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Traditionelle Banken erschließen sich den milliardenschweren Stablecoin-Markt, um der Dominanz von Tether entgegenzuwirken 

VonHannah CollymoreHannah Collymore
3 Minuten Lesezeit
Traditionelle Banken erschließen sich den milliardenschweren Stablecoin-Markt, um der Dominanz von Tether entgegenzuwirken 
  • Berichten zufolge haben Banken wie die Société Générale und Standard Chartered damit begonnen, Stablecoins für Zahlungen und Gehaltsabrechnungen auszugeben.
  • Visa erprobt die Ausgabe von Stablecoins zusammen mit Banken wie BBVA; der offizielle Start ist für 2025 geplant.
  • Stablecoins erwirtschafteten in diesem Jahr einen Nettogewinn von 10 Milliarden US-Dollar für Tether.

 

Traditionelle Banken wie Société Générale, Standard Chartered und Revolut versuchen nun, sich ein Stück vom Kuchen der Tether-Dominanz im Stablecoin-Markt zu sichern. Die Chance wurde besonders deutlich, nachdem Tether beschlossen hatte, seinen Stablecoin EURt einzustellen. 

Tether Holdings hat jahrelang die Entwicklung von Stablecoins maßgeblich mitgestaltet und damit den globalen Finanzsektor revolutioniert. Da sich traditionelle Finanzinstitute zunehmend dem Kryptomarkt öffnen, wagen nun auch Banken den Schritt, Stablecoins auszugeben. Bloomberg berichtete, dass diese Banken versuchen werden, die Lücke zu füllen, die durch die Einstellung des EURt-Stablecoins von Tether Holdings entsteht.

Tether brachte 2016 den Stablecoin EURt auf den Markt. Anders als das Flaggschiffprodukt USDT konnte EURt die Erwartungen jedoch nicht erfüllen und hatte nach dem Start Schwierigkeiten, sich zu tracUSDT von den über 138 Milliarden US-Dollar

Tether Holdings gab im November bekannt, dass es den Stablecoin EURt gemäß den neuen Vorschriften für den Markt für Krypto-Assets (MiCA) in Europa einstellen wird. 

Alle einsteigen in den Stablecoin-Zug!

Die Nettogewinne von Tether in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar haben sich als starker Anreiz für traditionelle Banken erwiesen, die keine Zeit verlieren und umgehend aktiv werden. Société Générale-Forge (SG-Forge) hat bereits einen an den Euro gekoppelten Stablecoin (EURCV) eingeführt und das Produkt für Privatanleger geöffnet. 

Oddo BHF, BBVAund Revolut prüfen die Einführung eigener, auf Euro lautender Stablecoins. AllUnity plant die Ausgabe eines weiteren Euro-basierten Stablecoins im nächsten Jahr. 

MiCA hat einen klaren Regulierungsrahmen für Stablecoins und Krypto-Assets in der EU geschaffen und es Unternehmen und Banken erleichtert, ihre Stablecoins auszugeben. Diese Klarheit hat auch den Wettbewerb auf dem Stablecoin-Markt gefördert, insbesondere da Tether die Umsetzung aller Standards der neuen europäischen Verordnung weiterhin verzögert. 

Jean-Marc Stenger, CEO von SG-FORGE, bestätigte, dass mehrere Banken in Gesprächen über die Nutzung der Stablecoin-Technologie des Unternehmens sind, entweder durch Partnerschaften oder White-Label-Verträge. 

Die US-Banken hinken hinterher, da es noch keine Gesetze gibt, die die Ausgabe von Stablecoins erlauben. Es wird jedoch erwartet, dass sie den Markt überschwemmen werden, sobald die entsprechenden Gesetze verabschiedet sind. 

Der weltweite Boom der Stablecoins 

Nicht nur traditionelle Banken setzen auf Stablecoins. Visa hat ein Tokenisierungsnetzwerk ins Leben gerufen, um die Ausgabe von Stablecoins zu vereinfachen. BBVA gehört zu den Banken, die Visas Technologie testen, und führt darüber hinaus Gespräche mit vielen weiteren Banken. 

Cuy Sheffield, der Leiter der Kryptoabteilung bei Visa, bestätigte in einem Interview mit Bloomberg, dass sie Angebote von Banken in Singapur, Brasilien und Hongkong erhalten haben. 

„Wir stehen mit einer Reihe von Banken weltweit in engem Austausch und befinden uns in verschiedenen Phasen des Prozesses“, sagte er. 

Standard Chartered ging eine Partnerschaft mit Animoca Brands Ltd. und Hong Kong Telecommunications Ltd. ein und wurde als einer der ersten Emittenten von auf HKD lautenden Stablecoins in einem experimentellen Programm ausgewählt. 

JPMorgan Chase erforscht Einlagentoken, die Stablecoins ähneln, aber an Bankkonten gebunden sind. Die Einlagentoken weisen Einschränkungen auf, die durch den Einsatz von Stablecoins ausgeglichen werden können. Dadurch können Banken die Blockchain-Technologie nutzen, um einige der inhärenten Herausforderungen traditioneller Bankensysteme zu bewältigen. 

Die Verwendung von Stablecoins birgt jedoch eigene Herausforderungen für Banken. Eine Analyse zeigte, dass die Umwandlung von Kundeneinlagen in Stablecoin-Reserven die Liquiditätsdeckungsquoten schwächen und die Fähigkeit der Banken, kurzfristige Verpflichtungen in turbulenten Zeiten zu erfüllen, beeinträchtigen könnte. 

Die US-Regulierungsbehörden müssten außerdem klären, was als akzeptable Reserven gilt und ob Stablecoin-Einlagen versichert werden, um Panik bei den Nutzern zu vermeiden.  

Der Aufstieg digitaler Zentralbankwährungen (CBDCs) ist ebenfalls ein Problem, da er die von Banken ausgegebenen Stablecoins für Großhandelszahlungen und andere Anwendungsfälle bedroht.

Trotz dieser Hürden sitzt Tether auf einer Goldgrube von 10 Milliarden Dollar, und die Banken scheinen der Ansicht zu sein, dass die Probleme mit den Stablecoins ein Problem sind, das es wert ist, in Kauf genommen zu werden. 

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