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Die FDIC kritisiert die Schweiz wegen ihres Vorgehens beim Zusammenbruch der Credit Suisse

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
Die FDIC kritisiert die Schweiz wegen ihres Vorgehens beim Zusammenbruch der Credit Suisse
  • Die FDIC kritisierte die Entscheidung der Schweiz, die Credit Suisse mit der UBS zu fusionieren, anstatt sie zu schließen, und bezeichnete sie als wenig hilfreich.
  • Martin Gruenberg von der FDIC betonte, dass die US-Regulierungsbehörden bereit seien, große Banken vollständig zu schließen, um Finanzkrisen zu verhindern.
  • Das US-amerikanische Sanierungsverfahren beinhaltet die Abberufung des Managements, die Enteignung der Aktionäre und die Auferlegung von Verlusten auf die Gläubiger, um die finanzielle Stabilität zu gewährleisten.

Die Art und Weise, wie die Schweiz den Zusammenbruch der Credit Suisse durch die Fusion mit der UBS bewältigte, stieß bei den US- Regulierungsbehörden auf Kritik. Der Vorsitzende der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC), Martin Gruenberg, kritisierte dieses Vorgehen öffentlich. Anders als in der Schweiz, so Gruenberg, seien die US-Behörden darauf vorbereitet, eine so große Bank im Falle einer ähnlichen Krise vollständig zu schließen.

Gruenberg erläuterte in einem Gespräch mit der Financial Times ein kürzlich von der FDIC veröffentlichtes Papier. Dieses Dokument beschreibt das Vorgehen im Falle des Zusammenbruchs einer global bedeutenden Bank wie der Credit Suisse. Er betonte, dass die Haltung der FDIC Aktionären, Gläubigern und Bankmanagern deutlich vor Augen führt, dass die Zeiten staatlicher Rettungsaktionen zur Stabilisierung des Systems – wie etwa 2008 nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers – vorbei sind.

Ein Wandel bei den Lösungsstrategien

Gruenberg äußerte sich unzufrieden über die Entscheidung der Schweizer Behörden, die Credit Suisse keinem formellen Abwicklungsverfahren zu unterziehen. Er nannte dies eine „verpasste Chance“ und meinte, ein solches Vorgehen wäre für die Finanzstabilität und das Marktvertrauen vorteilhafter gewesen. Stattdessen wird die FDIC nun einen Abwicklungsrahmen implementieren, der die geordnete Insolvenz jedes großen Finanzinstituts, einschließlich Giganten wie JPMorgan, ermöglichen soll.

Der Ansatz der FDIC beinhaltet drastische Maßnahmen wie die Abberufung des Top-Managements, die Vernichtung des Aktionärswerts und die Auferlegung von Verlusten auf die Gläubiger der Holdinggesellschaft, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass die wesentlichen operativen Tochtergesellschaften funktionsfähig bleiben, um weitreichende wirtschaftliche Störungen zu verhindern.

Diese Strategie basiert auf den Befugnissen des Dodd-Frank Act, der nach der Finanzkrise von 2008 erlassen wurde. Dieses Gesetz schuf neue rechtliche Rahmenbedingungen für den Umgang mit dem Scheitern bedeutender Finanzinstitute, die sich von den Standardverfahren für kleinere Bankenzusammenbrüche wie die der Silicon Valley Bank, der Signature Bank und der First Republic im letzten Jahr unterscheiden.

Im Gegensatz dazu erlaubten die Schweizer Behörden die Fusion der Credit Suisse mit der UBS, wodurch ein Teil des Eigenkapitals erhalten blieb und bestimmte Anleihegläubiger Verluste hinnehmen mussten. Diese umstrittene Entscheidung kehrte die traditionelle Kapitalstruktur im Wesentlichen um und löste international Debatten und Kritik aus.

Globale Perspektiven und zukünftige Auswirkungen

Nach der Fusion hat die Schweiz neue Maßnahmen zur Stärkung ihres Bankensektors vorgeschlagen. Zu diesen Empfehlungen gehören die Erweiterung der Befugnisse der Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma und die Verschärfung der Kapitalanforderungen an Großbanken. Diese Vorschläge, die maßgeblich von der UBS unterstützt werden, sollen im Schweizer Parlament debattiert werden.

Die Geschichte um den Zusammenbruch der Credit Suisse reicht jedoch über regulatorische Anpassungen hinaus. UBS-Chef Sergio Ermotti betonte auf dem Ambrosetti Spring Forum in Italien, dass die Fusion als „Fallstudie“ für künftige Konsolidierungen im Bankensektor dienen sollte. Er argumentierte, dass solche Schritte unerlässlich seien, umtron, global wettbewerbsfähige Banken zu schaffen.

Trotzdem räumte Ermotti ein, dass das aktuelle politische und wirtschaftliche Klima in Europa die rasche Durchführung solch bedeutender Fusionen nicht uneingeschränkt begünstigt. Er betonte die Notwendigkeit einer Bankenunion und einer Kapitalmarktunion in Europa, um die globale Wettbewerbsfähigkeit europäischer Banken zu stärken.

Die klare Botschaft der FDIC aus diesem Debakel ist, dass Anleger vorsichtig sein sollten, da das Sicherheitsnetz der Bankschulden nicht mehr so ​​sicher ist wie früher.

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Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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