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Die Nutzung von VPNs in Großbritannien steigt sprunghaft an, da Internetnutzer den Sicherheitsregeln „nein danke“ sagen

In diesem Beitrag:

  • Die Downloads von VPNs in Großbritannien stiegen sprunghaft an, nachdem neue Altersverifizierungsregeln im Rahmen des Online Safety Act in Kraft getreten waren.
  • Proton VPN verzeichnete einen Anstieg der Anmeldungen in Großbritannien um 1400 % und wurde damit zur beliebtesten kostenlosen App im App Store.
  • Kritiker argumentieren, dass das Gesetz, das dem Schutz minderjähriger Nutzer dient, die digitale Privatsphäre verletzt, während Ofcom zugibt, dass es nicht narrensicher ist.

Die Zahl der Briten, die VPN-Apps (Virtual Private Network) herunterladen, ist am Wochenende sprunghaft angestiegen, nachdem im Rahmen des britischen Online Safety Act neue Altersverifizierungsregeln in Kraft getreten waren. Dies wirft Fragen nach der Machbarkeit der Durchsetzung digitaler Kontrollen in einer offenen Gesellschaft auf.

Proton VPN, entwickelt von der in der Schweiz ansässigen Proton AG, hat laut Apples App-Charts am Wochenende ChatGPT als meist heruntergeladene kostenlose App im britischen App Store von Apple abgelöst.

Weitere VPN-Apps von Nord Security und Super Unlimited schafften es ebenfalls in die Top Ten. Proton verzeichnete nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes einen Anstieg der Anmeldungen von Nutzern aus Großbritannien um 1400 %.

„Normalerweise würden wir solche starken Anstiege bei den Anmeldungen mit größeren Unruhen in Verbindung bringen“, sagte Proton laut Medienberichten.

Der Ansturm auf die Installation von VPNs, Tools, die in Ländern wie China und Iran häufig zur Umgehung staatlicher Firewalls eingesetzt werden, lässt vermuten, dass ein erheblicher Anteil der britischen Internetnutzer nicht bereit ist, die Maßnahmen zur digitalendentzu befolgen, die Minderjährige vor Online-Gefahren schützen sollen.

Britische Nutzer setzen auf technologische Hilfsmittel, um digitale Zäune zu erweitern.

Nach dem Online Safety Act , der 2023 von der konservativen Regierung verabschiedet wurde, aber stufenweise in Kraft trat, sind Tausende von Plattformen, die Inhalte für Erwachsene anbieten, darunter Social-Media-Plattformen wie X, TikTok und Reddit, nun verpflichtet, Altersverifizierungs- oder „Altersgarantie“-Systeme für britische Nutzer einzuführen.

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Die Regulierungsbehörde Ofcom, die die Regeln seit vergangenem Freitag durchsetzt, erklärt, das Ziel sei es, den Zugang von Kindern unter 18 Jahren zu schädlichen Online-Inhalten, darunter Pornografie, Inhalte, die zu Selbstverletzung, Essstörungen oder Suizid anstiften, einzuschränken. Unternehmen, die sich nicht daran halten, riskieren Geldstrafen von bis zu 18 Millionen Pfund oder 10 % ihres weltweiten Umsatzes.

Auch wenn VPNs eine einfache Umgehungslösung bieten, Cybersicherheitsexperten und Datenschützer, dass die digitalen Echtzeit-Identitätsprüfungen die bürgerlichen Freiheiten verletzen.

„Das passiert, wenn Leute, die keine Ahnung von Technologie haben, Gesetze verabschieden“, schrieb Anthony Rose , ein britischer Unternehmer und ehemaliger Architekt des BBC iPlayer, in einem Beitrag auf X. „Die Installation eines VPNs dauert weniger als fünf Minuten. Das ist das Schöne an VPNs: Man kann überall sein, wo man will.“

Wie sicher ist das britische Inhaltssicherheitsnetz?

Ofcom räumte am Wochenende ein, dass Alterskontrollen „kein Allheilmittel“ seien, betonte aber, dass sie ein Schritt zur Verringerung derdentKonfrontation von Kindern mit grafischen oder schädlichen Inhalten seien.

„Bislang konnten Kinder leicht auf Pornografie und andere schädliche Online-Inhalte stoßen, ohne danach zu suchen“, erklärte die Aufsichtsbehörde in einer Stellungnahme. „Altersprüfungen werden dazu beitragen, dies zu verhindern.“

Dennoch wächst der Widerstand. Mehr als 290.000 Menschen haben auf der Website des britischen Parlaments eine Petition zur Aufhebung des Online-Sicherheitsgesetzes unterzeichnet, die überwiegende Mehrheit davon in den letzten Tagen. Da die Zahl von 100.000 Unterschriften überschritten wurde, ist das Parlament nun verpflichtet, das Gesetz zu beraten.

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Die Regelung im Vereinigten Königreich wird von anderen Demokratien, die ähnliche Gesetze prüfen, genau beobachtet.

Der Online Safety Act hat bereitsmatic Spannungen hervorgerufen. Einige US-Beamte, insbesondere innerhalb des republikanisch geprägten Lagers, haben Bedenken hinsichtlich seiner Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit und die digitale Souveränität geäußert.

Der britische Technologieminister Peter Kyle erklärte jedoch, die Regeln stünden „nicht zur Verhandlung“, auch wenn London ein umfassenderes digitales Handelsabkommen mit Washington anstrebt.

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