Zusammenfassung (TL;DR)
- Die SEC hat Krypto-Unternehmen mit Strafen in Höhe von 2,4 Milliarden Dollar belegt
- Insgesamt sind 97 Unternehmen betroffen
- Die Behörde wird ihre Razzien im Jahr 2022 fortsetzen
In den letzten Jahren war die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC in zahlreiche Rechtsstreitigkeiten mit Kryptounternehmen verwickelt. Angesichts des rasanten Wachstums des Sektors ist eine Überwachung seiner Aktivitäten notwendig geworden. Laut einem Bericht von Cornerstone Research hat die SEC insgesamt Strafen in Höhe von rund 2,4 Milliarden US-Dollar gegen Unternehmen der Kryptobranche verhängt.
Die SEC hat seit 2013 gegen 97 Unternehmen Strafen verhängt
Laut der Studie umfasst diese Zahl lediglich die gesamten Strafen, die die Aufsichtsbehörde seit 2013 gegen Unternehmen verhängt hat. Der Bericht erwähnt außerdem, dass die Behörde im selben Zeitraum in diverse Auseinandersetzungen mit nicht weniger als 97 Unternehmen aus dem Kryptosektor verwickelt war. Laut Cornerstone-Bericht handelte es sich bei 58 dieser 97 Fälle um reine Gerichtsverfahren, während die übrigen Fälle Verwaltungsklagen betrafen.
In ähnlicher Weise verursachten Gerichtsverfahren Kosten in Höhe von 1,71 Milliarden US-Dollar, während Verwaltungsverfahren 640 Millionen US-Dollar ausmachten. Der Bericht führte außerdem aus, dass die gegen Unternehmen verhängten Strafen etwa 1,86 Milliarden US-Dollar und die gegen Einzelpersonen etwa 490 Millionen US-Dollar betrugen. Obwohl die SEC bereits 2013 ihre erste Geldstrafe gegen ein Unternehmen verhängte, erzielte sie erst ab 2017 einen deutlichen Anstieg. Der Bericht merkte an, dass die Liste der zwischen 2013 und 2017 verhängten Geldstrafen etwa sechs Unternehmen umfasste.
Die Behörde wird ihre Razzien im Jahr 2022 fortsetzen
Der Bericht zeigt weiterhin, dass die Behörde im vergangenen Jahr lediglich 20 der insgesamt 20 Klagen eingeleitet hat. Sechs dieser Klagen waren auf Verwaltungsverfahren zurückzuführen, während 14 Klagen vor Gericht verhandelt wurden. Laut Bericht stehen rund 70 % aller Klagen im Zusammenhang mit Initial Coin Offerings (ICOs). Der Bericht stellt ausdrücklich fest, dass 65 % der Verfahren Betrugsfälle betrafen, während 80 % Fälle mit nicht registrierten Wertpapieren in Verbindung standen.
Laut der Autorin des Artikels konzentrierte sich die SEC-Durchsetzung vor allem auf die Monate Mai und September. Ein wichtiger Faktor, den sie hervorhob, war die Ernennung des Behördenleiters Gary Gensler im April. Cornerstone erwähnte zudem, dass die Behörde ihr Vorgehen gegen Krypto-Unternehmen in diesem Jahr fortsetzen und zahlreiche Strafen und Klagen nach sich ziehen könnte.

