Trumps Politik verursacht mehr wirtschaftliche Unsicherheiten als COVID-19

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Laut EZB-dent Luis de Guindos schaffen Trumps Maßnahmen mehr wirtschaftliche Unsicherheit als COVID-19.
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Handelskriege mit China, Kanada und der EU schaden den globalen Märkten, und die Zentralbanken haben Schwierigkeiten, Inflation und Wachstum vorherzusagen.
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Die US-Notenbank Federal Reserve, die Bank of England und die Bank of Japan halten die Zinssätze unverändert, während Brasilien und Russland aufgrund der steigenden Inflation über politische Änderungen nachdenken.
dent Luis de Guindos, Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB), ist die Weltwirtschaft unter Trump mit mehr Unsicherheit konfrontiert als während der COVID-19-Pandemie.
Im Gespräch mit der Sunday Timessagte Luis: „Wir müssen die Unsicherheit des aktuellen Umfelds berücksichtigen, die sogar noch größer ist als während der Pandemie.“
Luis machte deutlich, dass die neue US-Regierung kein Interesse am Multilateralismus hat – jener globalen Zusammenarbeit, die die Wirtschaft während der letzten Krise einigermaßen stabil gehalten hat.
„Wir beobachten, dass die neue US-Regierung der Fortsetzung des Multilateralismus, bei dem es um die Zusammenarbeit über verschiedene Rechtsordnungen hinweg und die Suche nach gemeinsamen Lösungen für gemeinsame Probleme geht, nicht sehr aufgeschlossen gegenübersteht. Dies ist eine sehr wichtige Veränderung und eine große Quelle der Unsicherheit.“
Drohungen durch einen Handelskrieg stören die globalen Märkte
Da Trump die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern verweigert, fällt es den Zentralbanken schwer, Inflation, Wachstum und Zinsentwicklung vorherzusagen. EZB-dent Christine Lagarde warnte letzten Mittwoch, dass ein Handelskrieg mit China, Kanada und der Europäischen Union der Weltwirtschaft defischaden werde – aber war diese Warnung überhaupt nötig?
José Luis Escrivá erklärte gegenüber Bloomberg TV, Inflation und Wirtschaftswachstum seien aufgrund der volatilen Politik Washingtons derzeit nicht mehr vorhersehbar. Die Prognosen der EZB gehen für die Eurozone in diesem Jahr von lediglich 0,9 % Wachstum aus, was eine weit verbreitete wirtschaftliche Stagnation widerspiegelt.
Das Verbrauchervertrauen sinkt. Luis erklärte: „Die Reallöhne sind gestiegen, die Inflation geht zurück, die Zinsen sinken und die Finanzierungsbedingungen haben sich verbessert. Dennoch zieht der Konsum nicht an.“ Die Menschen halten sich mit Ausgaben zurück und sind besorgt über die Zukunft. „Sie bedenken auch die mittelfristige Wirtschaftsentwicklung, die von großer Unsicherheit geprägt ist. Die Möglichkeit eines Handelskriegs oder eines größeren geopolitischen Konflikts wirkt sich negativ auf das Verbrauchervertrauen aus.“

Die europäischen Regierungen erhöhen unterdessen ihre Verteidigungsausgaben, doch die langfristigen Folgen sind unklar. Luis räumte ein, dass diese Ausgaben das Wirtschaftswachstum ankurbeln könnten, fügte aber hinzu: „Sie werden sich voraussichtlich positiv auf das Wachstum auswirken und nur begrenzte Auswirkungen auf die Inflation haben.“
Die Zentralbanken halten die Zinssätze angesichts der vorherrschenden Unsicherheit unverändert
Weltweit sind die Zentralbanken angespannt und warten gespannt auf die vollen Auswirkungen von Trumps Politik. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wird die Zinsen voraussichtlich bei ihrer nächsten Sitzung unverändert lassen, doch die Märkte achten auf Signale von Fed-Chef Jerome Powell. Investoren prognostizieren zwei Zinssenkungen in diesem Jahr, beginnend im September. Powell selbst erklärte jedoch: „Die Fed muss es mit Zinssenkungen nicht eilig haben.“
Gleichzeitig schüren die Volatilität der Wall-Street-Märkte, das schwache Wachstum und das sinkende Verbrauchervertrauen die Sorge vor einer möglichen Rezession. Trumps Handelskrieg verschärft die Lage zusätzlich, und die US-Notenbank ist sich unsicher, ob sie eingreifen sollte.
Es wird erwartet, dass die Bank von Japan die Zinsen unverändert lässt, während sie die Auswirkungen ihrer Zinserhöhung vom Januar prüft. Inflation und Yen-Schwäche geben weiterhin Anlass zu großer Sorge, und Ökonomen sind sich uneins, ob eine Zinserhöhung im Mai oder Juli erfolgen wird.
Andere Zentralbanken verfolgen einen vorsichtigen Ansatz. Indonesien wird die Zinssätze voraussichtlich unverändert lassen, um Kapitalabflüsse zu verhindern. In China dürften die Banken die Leitzinsen für ein- und fünfjährige Kredite ebenfalls stabil halten, da die Behörden weitere Wirtschaftsdaten abwarten. Auch die taiwanesische Zentralbank wird die Zinssätze voraussichtlich zum vierten Mal in Folge bei 2 % belassen.
Die Bank von England verfolgt ebenfalls eine vorsichtige Strategie. Die Leitzinsen dürften selbst nach einem unerwarteten BIP-trac. Angesichts geopolitischer Spannungen, Inflationssorgen und der Unsicherheit über den Haushalt der Labour-Regierung zögern die politischen Entscheidungsträger, die Zinsen zu früh zu senken. Einige Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses befürworten sofortige Senkungen, andere wollen abwarten.
Auch die russische Zentralbank spürt die Auswirkungen. Die Inflation stieg im Februar auf über 10 %, und die Zinssätze verharren bei einem Rekordhoch von 21 %. Es wird erwartet, dass die Verantwortlichen die Zinssätze vorerst hoch halten werden.
In Argentinien verschärfen Trumps Maßnahmen die Lage zusätzlich. Seit seinem Amtsantritt im Dezember 2023 hatdent Javier Milei die Zinsen zehnmal gesenkt, eine weitere Senkung ist diese Woche wahrscheinlich. Seine aggressive Strategie zielt darauf ab, die Inflation einzudämmen, doch die langfristigen Auswirkungen sind noch weitgehend unklar.
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