Die Konsumausgaben in Großbritannien sind inmitten von Inflationssorgen erstmals seit 2020 gesunken

- Die Konsumausgaben in Großbritannien sanken im Jahr 2025 um 0,2 Prozent – der erste Rückgang seit 2020.
- Die Menschen gaben immer noch Geld für kleine Genüsse wie Schönheit, Gesundheit und Unterhaltung aus.
- Schwache Konsumausgaben und stagnierende Einkommen könnten das Wirtschaftswachstum Großbritanniens bremsen.
Britische Verbraucher haben ihre Ausgaben erstmals seit 2020 eingeschränkt, angesichts wachsender Sorgen über steigende Lebenshaltungskosten. Laut Daten von Barclays gingen die Ausgaben mit Debit- und Kreditkarten zurück, obwohl sich die Haushalte weiterhin kleine Freuden und besondere Momente gönnten.
Das ist der erste Rückgang im Jahresvergleich seit 2020 – einem Zeitraum, in dem die Ausgaben um 7,1 % sanken, da die Pandemie Unternehmen zur Schließung zwang und weit verstreute Familien daran hinderte, sich zu traditionellen Festen zu treffen. Ökonomen erklärten den Rückgang mit der zunehmenden Belastung durch Inflation, stagnierendes Lohnwachstum und die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit.
Offizielle Zahlen, die vergangene Woche veröffentlicht wurden, bestätigten dieses Bild. Die inflationsbereinigten verfügbaren Einkommen sanken im dritten Quartal um 0,8 Prozent und verzeichneten damit den längsten Zeitraum ohne Einkommenswachstum seit Ende 2014. Schwache Konsumausgaben und hohe Sparquoten belasten die britische Wirtschaft, die starkdent von einer Erholung der Konsumnachfrage
Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem Großbritannien aufgrund künstlicher Intelligenz mehr Arbeitsplätze verliert als es schafft – und zwar in einem schnelleren Tempo als vergleichbare Länder auf internationaler Ebene.
Das geht aus einer Studie von Morgan Stanley hervor, die ergab, dass die erheblichen Vorteile für Unternehmen, die diese Technologie einsetzen, mit besonders hohen Kosten für die Arbeitnehmer in Großbritannien verbunden sind und einen ohnehin schon abkühlenden Arbeitsmarkt zusätzlich belasten.
Britische Unternehmen berichteten laut einer Bloomberg vorliegenden Studie, dass KI in den vergangenen zwölf Monaten zu einem Netto-Arbeitsplatzverlust von 8 % geführt hat. Dies war der höchste Wert in einer Gruppe mit deutschen, amerikanischen, japanischen und australischen Firmen und lag doppelt so hoch wie der internationale Durchschnitt.
Der Bericht befragte Unternehmen aus fünf Branchen, die seit mindestens einem Jahr KI einsetzen: Konsumgüter und Einzelhandel, Immobilien, Transport, Medizintechnik und Automobilindustrie. Für viele dieser Unternehmen zahlen sich die Technologieinvestitionen bereits aus.
Steigende Preise veranlassen Haushalte zu Ausgabenkürzungen
Steigende Preise in wichtigen Sektoren belasten die Haushalte in ganz Großbritannien. Die Lebensmittelpreise sanken im vergangenen Jahr um 1,7 %, die Kosten für sonstige lebensnotwendige Güter um 2,3 %. Bei Haushalten, die sich an ihr tatsächliches Budget halten und nicht in Luxusartikel wie Designerkleidung investieren, stiegen die freiwilligen Ausgaben – darunter Kleidung, ElektroniktronUnterhaltung und Freizeit – lediglich um 0,8 %. Im Gegensatz dazu blieben die Ausgaben für notwendige Posten wie Wohnen, Transport und Rechnungen der größte Teil der Haushaltsbudgets.
Ökonomen warnten jedoch, dass die anhaltende Zurückhaltung der Haushalte die kurzfristigen Wachstumsaussichten Großbritanniens trüben könnte. Das OBR rechnet bereits mit einem leichten Wachstum; weitere Maßnahmen zur Wiederherstellung des Verbrauchervertrauens sind entscheidend, um dieses zu erreichen.
Die schwache Konsumstimmung, gebremst durch steigende Lebenshaltungskosten, stagnierende Nettoeinkommen und Konjunktursorgen, könnte laut Analysten auch künftig den privaten Konsum belasten. Da die Haushalte einen Großteil der Gesamtnachfrage ausmachen, könnte ihre Konsumzurückhaltung kurzfristig Großbritanniens Achillesferse sein.
Die Konsumenten geben viel Geld für Erlebnisse und kleine Genüsse aus
Obwohl die Gesamtausgaben zurückgingen, gönnen sich Verbraucher laut Barclays weiterhin kleinere Luxusartikel, die sofortige Befriedigung bieten. Besonders hervorzuheben sind die Ausgaben für Gesundheits-, Schönheits- und Apothekenprodukte, die im Jahresvergleich um 9,5 % stiegen. Dies deckt sich mit dem sogenannten „Lippenstift-Effekt“, bei dem Menschen in Zeiten finanziellen Drucks vermehrt auf preiswerte Luxusartikel anstatt auf andere Produkte zurückgreifen, um ihr seelisches Wohlbefinden zu erhalten.
Unterhaltung und Erlebnisse erfreuten sich ebenfalls relativ großer Beliebtheit. Große Musiktourneen von Künstlern wie Oasis, Coldplay und Sabrina Carpenter zogen hohe Ausgaben an, was zeigt, dass Konsumenten bereit sind, für Erlebnisse tief in die Tasche zu greifen, selbst wenn sie in anderen Bereichen sparen.
Laut Barclays spiegeln diese Tendenzen einen bewussteren Konsumstil wider. Verbraucher bevorzugen Erlebnisse gegenüber teuren Anschaffungen – kleine Freuden statt extravaganter Ausgaben. Dies spiegelt nicht nur knappe Haushaltsbudgets wider, sondern auch die Sehnsucht nach emotionaler Erfüllung. Analysten zufolge bieten diese Konsumgewohnheiten zwar Unternehmen im Freizeit- und Schönheitssektor eine gewisse Entlastung, können den allgemeinen Rückgang des privaten Konsums jedoch voraussichtlich nicht ausgleichen.
Die Daten zeichnen ein gemischtes Bild der britischen Wirtschaft. Zwar geben die Haushalte weiterhin Geld für Erlebnisse und kleine Freuden aus, doch der allgemeine Konsumrückgang spiegelt die wirtschaftlichen Herausforderungen wider, da die Inflation anhält und das Einkommenswachstum stagniert.
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