Britische Aufsichtsbehörde nimmt Microsoft und Amazon wegen ihrer Marktmacht im Cloud-Bereich ins Visier

- Die britische Wettbewerbsbehörde CMA warf Microsoft und Amazon vor, den Wettbewerb auf dem Cloud-Markt zu schädigen.
- Beide Unternehmen kontrollieren 30–40 % des Marktes für Infrastruktur-als-Dienstleistung.
- Die CMA bemängelte unfaire Lizenzierungs- und Datenausstiegsgebühren, die Kunden an das Unternehmen binden.
Die oberste britische Wettbewerbsbehörde hat nun Namen genannt: Microsoft und Amazon. Die Competition and Markets Authority (CMA) erklärte am Donnerstag, beide Unternehmen missbrauchten ihre marktbeherrschende Stellung im Bereich der Cloud-Infrastruktur und forderte eine eingehendere Untersuchung gemäß den neuen britischen Digitalvorschriften.
Die Ankündigung erfolgte, nachdem die CMA ernsthafte Bedenken hinsichtlich Marktverzerrungen, unfairen Verträgen und Preisstrukturen geäußert hattetracdie ihrer Ansicht nach Unternehmen in langfristige Abhängigkeiten zwingen.
Laut CMA Microsoft und Amazon derzeit den Markt für Infrastructure-as-a-Service (IaaS), wobei beide jeweils einen Marktanteil zwischen 30 und 40 Prozent in diesem Segment halten.
Dieser Markt umfasst essentielle Komponenten wie Datenspeicherung, Netzwerkzugang und Rechenleistung. Google ist der drittgrößte Anbieter, liegt aber mit einem Marktanteil von nur 5 bis 10 % weit zurück.
Die Regulierungsbehörde erklärte, die Machtkonzentration bei den beiden Marktführern schränke den Wettbewerb ein und verschaffe beiden Tech-Giganten übermäßige Kontrolle über Preise undtrac.
Die CMA drängt auf eine umfassende Untersuchung unter Berufung auf ein neues britisches Gesetz
Die Aufsichtsbehörde erklärte, beide Unternehmen hätten über einen längeren Zeitraum Gewinne erzielt, die weit über den Kosten ihrer Kapitalausgaben lägen, und wies auf eine, wie sie es nannte, „erhebliche einseitige Marktmacht“ hin
Sarah Cardell, Geschäftsführerin der CMA, erklärte in einer öffentlichen Stellungnahme, dass „die aktuelle Struktur des britischen Cloud-Marktes Schaden anrichtet“ und fügte hinzu, dass „die von den größten Unternehmen angewandten Geschäftspraktiken es anderen Marktteilnehmern erschweren, zu wachsen und wettbewerbsfähig zu sein“.
Die CMA wies direkt auf die sogenannten Egressgebühren hin – Kosten, die Unternehmen zahlen, wenn sie ihre Daten aus der Cloud eines Anbieters migrieren wollen – als eines der Haupthindernisse für die Kundenbindung. Sie kritisierte außerdem Vertragsbedingungentracdie Nutzer an eine einzige Plattform binden. Laut der Behörde schränken diese Geschäftsmodelle die Flexibilität ein und zwingen Unternehmen, denselben Anbieter zu nutzen, selbst wenn sie wechseln möchten.
Microsoft geriet erneut wegen seiner Lizenzierungspraxis für Windows Server in die Kritik. Die CMA erklärte, der Betrieb von Microsoft-Software in der Microsoft-eigenen Cloud Azure sei günstiger als auf einer Konkurrenzplattform. Dies schaffe einen unfairen Preisvorteil und schränke die ohnehin schon begrenzte Auswahl undtracalternativer Produkte und Anbieter weiter ein
Die Regulierungsbehörde erklärte, solche Verhaltensweisen würden Innovationen behindern und die Kosten in die Höhe treiben, insbesondere für Startups und kleinere Unternehmen, die in den Cloud-Markt einsteigen wollen. Der Bericht der CMA betonte, dass das derzeitige Umfeld etablierte Unternehmen begünstige und Neueinsteiger benachteilige.
Um das Problem anzugehen, drängt die CMA auf eine formelle Untersuchung gemäß dem Digital Markets, Competition and Consumers Act (DMCC), einem neuen britischen Gesetz zur Regulierung großer digitaler Plattformen. Das Gesetz ermächtigt die Behörden, Unternehmen mit „strategischem Marktstatus“ einzustufen, wenn diese eine marktbeherrschende Stellung in einem bestimmten Sektor innehaben. Nach der Einstufung unterliegen die Unternehmen rechtlich durchsetzbaren Regeln, die sie daran hindern, Wettbewerber zu schädigen.
Die Wettbewerbsbehörde erklärte, dass sowohl Microsoft als auch Amazon die Kriterien für diese Einstufung erfüllen und dass sie eine umfassende Überprüfung empfehlen werde. Sollten sie als strategische Marktteilnehmer eingestuft werden, könnten ihnen gezielte Auflagen auferlegt werden, die den Marktzugang für kleinere Wettbewerber verbessern und den Kunden mehr Flexibilität bei der Wahl ihrer Geschäftspartner ermöglichen sollen.
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