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In Großbritannien verlagern sich die Handlungsstränge hin zu kurzfristigen Schulden, während Schatzanweisungen in den Mittelpunkt rücken.

VonNellius IreneNellius Irene
3 Minuten Lesezeit
In Großbritannien verlagern sich die Handlungsstränge hin zu kurzfristigen Schulden, während Schatzanweisungen in den Mittelpunkt rücken.
  • Großbritannien verlagert seinen Schwerpunkt auf kurzfristige Kreditaufnahme, indem es die Ausgabe von Schatzanweisungen auf 11 Milliarden Pfund erhöht.
  • Kurzfristige Schulden sind günstiger und besser auf die Investorennachfrage abgestimmt, da Pensionsfonds sich von langfristigen Anleihen abwenden.
  • Analysten warnen davor, dass es in Großbritannien keinen sotronnatürlichen Markt für Schatzanweisungen gibt, was Bedenken hinsichtlich Refinanzierungsrisiken und der zukünftigen Nachfrage aufwirft.

Die britische Regierung signalisiert einen grundlegenden Wandel in ihrer Kreditaufnahmestrategie: Sie wendet sich von langfristigen Anleihen ab und setzt verstärkt auf kurzfristige Schulden, insbesondere Schatzanweisungen.

Die für die Emission britischer Staatsanleihen zuständige Behörde hat den geplanten Nettobeitrag kurzfristiger Schatzanweisungen zur Deckung ihres Finanzierungsbedarfs. Die Nettoemission von Schatzanweisungen wird nun 11 Milliarden Pfund Sterling zur Finanzierung des laufenden Haushaltsjahres beitragen.

Schatzanweisungen sind kurzfristige, risikoarme Staatsanleihen mit einer Laufzeit von maximal einem Jahr. Derzeit sind nur etwa 78 Milliarden Pfund dieser Anleihen am Markt verfügbar. Dieser Betrag stellt einen kleinen Teil der gesamten britischen Staatsverschuldung von 2,9 Billionen Pfund dar.

Der Plan der Regierung zur Ausweitung des Marktes für Schatzanweisungen löst hitzige Debatten aus. 

Großbritannien sucht aktiv nach Lösungen, um die Laufzeit seiner Staatsschulden zu verkürzen, die im Durchschnitt bei rund 14 Jahrenund damit deutlich länger ist als in vielen anderen Ländern. dieser Bemühungen ist es, die Zinszahlungen zu senken, da Pensionsfonds zunehmend weniger Interesse an Anleihen mit langen Laufzeiten zeigen. Analysten äußerten angesichts dieser Erkenntnisse die Überzeugung, dass eine Ausweitung des Marktes für Schatzanweisungen diesen Trend beschleunigen könnte.

Diese Entwicklung veranlasste auch mehrere Personen, sich zu der Situation zu äußern. Ein Beispiel dafür ist Moyeen Islam, Zinsstratege bei Barclays. Laut Islam stützen die Bemühungen der Regierung die Annahme, dass die durchschnittliche Laufzeit des Angebots an britischen Staatsanleihen in den kommenden Jahren deutlich sinken wird.

Unter den gegebenen Umständensosei es für Großbritannien günstiger, kurzfristige Schulden anstatt langfristiger Anleihen zu begeben,wurdehervorgehoben, dass einmonatige Schatzanweisungen eine Rendite von 4,05 % erzielen, während die Renditen 30-jähriger Anleihen von einem Höchststand von 5,75 % im September auf aktuell 5,21 % gesunken sind.

Wenn sich die Regierung also stärker auf kurzfristige Kredite stützt, wird sie anfälliger für Zinsschwankungen. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Regierung häufiger auf den Markt zurückkehren muss, um ihre Schulden zu refinanzieren. 

Auch mehrere Investoren äußerten sich zu dem Thema. Sie argumentierten, die Pläne des Finanzministeriums seien eine Reaktion auf die veränderte Nachfrage. Ihrer Ansicht nach sei es nicht logisch, britische Staatsanleihen mit längeren Laufzeiten zu halten, da die privaten Pensionskassen, die früher einen erheblichen Teil langfristiger Staatsanleihen erwarben, keine neuen Mitglieder mehr aufnehmen und an Größe verlieren.

Als die Debatte an Schärfe zunahm, erklärte Maya Bhandari, Chief Investment Officer für Multi-Assets beim US-Vermögensverwalter Neuberger Berman, dass es von Vorteil sei, mehr Optionen auf dem kurzfristigen Markt zur Verfügung zu haben, da dies den Druck auf langfristige Staatsanleihen etwas verringern würde. 

Eine weitere prominente Persönlichkeit, die zu dieser Diskussion beitrug, ist James McAlevey, Leiter des Bereichs Global Aggregate and Absolute Return bei BNP Paribas Asset Management. McAlevey argumentierte, dass ein größerer Markt für kurzfristige Anleihen als solide und aktive Basis für jede Zinsstrukturkurve im festverzinslichen Bereich dienen sollte. Er erwähnte außerdem, dass es „nur richtig“ sei, die britischer Staatsanleihen an die sich ändernden Bedürfnisse der Anleger anzupassen. 

Gleichzeitig ist anzumerken, dass US-Finanzminister Scott Bessent weiterhin an der kurzfristigen Finanzierung festhält, die Teil der Politik der Biden-Regierung ist, die er einst verurteilt hatte.

Francis Diamond weist auf die Notwendigkeit einer natürlichen Nachfrage am Markt für Schatzanweisungen hin.

Analysten entdeckten eine große Marktlücke. Ihre Ergebnisse verdeutlichten, dass der große US-amerikanische Geldmarkt zwar eine etablierte Branche von Geldmarktfonds stützt, die als Sparoptionen dienen und in sehr risikoarme und kurzfristige Wertpapiere investieren, es in Großbritannien jedoch an dieser Art von Nachfrage mangelt.

Francis Diamond, Leiter der europäischen Zinsstrategieforschung bei JPMorgan, weckte Hoffnungen am britischen Markt, als er bestätigte, dass die Konsultation ein klarer Schritt zur deutlichen Erhöhung der Anzahl der ausgegebenen Anleihen sei. 

Er warf jedoch eine entscheidende Frage auf: Woher soll die natürliche Nachfrage kommen, wenn die Regierung das Angebot erhöht?

In der Zwischenzeit veröffentlichte das Debt Management Office, das im Auftrag des Finanzministeriums für die Verwaltung von Schuldenverkäufen zuständig ist, am Mittwoch, den 26. November, eine Erklärung, in der es betonte, dass die Regierung bestrebt sei, eine möglichst breite Investorenbasis zu schaffen.

Sie erklärten außerdem, dass bei allen nach Konsultationen vorgenommenen Anpassungen Kosten und Risiken berücksichtigt würden, wobei zu verdeutlichen sei, wie diese das Refinanzierungsrisiko der Regierung beeinflussen. 

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