Händler treiben Dollar und Gold nach oben, während die Aktienkurse vor der US-Wahl stagnieren

- Der Dollar steigt auf ein Mehrmonatshoch, während Gold trotz stagnierender Aktienmärkte im Vorfeld der US-Wahlen Rekordwerte erreicht.
- Der japanische Yen und der Euro verlieren an Wert, während der Dollar an Stärke gewinnt, wobei die Sorgen um Trumps Politik den Druck auf die globalen Währungen zusätzlich erhöhen.
- Bitcoin hat Schwierigkeiten, die Marke von 70.000 US-Dollar zu überschreiten, wobei steigende US-Anleiherenditen den Kryptomarkt unter Druck setzen.
Gold hat trotz des starken Dollars ein Rekordhoch von 2.757,99 US-Dollar pro Unze erreicht. Anleger agieren vorsichtig und vermeiden vor der USdentgroße Investitionen. Die politische Unsicherheit ist eindeutig ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung.
Der Dollar steigt weiter und erreicht gegenüber Yen, Euro und Pfund Sterling Mehrmonatshochs. Der japanische Yen, der in diesem Jahr bereits die schwächste Währung ist, notiert aktuell bei 152,45 Yen pro Dollar.
Inzwischen sind auch die Renditen von US-Staatsanleihen auf ein Dreimonatshoch gestiegen, was den Yen und den Euro zusätzlich belastet, während europäische Aktien Schwäche zeigen; der STOXX 600 gab um 0,1 % nach.
US-Wahlen lösen Volatilität aus
Die Wahl verunsichert die Märkte weltweit. Händler bereiten sich auf starke Kursschwankungen in den kommenden Tagen vor, insbesondere da die Chancen für einen Sieg von Donald Trump über Kamala Harris steigen.
Meinungsumfragen deuten zwar noch auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hin, doch die Wettmärkte tendieren zunehmend zu Trump. Das bedeutet, dass Zölle und Einwanderungsbeschränkungen wieder in den Fokus rücken könnten, was wiederum die Inflation ankurbeln dürfte.
Die Rolle der US-Notenbank (Fed) in diesem Zusammenhang darf nicht außer Acht gelassen werden. Noch vor einem Monat rechneten Händler fest damit, dass die Fed die Zinsen bis Januar um einen vollen Prozentpunkt senken würde.
Diese Hoffnungen haben sich nun abgekühlt, und Händler erwarten lediglich eine Zinssenkung um einen halben Prozentpunkt. Grund dafür sind dietronals erwartet ausgefallenen US-Wirtschaftsdaten, die Wachstum und einen Anstieg der Beschäftigung belegen. Diese veränderten Erwartungen sind der Grund für die stark steigenden Renditen von US-Staatsanleihen.
Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihe ist um 2,6 Basispunkte auf 4,2316 % gestiegen, was einem Anstieg um 50 Basispunkte seit der Zinssenkung der Fed am 18. September entspricht. In Europa zeigt sich ein ähnliches Bild. Der Eurokurs fiel um 0,1 % auf 1,0787 US-Dollar und erreichte damit den niedrigsten Stand seit August.
Goldman Sachs warnt, dass ein Wahlsieg Trumps den Eurokurs aufgrund drohender neuer Zölle um bis zu 10 % drücken könnte. Auch japanische Aktien stehen nicht viel besser da: Der Nikkei gab um 0,8 % nach, während der Yen weiter an Wert verlor.
Gold defisich der Dollarstärke
Während der Dollar steigt, legt auch der Goldpreis zu – ungewöhnlich, da sich beide normalerweise gegenläufig entwickeln. Analysten sehen den Konflikt im Nahen Osten als Hauptgrund dafür, da risikoscheue Anleger verstärkt in Gold investieren.
Der rekordverdächtige Preisanstieg des Edelmetalls erfolgt trotz steigender US-Renditen. Analysten fragen sich daher, wie viel Potenzial der Goldpreis noch hat.
Auch an den Rohstoffmärkten sinken die Ölpreise. Die Brent-Rohöl-Futures fielen um 0,7 % auf 75,44 US-Dollar pro Barrel, West Texas Intermediate um 0,9 %. Steigende Kraftstoffvorräte in den USA üben Abwärtsdruck auf die Preise aus, während Anleger diematic Bemühungen im Nahen Osten genau beobachten.
Bitcoin stößt auf Widerstand
Bitcoin ist erneut an seine Grenzen gestoßen und konnte die Marke von 70.000 US-Dollar nicht durchbrechen. Die steigenden Renditen von US-Staatsanleihen bereiten den Kryptomärkten Sorgen, da Händler befürchten, dass die höheren Renditen risikoreichere Anlagen wie Bitcoinbelasten könnten.
Trotzdem glauben einige Analysten weiterhin an einen Aufwärtstrend für Bitcoin und verweisen auf das erwartete „Golden Cross“-Muster. Steigende Anleiherenditen könnten jedoch risikoreichere Anlagen wie Bitcoin und Technologieaktien mit zunehmenden Schwierigkeiten konfrontiert werden.
Andere sehen die Zinssenkung der Fed als Fehler an und ziehen Vergleiche zur Zinssenkung von 1967, die zu Inflation und letztlich zu einer Rezession führte.
Damals senkte die Zentralbank angesichts eines angespannten Arbeitsmarktes die Zinsen, was zu einer breit angelegten Inflation führte, die einige Jahre später in eine Rezession mündete. Es besteht die Sorge, dass sich die Geschichte wiederholen könnte, insbesondere da der Inflationsdruck bereits zunimmt.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der Wert Bitcoin bei 66.508 US-Dollar.
Die klügsten Köpfe der Krypto-Szene lesen bereits unseren Newsletter. Möchten Sie auch dabei sein? Dann schließen Sie sich ihnen an.
Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
CRASH-KURS
- Mit welchen Kryptowährungen kann man Geld verdienen?
- Wie Sie Ihre Sicherheit mit einer digitalen Geldbörse erhöhen können (und welche sich tatsächlich lohnen)
- Wenig bekannte Anlagestrategien, die Profis anwenden
- Wie man mit dem Investieren in Kryptowährungen beginnt (welche Börsen man nutzen sollte, welche Kryptowährung am besten zum Kauf geeignet ist usw.)














