Die britischen Strafverfolgungsbehörden haben im Kampf gegen das Verbrechen einen wichtigen Vorteil erlangt. Die National Crime Agency (NCA) und die örtliche Polizei sind nun befugt, von Kriminellen genutzte Kryptowährungen zu beschlagnahmen, einzufrieren und zu vernichten. Was ist daran so besonders? Nun, sie können diese digitalen Vermögenswerte jetzt sichern, noch bevor es zu einer Verhaftung kommt.
Diese Änderung bedeutet, dass die britische Polizei nun auch Passwörter oder Geräte wie USB-Sticks beschlagnahmen darf, wenn sie glaubt, dass dies zur Aufklärung eines Falls beiträgt. Es gibt sogar die Möglichkeit, eine Kryptowährung komplett zu vernichten, wenn es besser ist, sie aus dem Verkehr zu ziehen, weil man befürchtet, dass sie uns Normalbürgern schaden könnte.
Verbrechensbekämpfung mit neuen Technologien
Organisierte Kriminelle – man denke an Drogenbosse, Betrüger und Terroristen – nutzen Kryptowährungen wie die Fliegen… nun ja, Sie wissen schon. Sie waschen damit Geld aus ihren kriminellen Machenschaften und finanzieren sogar ihre Operationen. Die NCA schätzt, dass diese dubiosen Geschäfte allein im Jahr 2021 in Großbritannien ein Volumen von über 1,2 Milliarden Pfund erreicht haben könnten.
Die Regierung ist also nicht untätig. Sie hat die Gesetze überarbeitet, um der Polizei die Verfolgung illegaler Kryptowährungsbestände zu erleichtern. Die Polizei benötigt nun keinen Haftbefehl mehr, um Kryptowährungen zu beschlagnahmen, die nachweislich auf illegale Weise erworben wurden. Sie kann diese Vermögenswerte nun auch in eine Wallet transferieren, auf die nur die Justiz Zugriff hat – kriminelle Kontrolle entfällt.
Und wenn eine Kryptowährung zu riskant ist, um sie wieder in Umlauf zu bringen – wie beispielsweise Privacy Coins, die diedentdes Besitzers streng geheim halten –, kann die Polizei sie einfach vernichten. Außerdem haben Sie als Opfer möglicherweise die Chance, Ihr gestohlenes cash zurückzufordern.
Ein schlechter Tag, um böse zu sein
Innenminister James Cleverly und Sicherheitsminister Tom Tugendhat äußerten sich sehr deutlich . Diese neuen Regeln seien ein Albtraum für Kriminelle. Sie sagten, es sei ein klares Signal, dass sich Verbrechen nicht lohnt. Und das ist nicht nur leeres Gerede. Anfang des Jahres zerschlugen die NCA und die US-amerikanische DEA einen riesigen Drogenring und beschlagnahmten 150 Millionen Dollar in cash und Kryptowährung.
Aber nicht nur Drogengeld. Einige Typen, die online gefälschte Drogen gegen Kryptowährung verkauften, wurden mit 750.000 Pfund erwischt und sitzen nun für über 20 Jahre hinter Gittern. Sogar eine Bande, die mit Non-Fungible Tokens (NFTs) Mehrwertsteuerbetrug beging, wurde gefasst.
Terrorgruppen, die ihre Machenschaften mit Kryptowährungen finanzieren wollen? Ja, die stehen auf der Liste. Ein Brite wurde zu zwölf Jahren Haft verurteilt, weil er dem IS Bitcoin im Wert von umgerechnet etwa 55.000 Pfund geschickt hatte.
Adrian Searle vom Nationalen Zentrum für Wirtschaftskriminalität erklärt, dass Kriminelle Kryptowährungen nutzen, um schnell große Geldsummen zu transferieren und illegale Aktivitäten zu bezahlen, ohne erwischt zu werden. Auch Adrian Foster, leitender Staatsanwalt, schloss sich dieser Meinung an und betonte, wie wichtig es sei, dass die Strafverfolgungsbehörden mit dem rasanten Wandel der Kriminalität durch neue Technologien wie Kryptowährungen Schritt halten können.
Fazit? Großbritannien geht härter gegen Kriminalität vor als je zuvor, insbesondere im Bereich Kryptowährungen . Kriminelle, die Kryptowährungen nutzen, haben nun einen neuen Feind, und die Justiz verschärft ihre Maßnahmen deutlich.

