Das in Hongkong ansässige Unternehmen Victory Securities hat kürzlich seine Gebührenvorschläge für Bitcoin und Ethereum -ETFs veröffentlicht, kurz nachdem die regionalen Behörden den Handel mit diesen Kryptowährungen genehmigt hatten. Dieser Schritt von Victory Securities erfolgt mit Spannung erwartet, da die Hongkonger Wertpapier- und Futures-Kommission (SFC) noch keine vollständige Liste der zugelassenen ETF-Emittenten bekannt gegeben hat.
Laut einem Bericht, der am 20. April vom Blockchain-Journalisten Colin Wu übersetzt und veröffentlicht wurde, liegen die Gebühren für den Kauf von Bitcoin und Ethereum -ETFs auf dem Primärmarkt zwischen 0,5 % und 1 % des Transaktionsbetrags, wobei die Basisgebühr bei 850 US-Dollar liegt. Diese Gebührenstruktur gilt auch für den Sekundärmarkt, wo die Gebühren niedriger sind – 0,15 % für Online- und 0,25 % für Telefontransaktionen – und somit den unterschiedlichen Präferenzen der Anleger gerecht werden.
Bitcoin Ethereum in Hongkong veröffentlicht und seine Gebührenstruktur offengelegt. Hongkonger Wertpapierfirmen werben um potenzielle Kunden.
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) 20. April 2024
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Gebührenvergleich und Marktreaktion
Die Gebührenstruktur von Victory Securities orientiert sich stark an derjenigen US-amerikanischer Vermögensverwalter für vergleichbare Produkte. So erhebt Franklin Templeton beispielsweise für seinen Bitcoin Spot-ETF eine deutlich niedrigere Gebühr von 0,19 %, während die Gebühren anderer ETFs zwischen 0,20 % und 0,90 % schwanken. Im Gegensatz dazu berechnet der Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) eine höhere Gebühr von 1,5 %.
Die regulatorischen Rahmenbedingungen in Hongkong entwickeln sich weiter, wie Cointelegraph am 15. April mit der Meldung über die Zulassung von Spot-ETFs für Bitcoin und Ether in der Region verdeutlichte. Nach dem Vorbild der USA, wo Spot- bitcoin -ETFs bereits erhebliches Kapitaltrachaben, setzt Hongkong mit seinen Maßnahmen einen neuendent für Kryptowährungsinvestitionen in Asien.
Regionale Auswirkungen und zukünftige Entwicklungen
Drei chinesische Offshore-Vermögensverwalter, darunter die Hongkonger Niederlassungen von Harvest Fund Management, Bosera Asset Management und China Asset Management (ChinaAMC), stehen kurz vor der Einführung ihrer Bitcoin und Ether-ETFs. Diese Entwicklungen folgen auf die kürzliche Zulassung von drei ETF-Anbietern durch die SFC und deuten auf eine positive Dynamik in diesem Sektor hin.
ChinaAMC bereitet sich aktiv auf die Einführung seiner ETFs vor, wobei OSL Digital Securities als Depotbank fungieren soll. Auch Harvest Global und Bosera International haben die erforderlichen behördlichen Genehmigungen erhalten, bieten ihre ETFs aber noch nicht an.
Trotz der Begeisterung in Hongkong bleibt der chinesische Markt nach dem harten Vorgehen gegen Kryptowährungen im Jahr 2021 weiterhin restriktiv gegenüber dem Handel mit diesen. Hongkong etabliert sich jedoch zunehmend als reguliertes Krypto-Zentrum und will international mit großen Finanzzentren wie Dubai und Singapur konkurrieren. Die Strategie des Territoriums sieht unter anderem vor, durch die neu zugelassenen ETFs auch Investoren vom chinesischen Festland den Zugang zu Kryptowährungen zu ermöglichen.
Die globale Finanzwelt verfolgt aufmerksam Hongkongs innovative Schritte bei der Zulassung des ersten Ether-ETFs, trotz der Zurückhaltung der US-Börsenaufsicht SEC gegenüber einem ähnlichen Produkt. Vermögensverwalter und Investoren passen ihre Strategien an diese Entwicklungen an und hoffen, die neuen Chancen des sich wandelnden regulatorischen Rahmens in Hongkong nutzen zu können.
Mit der zunehmenden Reife des Kryptomarktes wird erwartet, dass die Einführung von ETFs in Hongkong mehr traditionelle Investoren anzieht und ihnen eine sicherere und regulierte Möglichkeit bietet, in Kryptowährungen zu investieren. Angesichts der Milliarden von Dollar, die in US-amerikanischen bitcoin -ETFs gehandelt werden, könnte der Hongkonger Markt einen ähnlichen Zustrom erleben und die Investitionslandschaft der Region nachhaltig verändern.

