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Die US-amerikanischen und britischen Finanzmärkte sind nicht gleich – sie werden es nie sein

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
Die US-amerikanischen und britischen Finanzmärkte sind nicht gleich – sie werden es nie sein
  • Die Bank von England könnte die Zinsen trotz der anhaltend höheren Inflation in Großbritannien früher senken als die Federal Reserve.
  • Das Wirtschaftswachstumspotenzial Großbritanniens ist deutlich geringer als das der USA; die Prognosen liegen bei 1 % für Großbritannien gegenüber 2,2 % für die USA.
  • Die Erwerbsbeteiligung und die Unternehmensinvestitionen sind in den USAtronausgeprägt, was zu einer robusteren wirtschaftlichen Erholung nach der Pandemie beiträgt.

Betrachtet man die wirtschaftliche Landschaft beiderseits des Atlantiks, fällt schnell auf, dass die USA und Großbritannien auf den Finanzmärkten völlig unterschiedliche Strategien verfolgen. Trotz einiger oberflächlicher Ähnlichkeiten bei Markttrends, wie beispielsweise den Zinssätzen, weichen die Kerndynamiken deutlich voneinander ab.

Unterschiedliche Richtungen in der Geldpolitik

Jüngste Änderungen in den Finanzprognosen haben eine überraschende Erwartung hervorgerufen: Die Bank of England könnte die Zinsen früher und stärker senken als die US-Notenbank. Diese Wendung folgt auf die im März veröffentlichten US-Inflationsraten, die auf eine aggressivere geldpolitische Lockerung als erwartet hindeuteten. Die anhaltende Inflation in Großbritannien lässt jedoch vermuten, dass Zinssenkungen eher verschoben als beschleunigt werden müssen.

Das Vereinigte Königreich steht vor besonderen Herausforderungen, da erhebliche angebotsseitige Engpässe die wirtschaftlichen Aussichten trüben. Der geldpolitische Ausschuss schätzt das Wachstumspotenzial für dieses Jahr auf bescheidene 1 %, mit einem leichten Anstieg auf 1,3 % bis 2026. Das US-amerikanische Haushaltsbüro des Kongresses prognostiziert hingegen für denselben Zeitraum ein Wachstumspotenzial von 2,2 % und hebt die starke Fähigkeittronhervor, die wirtschaftliche Nachfrage zu decken, ohne in die Inflation abzurutschen.

Die Investitions- und Arbeitskräftelücke

Die Diskrepanz erstreckt sich auch auf entscheidende Wirtschaftsbereiche wie das Arbeitskräfteangebot und die Unternehmensinvestitionen. In Großbritannien hat sich die Erwerbsbeteiligung noch nicht wieder auf das Niveau vor der Pandemie erholt, und die Unternehmensinvestitionen sind seit dem Brexit-Votum 2016 verhalten.

Auf der anderen Seite des Atlantiks verzeichnen die USA eine starke Erholung der Erwerbsbeteiligung und einen Anstieg der Unternehmensinvestitionen, der seit 2016 andere fortgeschrittene Volkswirtschaften übertrifft. Dazu gehören bedeutende Investitionen in strategische Sektoren wie grüne Technologien und Halbleiter, die durch jüngste Gesetze wie den Inflation Reduction Act und den CHIPS Act vorangetrieben wurden.

DertronUS-Konsummarkt treibt die Nachfrage an, was, zusammen mit staatlichen Ausgaben, die USA in eine günstige Lage versetzt, den Inflationsdruck zu bewältigen. Im Gegensatz dazu kämpft Großbritannien mit einem schwächeren Angebot und einer geringeren Nachfrage, wodurch es anfälliger für Inflation ist, insbesondere angesichts der anhaltenden Auswirkungen globaler Herausforderungen wie der Pandemie und geopolitischer Spannungen in Europa.

Die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts auf die Energiekosten verdeutlichen diese Unterschiede, wobei Großbritannien deutlich stärker betroffen ist als die USA. Diese unterschiedliche Fähigkeit zur wirtschaftlichen Schockabsorption hat dazu geführt, dass der britische Markt stärker auf vergangene Inflation reagiert, was das inflationäre Umfeld potenziell verlängern kann, da sich Unternehmen und Haushalte an die gestiegenen Kosten anpassen müssen.

Das träge Lohnwachstum in Großbritannien, das höher ausfällt als in den USA, verschärft die Inflationsaussichten zusätzlich. Während das Lohnwachstum in den USA stärker mit der Inflation korreliert, treiben steigende Lohnkosten in Großbritannien die Dienstleistungsinflation weiterhin über ein wünschenswertes Niveau.

Auch die Entwicklung des Pfund Sterling erzählt ihre eigene Geschichte. Trotz einer langen Phase schwacher Performance gibt es Anzeichen für eine bevorstehende Aufwertung. Die Inflation in Großbritannien ist rückläufig, und die Realzinsen tendieren ins Positive. Dieses Szenario, kombiniert mit einem günstigen globalen Wirtschaftsausblick, deutet auf ein Potenzial für Stärke des Pfunds hin, insbesondere da die Bank of England sich auf einen vorsichtigen Zinssenkungszyklus im Laufe dieses Jahres vorbereitet.

Darüber hinaus deuten Anzeichen auf eine Verringerung des chronischen defiGroßbritanniens hin, was die Währung zusätzlich stützen könnte. Auch die bevorstehende Parlamentswahl, bei der ein Sieg der wirtschaftsfreundlichen Labour-Partei erwartet wird, dürfte das Vertrauen in das Pfund stärken.

Dieser Artikel erschien zuerst in der Financial Times © 2024

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Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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