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US-Aktien erleben ein fantastisches Wochenende – das ist der Grund

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten,
US-Aktien erleben ein fantastisches Wochenende – das ist der Grund
  • Nach einem schwächer als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktbericht für April legten die US-Aktienkurse deutlich zu und weckten Hoffnungen auf eine bevorstehende Zinssenkung durch die Federal Reserve.
  • Der Dow Jones stieg um 1,18 %, der S&P 500 um 1,26 % und der Nasdaq um 1,99 % und verzeichneten damit allesamt deutliche Zuwächse.
  • Das Beschäftigungswachstum blieb hinter den Erwartungen zurück, es wurden lediglich 175.000 neue Stellen geschaffen, und die Lohnsteigerungen fielen geringer aus als prognostiziert, was die Inflationssorgen etwas dämpfte.

Der Freitag brachte frischen Wind an den US-Aktienmarkt und machte ihn zu einem herausragenden Performer. Die Kurse stiegen sprunghaft an, angetrieben von der Erwartung, dass die Federal Reserve die Zinsen früher als erwartet senken könnte. Ein schwächer als erwartet ausgefallener Bericht zum Beschäftigungswachstum im April gab den Anstoß und entfachte Hoffnungen bei den Anlegern.

Der Dow Jones Industrial Average legte um 450,02 Punkte zu, was einem Anstieg von 1,18 % entspricht, und schloss bei 38.675,68 Punkten. Der S&P 500 stand ihm in nichts nach und stieg um 1,26 % auf 5.127,79 Punkte – sein bestes Ergebnis seit Februar. Der technologieorientierte Nasdaq Composite folgte dicht dahinter mit einem Plus von 1,99 % und beendete den Handelstag bei 16.156,33 Punkten.

Marktoptimismus beflügelt Rallye

Anleger hatten gleich mehrere Gründe zur Freude. Der US-Arbeitsmarktbericht für April zeigte, dass 175.000 neue Stellen geschaffen wurden, was unter den Prognosen von Ökonomen von 240.000 lag. Dieser unerwartete Rückgang des Stellenwachstums, gepaart mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosenquote von 3,8 % im Vormonat auf 3,9 %, deutete auf eine Abkühlung des Arbeitsmarktes hin. Zudem stiegen die Löhne weniger stark als erwartet – ein potenziell positives Signal für die Inflationsbekämpfung, die der Wirtschaft bisher zu schaffen gemacht hat.

Die Finanzmärkte reagierten unmittelbar optimistisch. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel kurzzeitig unter 4,5 %, was den Technologiekonzernen und zinssensiblen Aktien Auftrieb gab. Unternehmen wie Nvidia und Advanced Micro Devices verzeichneten Kursgewinne von über 3 %, während Giganten wie Microsoft und Meta Platforms mit jeweils rund 2 % nicht weit dahinter lagen. Der breiter gefasste S&P-IT-Sektor legte um 3 % zu.

Quelle: CNBC

Ein weiterer Faktor für die Rallye waren die beeindruckenden Quartalsberichte großer Unternehmen. Apple beispielsweise verzeichnete einen Kursanstieg von fast 6 %, nachdem das Unternehmen neben über den Erwartungen liegenden Gewinnen auch einen Aktienrückkauf im Wert von sage und schreibe 110 Milliarden US-Dollar angekündigt hatte. Auch der Biotech-Riese Amgen konnte sich nicht lumpen lassen: Seine Aktie legte nach einem positiven Ergebnisbericht und vielversprechenden Nachrichten über ein experimentelles Medikament gegen Fettleibigkeit um fast 12 % zu.

Stehen Zinssenkungen bevor?

Nach Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts reagierte der Terminmarkt prompt. Händler spekulieren nun auf eine Zinssenkung der US-Notenbank bereits im September – eine Korrektur gegenüber den vorherigen Prognosen vom November. Diese Kursänderung unterstreicht die wachsende Überzeugung, dass die Fed die Zinsen möglicherweise anheben muss, um die Wirtschaft zu stützen.

Die Datenrevisionen für Februar und März zeigten zudem, dass 22.000 weniger Arbeitsplätze geschaffen wurden als ursprünglich gemeldet. Dies deutet auf eine Verlangsamung in Branchen wie Freizeit und Gastgewerbe, Baugewerbe und dem öffentlichen Dienst hin. Branchen wie das Gesundheitswesen und der Einzelhandel blieben hingegen robust, was auf einen zwar uneinheitlichen, aber widerstandsfähigen Arbeitsmarkt schließen lässt.

dent Joe Biden meldete sich ebenfalls zu Wort und bezeichnete die jüngsten Daten als Zeichen einer robusten Wirtschaft unter seiner Regierung. Er betonte die anhaltende Erholung und Stärke der US-Wirtschaft und bestärkte damit die Zuversicht auf stabile wirtschaftliche Aussichten im Vorfeld der Wahlen.

Trotz des sich abschwächenden Arbeitsmarktes dürften die nächsten Schritte der US-Notenbank (Fed) maßgeblich von den anstehenden Inflationsdaten beeinflusst werden. Diese Kombination aus besser als erwartet ausgefallenen Unternehmensgewinnen, Anzeichen einer sich abschwächenden Beschäftigungslage und einer positiven Reaktion der Finanzmärkte erklärt, warum US-Aktien ein fantastisches Wochenende enjhaben. Mit Blick auf die Zukunft beflügelt die Erwartung eines weiterhin günstigen geldpolitischen Umfelds den Optimismus am Aktienmarkt und hält die positive Dynamik vorerst aufrecht.

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