Der Goldpreis stieg am Freitag auf ein Rekordhoch von 2.990,21 US-Dollar pro Unze und übertraf damit die Höchststände vom Wochenbeginn, da die Zolldrohungen vondent Donald Trump und schwache Inflationsdaten die Anleger in Richtung sicherer Anlagen trieben.
Der Preisanstieg des Edelmetalls wurde durch US-Daten befeuert, die eine Stagnation der Großhandelsinflation im Februar zeigten und damit die Aussichten auf eine Lockerung der Geldpolitik durch die Fed verstärkten.

Niedrigere Kreditkosten kommen Gold in der Regel zugute, da es selbst keine Rendite abwirft. GleichzeitigtracUS-Staatsanleihen eine starke Nachfrage, was die Renditen 10- und 30-jähriger US-Staatsanleihen auf neue Monatshöchststände trieb.
Die Sorgen um das amerikanische Wachstum belasteten auch die Aktienmärkte, der S&P 500 rutschte am Donnerstag in eine 10%ige Korrektur ab und verlor damit seit seinem Höchststand im Februar rund 5 Billionen Dollar an Marktkapitalisierung.
Trumps Versprechen, europäische Weine und verwandte Produkte mit einem 200-prozentigen Zoll zu belegen, verstärkte die Ängste der Anleger, ebenso wie seine Weigerung, die neu eingeführten Stahl- und Aluminiumzölle oder von den für den 2. April geplanten Gegenzöllen abzurücken.
Insgesamt sind die Banken hinsichtlich des Goldpreises optimistischer geworden. Die Macquarie Group prognostiziert, dass ihr Wert im zweiten Quartal auf bis zu 3.500 US-Dollar pro Unze steigen könnte. BNP Paribas SA geht davon aus, dass der durchschnittliche Goldpreis über 3.000 US-Dollar bleiben wird.

