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TikTok wird sich angesichts der ungewissen Zukunft der USA verstärkt auf KI-Moderatoren stützen

VonHannah CollymoreHannah Collymore
Lesezeit: 2 Minuten
TikTok wird sich angesichts der ungewissen Zukunft der USA verstärkt auf KI-Moderatoren stützen
  • TikTok plant, im Rahmen einer globalen Umstrukturierung zur Automatisierung von Moderationsaufgaben mithilfe von KI mehrere hundert Mitarbeiter in seiner Londoner Abteilung für Vertrauen und Sicherheit zu entlassen.
  • Die Entlassungen erfolgen im Zuge der Durchsetzung des britischen Online-Sicherheitsgesetzes, das Technologieunternehmen dazu verpflichtet, die Verbreitung schädlicher Inhalte zu verhindern, andernfalls drohen ihnen Geldstrafen von bis zu 18 Millionen Pfund.
  • Es wird erwartet, dass ByteDance, die Muttergesellschaft von TikTok, ihre US-amerikanischen Vermögenswerte veräußern wird, während Trump behauptet, es gäbe bereits amerikanische Käufer vor Ort.

TikTok verlagert seinen Schwerpunkt schrittweise auf KI-gestützte Inhaltsmoderation, was weltweit zu erheblichen Entlassungen von menschlichen Moderatoren führt, da das Unternehmen versucht, die Effizienz zu steigern und die Kosten zu senken. 

Nach Schätzungen der Communication Workers Union sind in der Londoner Vertrauens- und Sicherheitsabteilung des Unternehmens etwa 300 Personen beschäftigt, und die meisten von ihnen werden betroffen sein.

Technologische Fortschritte zwingen TikTok, seinen Ansatz zur Inhaltsmoderation zu überdenken

TikTok plant Berichten zufolge, Hunderte von Mitarbeitern in London zu entlassen, die für Inhaltsmoderation und Sicherheit zuständig sind. Viele vermuten, dass dies eine Reaktion auf den britischen Online Safety Act.

Das Sicherheitsgesetz verpflichtet internationale Technologieunternehmen, die Verbreitung gefährlicher Stoffe zu verhindern, andernfalls drohen ihnen hohe Geldstrafen.

Die britischen Mitarbeiter der Vertrauens- und Sicherheitsabteilung des chinesischen Konzerns wurden bereits am Freitag per E-Mail darüber informiert, dass das Unternehmen möglicherweise die „Moderations- und Qualitätssicherungsarbeiten“ an seinem Londoner Standort einstellen wird, da es bestrebt ist, den Prozess mithilfe von KI stärker zu automatisieren.

TikTok rechnet damit, dass mehrere hundert Arbeitsplätze im Bereich Vertrauen und Sicherheit in Großbritannien sowie in Süd- und Südostasien betroffen sein könnten, da im Rahmen einer globalen Reorganisation der Maßnahmen zur Inhaltsmoderation ein kollektiver Konsultationsprozess beginnt.

„Die vorgeschlagenen Änderungen zielen darauf ab, die operative Expertise an bestimmten Standorten zu konzentrieren“, heißt es in einer E-Mail, die der Financial Timesund in der auch Pläne für eine Mitarbeiterversammlung mit den betroffenen Angestellten am Freitagmorgen enthalten sind.

Die Plattform für virale Videos hat eingeräumt, dass „technologische Fortschritte, wie die Verbesserung großer Sprachmodelle, unseren Ansatz verändern“.

Das Sicherheitsgesetz hat in Großbritannien gemischte Reaktionen hervorgerufen, da es Unternehmen dazu verpflichtet, Alterskontrollen für Nutzer durchzuführen, die versuchen, auf potenziell schädliche Inhalte zuzugreifen.

Unternehmen, die sich weigern, dieser Vorgabe nachzukommen – sowie derjenigen, die vorschreibt, dass Technologieunternehmen gefährliches und illegales Material unverzüglich beseitigen müssen –, müssen mit Strafen von bis zu 18 Millionen Pfund oder 10 % ihres weltweiten Umsatzes rechnen, je nachdem, welcher Betrag höher ist.

TikTok arbeitet bereits mit Hochdruck an der Umsetzung der Vorgaben. Das Unternehmen führte letzten Monat neue „Alterssicherungs“-Kontrollen ein und kündigte Pläne an, mithilfe von maschinellem Lernen das Alter eines Nutzers anhand seiner Nutzung der Website und seiner Kommunikationspartner zu „ermitteln“.

Diese KI-basierten Systeme müssen noch von der Regulierungsbehörde Ofcom zugelassen werden, die derzeit die Einhaltung der Vorschriften prüft.

TikToks Kampf in den USA hält an

Nicht nur in Großbritannien TikTok mit Problemen zu kämpfen; auch in den USA läuft es nicht besonders gut.

Im vergangenen Jahr wurde ByteDance per Gerichtsbeschluss dazu verpflichtet, die US-Vermögenswerte von TikTok zu veräußern oder signifikante Fortschritte in Richtung eines Verkaufs nachzuweisen. Trump entschied sich jedoch nach seinem Amtsantritt am 20. Januar dagegen, den Beschluss durchzusetzen.

Der Schritt hat den Kongress gespalten; einige Abgeordnete murrten darüber, dass er das Gesetz missachte und nationale Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit Chinas Verbindungen zu der Streaming-App ignoriere.

Trump teilt diese Bedenken nicht und wies am Freitag die parteiübergreifenden Sicherheitsbedenken bezüglich der App als „stark überbewertet“ zurück, erklärte sich selbst zum „Fan von TikTok“ und versicherte, dass seine Regierung bereit sei, mit etwaigen Problemen umzugehen.

In der Zwischenzeit versicherte er allen, dass bereits amerikanische Käufer für TikTok in den Startlöchern stünden, und brachte die Möglichkeit ins Spiel, zu verlängern die Frist für ByteDance zur Veräußerung der US-Vermögenswerte der App

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