US-Gesetzgeber fordern die SEC auf, chinesische Unternehmen wie Alibaba und Tencent von der Börse zu nehmen

- Republikanische Abgeordnete drängen die SEC, große chinesische Unternehmen wie Alibaba und Baidu aus Gründen der nationalen Sicherheit von der Börse zu nehmen.
- Den Unternehmen wird vorgeworfen, das chinesische Militär zu unterstützen und ihre Verbindungen vor US-Investoren zu verbergen.
- Der Aufruf ist Teil der zunehmenden Bemühungen der USA, den Zugang Chinas zu amerikanischem Kapital und amerikanischer Technologie zu blockieren.
Zwei hochrangige republikanische Abgeordnete fordern die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) auf, mehrere chinesische Unternehmen, darunter Größen wie Alibaba, Baidu und JD.com, von der Börse zu nehmen, da sie Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit und der Verbindungen zum chinesischen Militär haben.
John Moolenaar, der republikanische Vorsitzende des China-Ausschusses des Repräsentantenhauses, und Senator Rick Scott, Vorsitzender des Senatsausschusses für Altersfragen, schickten am Freitag einen Brief an den neu ernannten SEC-Vorsitzenden Paul Atkins.
In dem Schreibenforderten sie die Kommission auf, gegen 25 chinesische Unternehmen vorzugehen, die derzeit an US-Börsen notiert sind.
Die Liste umfasst einige der prominentesten chinesischen Unternehmen, darunter den Technologiekonzern Baidu, den Onlinehändler JD.com und die Social-Media-Plattform Weibo. Die Abgeordneten argumentieren, dass diese Unternehmen US-amerikanisches Kapital zur Unterstützung der militärischen Modernisierung Chinas einsetzen und mit schweren Menschenrechtsverletzungen in Verbindung stehen.
„Diese Organisationen profitieren vom Kapital amerikanischer Investoren und fördern gleichzeitig die strategischen Ziele der Kommunistischen Partei Chinas“, heißt es in dem Schreiben. „Sie stellen zudem ein inakzeptables Risiko für amerikanische Investoren dar.“
Chinesische Handelsunternehmen könnten die Interessen des chinesischen Staates unterstützen
Moolenaar und Scott hoben hervor, dass selbst Unternehmen, die rein kommerziell erscheinen, häufig die Interessen des chinesischen Staates unterstützen. Sie verwiesen auf Chinas Politik der militärisch-zivilen Integration, die es der Regierung erlaubt, private Unternehmen zur Weitergabe von Technologie an die Volksbefreiungsarmee zu zwingen.
Die Forderung der Abgeordneten ist Teil eines umfassenderen US-amerikanischen Vorstoßes, China den Zugang zu amerikanischem Kapital, Technologie und Know-how zu verwehren. Sie erfolgt inmitten zunehmender Spannungen zwischen Washington und Peking, die durch den andauernden Handelskrieg.
Nur einen Tag vor dem Versand des Briefes veröffentlichte die CIA zwei Videos in chinesischer Sprache, die darauf abzielten, mehr Geheimdienstmitarbeiter in China anzuwerben – ein weiteres Zeichen für die wachsende Rivalität zwischen den beiden Mächten.
In dem Schreiben erklärten Moolenaar und Scott, die Kontrolle der Kommunistischen Partei Chinas über Unternehmen werde „systematisch vor US-Investoren verschleiert“, und warnten, das chinesische Recht berge „unvorhersehbare Risiken“, die sich auch durch bessere Offenlegung nicht beheben ließen. Sie behaupteten zudem, viele der 25 genannten Unternehmen seien „aktiv in den chinesischen Militär- und Überwachungsapparat integriert“
Sie argumentierten, dass die SEC bereits die Befugnis habe, gemäß dem Holding Foreign Companies Accountable Act zu handeln, der es der Behörde erlaubt, die Börsennotierung von ausländischen Unternehmen auszusetzen oder zu widerrufen, die die US-amerikanischen Prüfungsstandards nicht erfüllen oder die Anleger nicht schützen.
„Die SEC kann – und muss – handeln“, schrieben die Gesetzgeber.
Unter den genannten Firmen befanden sich Pony AI, ein Unternehmen für selbstfahrende Technologien, und Hesai, ein Lasersensorunternehmen, das vom US-Verteidigungsministerium mit dem chinesischen Militär in Verbindung gebracht wurde – eine Behauptung, die Hesai bestreitet.
Zu den weiteren gehören Tencent Music, ein Streaming-Dienst im Besitz von Tencent Holdings, der bereits vom Pentagon auf die schwarze Liste gesetzt wurde, und Daqo New Energy Corp, ein Hersteller von Solarmaterialien, der zuvor vom US-Handelsministerium wegen des mutmaßlichen Einsatzes von Zwangsarbeit in Xinjiang sanktioniert wurde.
Die Abgeordneten argumentieren, dass die 25 Firmen nur einen kleinen Teil ausmachen
Die Abgeordneten erklärten, die 25 Firmen stellten nur einen kleinen Teil der chinesischen Unternehmen dar, die US-Kapital nutzen und gleichzeitig mit „einer völkermörderischen Diktatur und unserem wichtigsten geostrategischen Rivalen“ zusammenarbeiten
Nach Angaben der vom Kongress eingerichteten US-China Economic and Security Review Commission, die die wirtschaftlichen und nationalen Sicherheitsauswirkungen des US-chinesischen Handels überwacht, waren im März 286 chinesische Unternehmen an US-Börsen notiert.
Die SEC hat sich noch nicht öffentlich geäußert. Der Vorsitzende Paul Atkins, der sein Amt im vergangenen Monat antrat, hat seine Agenda in Bezug auf China noch nicht dargelegt. Sein Vorgänger, Gary Gensler, hatte chinesische Unternehmen stärker unter die Lupe genommen.
Atkins betonte während seiner Anhörung zur Bestätigung seiner Ernennung die Wichtigkeit transparenter Rechnungslegungs- und Prüfungsstandards zum Schutz der Anleger.
Der China-Ausschuss des Repräsentantenhauses hat unterdessen seinen Fokus verstärkt auf amerikanische Finanzunternehmen gerichtet, die Geschäfte mit chinesischen Firmen tätigen, denen militärische Verbindungen oder Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden.
Die chinesische Botschaft in Washington wies die US-Maßnahmen zurück. Sprecher Liu Pengyu erklärte, China lehne es ab, die nationale Sicherheit als Vorwand für Angriffe auf chinesische Unternehmen zu nutzen, und kritisierte die seiner Ansicht nach stattfindende Politisierung von Handel und Technologie.
„Wir lehnen es ab, Handels- und Technologiefragen zu politischen Waffen zu machen“, sagte Liu.
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