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Die Expansionspläne der UBS wurden durch neue Schweizer Bankenkapitalvorschriften zunichtegemacht

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Die Expansionspläne der UBS wurden durch neue Schweizer Bankenkapitalvorschriften zunichtegemacht
  • Die Schweizer Regierung schlägt strengere Kapitalanforderungen vor, die das Wachstum der UBS beeinträchtigen werden.
  • UBS muss die Eigenkapitaldeckung für ausländische Unternehmen von 60 % auf 100 % erhöhen.
  • Neue Regulierungen könnten die UBS dazu zwingen, zusätzliche 10 bis 15 Milliarden Dollar an Kapital zurückzustellen.
  • Der Schweizer Finanzminister kritisiert das 14,4 Millionen Dollar schwere Gehaltspaket von UBS-Chef Sergio Ermotti.

Die UBS muss ihr Wachstum möglicherweise bremsen, da die Schweizer Finanzbehörden kürzlich strenge neue Regeln eingeführt haben, die das Wachstum der Bank verteuern werden. In einem Interviewforderte der Schweizer Finanzminister die UBS heraus und erklärte, dass sie – wie auch andere Großbanken – ihr Kapital aufstocken müsse, um weiterhin erfolgreich zu sein.

Der Schweizer Finanzminister enthüllte am Samstag in einem Gespräch Details und erklärte, dass die UBS, sollten die neuen Regeln ab Mittwoch in Kraft treten, mehr cashverhindern der Credit Suisse, und die UBS gerate dabei offenbar zwischen die Fronten.

„Kurz gesagt, Wachstum wird teurer werden“, witzelte sie.

Kapitalklammern anziehen

Bei genauerer Betrachtung zielt der Plan darauf ab, die Eigenkapitalquote von Banken für ihre Auslandsniederlassungen grundlegend zu verändern und die vorgeschriebene Eigenkapitalquote von 60 % auf 100 % anzuheben. „Wenn wir diese Regelung jetzt anpassen, wird das Auswirkungen auf das Wachstum und die Größe der UBS haben“, betonte der Minister und fügte hinzu, dass dadurch regulatorische Schwierigkeiten im grenzüberschreitenden Geschäft abgemildert würden, falls es zu Problemen käme.

Analysten kursieren in den Medien und schätzen, dass die UBS zusätzlich 10 bis 15 Milliarden Dollar zurücklegen muss. Das ist eine gewaltige Summe, insbesondere wenn man bedenkt, dass CEO Sergio Ermotti im vergangenen Jahr stolze 14,4 Millionen Schweizer Franken verdiente.

Der Finanzminister scheute sich ebenfalls nicht, dies anzuprangern und deutete an, dass sich die UBS mit diesen hohen Gehaltsschecks selbst schadet.

Nach der Übernahme der Credit Suisse und der damit einhergehenden Vergrößerung auf das Doppelte der Größe der Schweizer Wirtschaft hoffte die UBS, dass die Regierung ihre Kapitalanforderungen lockern würde.

Kein Glück.

Die US-Behörden sind ganz nervös, und nun könnten die Pläne der UBS, Aktien zurückzukaufen und die Anleger zufriedenzustellen, auf Eis gelegt werden.

Die Regierung will die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma stärken und ihr mehr Befugnisse geben, um zu verhindern, dass Banken Fehler wie die Credit Suisse begehen. Der Haken an der Sache: Sie zögert, Finma hohe Geldstrafen gegen Banken verhängen zu lassen, die gegen die Regeln verstoßen.

Das ist rätselhaft und lässt mich fragen, ob sie zu nett zueinander sind.

Hauptstadtprobleme und Krisen

Die Credit Suisse ist nicht direkt zusammengebrochen, weil sie pleite war. Es ging vielmehr um Vertrauen. Als die Leute anfingen zu zweifeln, ob die Bank sich aus dem Schlamassel, den ihr schlechtes Management eingebrockt hatte, befreien könnte, wurde es brenzlig. Die Credit Suisse hielt ihre Tochtergesellschaften mit geliehenem Geld über Wasser, anstatt mit soliden cash. Die Finma ließ sie bei der Bewertung von Vermögenswerten etwas lax agieren, was die Situation nicht verbesserte.

Ende letzten Jahres verschaffte dieser regulatorische Trick der Credit Suisse einen Puffer von 6,2 Milliarden Schweizer Franken, den sie sonst nicht gehabt hätte. Die UBS startete mit komfortablen 11 Milliarden Franken mehr ins Jahr, als die Regeln vorschreiben, doch diese neuen Änderungen werden kein Zuckerschlecken.

Hier liegt der Haken: Die mangelnde Kapitalausstattung der Credit Suisse erschwerte den Verkauf ausländischer Tochtergesellschaften in der Krise. Das schränkte ihre Fähigkeit ein, während der Krise umzuschwenken oder die Probleme zu beheben. Der neue Plan sieht vor, dass Banken ab Januar ihre ausländischen Niederlassungen vollständig mit Eigenkapital absichern. Die UBS mag davon nicht begeistert sein, aber es klingt nach einer soliden Idee.

Zudem wollen sie die Banken intensiveren Stresstests unterziehen, um sicherzustellen, dass sie allen wirtschaftlichen Herausforderungen gewachsen sind, ohne dabei doppelte Risiken einzugehen. Das könnte kompliziert werden und für Aufsehen sorgen, insbesondere für einen Giganten wie die UBS, die mittlerweile eine bedeutende Rolle im Schweizer Bankensektor spielt.

Auch wenn die UBS und ihre Aktionäre angesichts der enormen Bedeutung der Bank für den Schweizer Bankensektor mit einigen Unannehmlichkeiten rechnen müssen, hätte es weitaus schlimmer kommen können. Diese Anpassungen und kleineren Probleme dienen einzig und allein der Stabilisierung des Systems und sollen einen erneuten Bankeneinbruch verhindern.

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Haftungsausschluss: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitanübernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent /oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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