Laut einer Mitteilung des Arbeitsministeriums vom Donnerstag sanken die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA in der Woche bis zum 20. September auf 218.000.
Diese Zahl liegt um 14.000 niedriger als die der Vorwoche, deren Zahl bereits nach oben korrigiert worden war. Analysten von Reuters hatten mit 235.000 Anträgen gerechnet.
Die S&P 500-Futures gaben am Donnerstag nach der Veröffentlichung des Berichts weiter nach, belastet durch einen erneuten Kursrückgang bei Nvidia und Oracle, da die Anleger die neuesten Arbeitslosenzahlen abwägten.
Die Futures auf den breiten Marktindex gaben um 0,5 % nach, während die Nasdaq-100-Futures um 0,7 % sanken. Die Futures auf den Dow Jones Industrial Average verloren 110 Punkte bzw. 0,2 %.
Die US-Notenbank senkt die Zinsen, während Arbeitgeber Entlassungen vermeiden
Diese Daten werden nur wenige Tage nach der Senkung der Leitzinsen durch die US-Notenbank Federal Reserve um 0,25 Prozentpunkte veröffentlicht, wodurch der Leitzins nun in einer Spanne von 4 % bis 4,25 % liegt, wie Cryptopolitan bereits berichtete .
Die US-Notenbank erklärte nach ihrer Sitzung, die Entscheidung sei aufgrund gestiegener Abwärtsrisiken für die Beschäftigung getroffen worden. Es war das erste Mal im Jahr 2026, dass die Fed einen solchen Schritt unternahm. Vorausgegangen waren Anzeichen für ein verlangsamtes Beschäftigungswachstum außerhalb der Landwirtschaft und ein mehrjähriges Tief bei den offenen Stellen.
Das Arbeitsministerium meldete unterdessen auch einen Rückgang der laufenden Anträge auf Arbeitslosenhilfe um 2.000 auf 1,926 Millionen. Diese Zahl hinkt den Erstanträgen zwar eine Woche hinterher, gibt aber dennoch einen Überblick darüber, wie viele Menschen weiterhin arbeitslos sind.
Obwohl sich das Einstellungstempo verlangsamt hat, entlassen Unternehmen weiterhin nicht massenhaft Mitarbeiter. Anfang des Monats waren die Anträge auf Arbeitslosenhilfe zwar leicht angestiegen, doch die neuesten Daten zeigen, dass die meisten Arbeitgeber trotz des nachlassenden Beschäftigungswachstums von Entlassungen absehen. Die Daten deuten darauf hin, dass Unternehmen zwar vorsichtig, aber nicht in Panik sind und möglicherweise mit Neueinstellungen warten, ohne gleich zu Entlassungen übereilt zu handeln.
Dieses Zögern dürfte ein Grund dafür gewesen sein, dass die Fed die Zinssenkung vornahm. Der Markt hatte bereits Bedenken geäußert, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt verschlechtere. Doch die Zahlen dieser Woche dürften diese Sorgen zumindest vorübergehend etwas dämpfen.

