Die Kryptopolitik der US-Börsenaufsicht SEC wird vom Kongress als „unberechenbar“ bezeichnet

- SEC-Chef Gary Gensler sah sich während einer Anhörung im Kongress heftiger Kritik ausgesetzt.
- Hester Peirce (Crypto Mom) hob die mangelnde Klarheit der Behörde bei der Regulierung digitaler Vermögenswerte hervor.
- Gensler verteidigte die Praxis der SEC, sich auf den Howey-Test zu stützen.
Bei der brisanten Anhörung im US-Kongress am Dienstag geriet der Vorsitzende der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC, Gary Gensler, zusammen mit seinen Kollegen wegen des Umgangs mit digitalen Vermögenswerten in die Kritik. Die entscheidende Anhörung spiegelte die wachsende Frustration über die Kryptoaufsicht der SEC wider.
Der Ausschussvorsitzende Patrick McHenry kritisierte Gensler scharf wegen angeblicher Übergriffe der Regulierungsbehörden im Bereich digitaler Vermögenswerte. Er warf der Kommission vor, wie eine eigenmächtige Behörde zu agieren und ihre aggressiven Maßnahmen gegen Unternehmen wie Coinbase, Uniswap und OpenSea zu richten.
Genslers SEC wird wegen übertriebener Krypto-Aktivitäten scharf kritisiert
Die Regulierungsrolle der Behörde im Kryptobereich ist erneut in den Fokus gerückt, da Kritiker transparentere Richtlinien fordern. Die Anhörung, in der alle fünf Kommissionsmitglieder – Caroline Crenshaw, Jaime Lizárraga und Mark Uyeda – aussagten, verdeutlichte die zunehmende Uneinigkeit darüber, wie die SEC digitale Vermögenswerte reguliert.
SEC -Kommissarin Hester Peirce, auch bekannt als „Krypto-Mama“, äußerte ihre Bedenken hinsichtlich der mangelnden Klarheit der Behörde. „Wir haben eine rechtlich unpräzise Sichtweise gewählt, um die fehlende regulatorische Klarheit zu verschleiern“, bemerkte Peirce und hob die Verwirrung um die defivon Wertpapieren in der Kryptoindustrie hervor.
Während der Anhörung erklärte Kongressabgeordneter Brad Sherman: „Dies ist die führende Behörde zum Schutz von Anlegern und trägt die Verantwortung für praktisch alle anderen immateriellen Anlagegüter.“ Er fügte hinzu: „Wir könnten Klarheit schaffen, obwohl ich es nicht für notwendig halte, indem wir ein zusätzliches Gesetz verabschieden, das klarstellt, dass Kryptowährungen Wertpapiere sind.“
🚨NEU: @HesterPeirce untergräbt @GaryGensler gleich zu Beginn und behauptet, die SEC habe eine rechtlich unpräzise Sichtweise eingenommen, um die regulatorische Unklarheit in Bezug auf #Krypto:
„Ich denke, wir sind unserer Pflicht als Regulierungsbehörde nicht gerecht geworden, um es mal vorsichtig auszudrücken, und deshalb…“
— Eleanor Terrett (@EleanorTerrett) 24. September 2024
Eleanor Terrett, eine Journalistin von Fox Business, berichtete, dass Hester Peirce Gensler in dieser Angelegenheit untergraben habe und andeutete, dass die Kommission eine rechtlich unpräzise Sichtweise eingenommen habe, um die regulatorische Unklarheit in Bezug auf Kryptowährungen zu verschleiern.
„Wir sind unserer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen, weil wir nicht präzise genug waren“, sagte sie. Peirce betonte, dass die Behörde schon längst hätte anerkennen müssen, dass ein Token an sich kein Wertpapier ist.
Krypto-Mama schlägt zurück
Crypto Mom kritisierte zudem die Regulierungsstrategie der SEC und bezeichnete sie als ineffizient, da sie Unsicherheit über die Grenzen der Befugnisse der SEC schaffe.
Der Abgeordnete French Hill befragte Jaime Lizárraga zur Haltung der Aufsichtsbehörde gegenüber parteiübergreifenden Kryptogesetzen und unterbrach ihn, als Lizárraga auf den Kongress verwies. Der Abgeordnete forderte Lizárraga auf, das Vorgehen der SEC mit Blick auf die Betrugsrisiken im Kryptomarkt zu verteidigen.
Gary Gensler bekräftigte unterdessen die „leistungsneutrale“ Position der SEC zur Blockchain-Technologie. Er erklärte: „Unabhängig davon, ob die Transaktion auf einer Blockchain gespeichert ist oder nicht, konzentrieren wir uns auf die Wirtschaftlichkeit der Investition und bleiben leistungsneutral.“
Der SEC-Vorsitzende stützte sich erneut auf den Howey-Test, um den Ansatz seiner Behörde zur Regulierung digitaler Vermögenswerte zu rechtfertigen. Der Abgeordnete Ritchie Torres (Demokrat, New York) kritisierte Genslers Interpretation jedoch scharf und bezeichnete sie als eigenwillig. Torres warnte sogar, Genslers Haltung könne die Grenze zwischen Sammlerstücken und Wertpapieren verwischen und potenziell „jedes Kunstwerk, Musikstück oder Konsumgut“ als Wertpapier einstufen.
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Ashish Kumar
Ashish Kumar ist Krypto- und Finanzjournalist mit acht Jahren Redaktionserfahrung. Er berichtet über aktuelle Entwicklungen auf den Kryptomärkten, Regulierungen, DeFiund Börsenökosystemen. Er hat bereits für Coingape, Todayq und Newsroompost gearbeitet. Ashish besitzt ein Postgraduate Diploma in English Journalism vom IIMC. Er hat außerdem Branchengrößen wie Arthur Hayes, Yat Siu, Austin Federa und andere interviewt.
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