster. Der Umsatz ist erstmals unter das Wachstumspotenzial gefallen, und die Margen werden nach Veröffentlichung der Ergebnisse des vierten Quartals voraussichtlich massiv einbrechen. Und die Wettanbieter prognostizieren für das erste Quartal 2025 einen Umsatz von 395.000 Einheiten, gegenüber 495.000 im vierten Quartal (-20 % im Vergleich zum Vorquartal). Das ist eine Katastrophe. https://t.co/DRob74DfPp pic.twitter.com/ThplEwkgNv
— Gordon Johnson (@GordonJohnson19) 4. Januar 2025
Analysten prognostizieren für Tesla im vierten Quartal 2024 einen durchschnittlichen Gesamtumsatz von rund 27,18 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 8 % gegenüber dem Umsatz von 25,17 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2023 entspricht. Der Jahresumsatz soll um 3 % auf 99,63 Milliarden US-Dollar steigen, gegenüber 96,77 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023.
Unterdessen zeigte Teslas Bericht für das vierte Quartal 2024 einen Rückgang der Auslieferungen auf 495.570 Fahrzeuge, verglichen mit den von Analysten erwarteten 504.770. Auch die Gesamtzahl der Auslieferungen im laufenden Jahr sank auf 1,79 Millionen gegenüber 1,81 Millionen im Jahr 2023.
Obwohl die Produktionszahlen zufriedenstellend waren, sorgte der Rückgang der jährlichen Auslieferungen angesichts des aggressiven Marktanteilswachstums, das durch die Verbindung von Elon Musk dent Donald Trump beeinflusst wurde, für Verwunderung.
Tesla hatte 2024 mit erheblichen Herausforderungen zu kämpfen, da der Nachfragerückgang durch die Konkurrenz von Rivalen wie Hyundai noch verschärft wurde. Musk hatte ursprünglich ein verlangsamtes Wachstum für 2024 prognostiziert – eine Realität, die sich nun für das Unternehmen bewahrheitet hat.
Die Zukunft der Tesla-Aktie
Laut Johnson lässt sich die Fähigkeit der Tesla-Aktie, trotz Nichterfüllung der Analystenerwartungen zu steigen, auf einen Anstieg des Optionshandels zurückführen. Er merkte an, dass der Aktienkurs durch massive Käufe von Call-Optionen nach oben getrieben werde. Diese von spekulativen Händlern diktierten Bewegungen stellten eine legale Manipulation des Aktienkurses dar.
Zudem erwähnte er, dass diese Entwicklung von den sich verschlechternden Fundamentaldaten des Unternehmens ablenkt. Weiterhin prognostiziert er negative Signale für die Aktie, da das Unternehmen mit rückläufigem Wachstum und verstärktem Wettbewerb zu kämpfen haben wird. Johnson vertritt seit jeher eine pessimistische Meinung zu der Aktie und merkt an, dass das Unternehmen überbewertet sei.
Johnson ist jedoch nicht der Einzige mit einer pessimistischen Einschätzung. Auch JPMorgan warnte, dass verschiedene Probleme, darunter Lieferengpässe und regulatorische Änderungen, das Unternehmen rund 3,2 Milliarden US-Dollar kosten könnten. JPMorgan stufte die Aktie daher auf „Untergewichten“ herab und setzte ein Kursziel von 135 US-Dollar fest.
Ein Argument gegen die pessimistischen Aussichten ist die Weiterentwicklung der Technologien für autonomes Fahren (FSD) und künstliche Intelligenz (KI). Das Unternehmen hat sich trotz Wettbewerb und Lieferengpässen auf beide Bereiche konzentriert. Auch wenn diese Schwerpunkte derzeit noch spekulativ sind, könnte dieser Schritt dem Unternehmen helfen, seine Führungsposition auf dem Markt für Elektrofahrzeuge zu behaupten.
Analysten haben auch die Vermutung geäußert, dass eine Tesla-freundliche Regulierung unter der Regierung von Donald Trump potenziell zum Erfolg verhelfen könnte.

