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Der Gesetzentwurf für Stablecoins steht kurz vor der Verabschiedung im Senat, während der demokratische Verbündete der Krypto-Bewegung an Einfluss gewinnt

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Der Gesetzentwurf für Stablecoins steht kurz vor der Verabschiedung im Senat, während der demokratische Verbündete der Krypto-Bewegung an Einfluss gewinnt
  • Ein Gesetzentwurf zur Einführung eines Stablecoins soll mittronparteiübergreifender Unterstützung, angeführt von der demokratischen Senatorin Kirsten Gillibrand, im Senat zur Abstimmung kommen.
  • Von Kryptowährungen unterstützte politische Gruppen gaben Millionen aus, um Gegner aus ihren Ämtern zu verdrängen und kryptofreundliche Abgeordnete zu wählen, wodurch sich die Machtverhältnisse in Washington veränderten.
  • Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Stablecoins über eins-zu-eins-Reserven verfügen und von der Federal Reserve sowie staatlichen Aufsichtsbehörden überwacht werden.

Die Krypto-Bewegung steht in Washington kurz vor einem bedeutenden legislativen Erfolg: Nach jahrelangem Stillstand wird erwartet, dass der Gesetzentwurf zu Stablecoins den Senat passieren wird.

Die Forderung nach einer Regulierung stößt auf parteiübergreifende Unterstützung, und eine Schlüsselfigur für die Branche ist die demokratische Senatorin Kirsten Gillibrand aus New York. Kirsten, die sich im Kongress als eine der größten Verbündeten der Krypto-Bewegung einen Namen gemacht hat, ist in ihrer Partei aufgestiegen und leitet nun die Wahlkampfspenden der Demokraten, wodurch sie mehr Einfluss denn je auf die Finanzpolitik hat.

Der Gesetzentwurf, der die Regulierung von privat emittierten, an den US-Dollar gekoppelten Stablecoins zum Ziel hat, hat bereits eine wichtige Hürde im Bankenausschuss des Senats genommen, wo fünf demokratische Senatoren den Widerstand von Senatorin Elizabeth Warren ignorierten und sich auf die Seite der Branche stellten.

Cynthia Lummis, die führende republikanische Verfechterin von Kryptowährungen im Senat und eine häufige Partnerin von Kirsten in der Gesetzgebung, sagt, dies wäre ohne sie nicht möglich gewesen. „Ohne sie wäre das nicht passiert“, sagte Cynthia und verwies auf Kirstens Expertise in Finanzpolitik und ihre parteiübergreifenden Allianzen als entscheidend für die Überwindung der Blockade.

Kryptowährungen strömen in Washington, während die Branche an Boden gewinnt

Jahrelang stieß die Kryptoindustrie auf Widerstand von Sherrod Brown, dem ehemaligen Vorsitzenden des Bankenausschusses, der branchenfreundliche Gesetzesvorhaben systematisch blockierte. Doch die Branche wehrte sich, investierte Millionen von Dollar in Kampagnen und veränderte die politische Landschaft grundlegend.

Das beste Beispiel? Brown selbst riskiert nun, im November seinen Sitz zu verlieren. Fairshake PAC, ein von Kryptowährungen unterstütztes politisches Aktionskomitee, hat 40 Millionen Dollar ausgegeben, um ihn abzuwählen und durch Bernie Moreno zu ersetzen, einen republikanischen Blockchain-Unternehmer, der die Branche unterstützt.

Moreno ist nicht der Einzige, der von der Finanzkraft von Kryptowährungen profitiert. Auch Ruben Gallego, ein demokratischer Senator aus Arizona, hat massive Unterstützung aus der Branche erhalten.

Sowohl er als auch Moreno sitzen nun im Bankenausschuss des Senats, wo sie maßgeblich dazu beitrugen, den Gesetzentwurf zu Stablecoins im Senat zur Abstimmung zu bringen. Und der Einfluss von Kryptowährungen wächst stetig. Im Januar 2025 gab Fairshake bekannt, 116 Millionen US-Dollar für die anstehenden Wahlen angesammelt zu haben – ein klares Signal, dass die Branche gekommen ist, um zu bleiben.

Kirsten drängt auf Regeln für Stablecoins, während Warren vor Risiken warnt

Kirsten hat sich wiederholt zu ihrer Haltung in Bezug auf die Regulierung von Kryptowährungen geäußert und argumentiert, dass Stablecoins klare Regeln benötigen, um ein weiteres Desaster wie den Zusammenbruch von FTX durch Sam Bankman-Fried zu vermeiden.

„Wenn wir nichts unternehmen und diese Branche sich selbst überlassen bleiben, wird es weitere Zusammenbrüche und Betrugsfälle wie den von Sam Bankman-Fried geben“, sagte in ihrem Senatsbüro. Sie arbeitet eng mit Tim Scott, dem republikanischen Vorsitzenden des Bankenausschusses, zusammen und hat sich sogar mit Cynthia zusammengetan, um Spenden für kryptofreundliche Kandidaten zu sammeln.

Doch nicht alle im Kongress sind einverstanden. Warren, die sich als größte Gegnerin von Kryptowährungen positioniert hat, drängt weiterhin auftronRegulierungen, um Verbraucher und das Finanzsystem vor den ihrer Ansicht nach riskanten digitalen Vermögenswerten zu schützen. Sie versucht, das Stablecoin-Gesetz zu blockieren und warnt davor, dass die Branche Einfluss in Washington kauft.

„Das Geld spricht eine sehr laute Sprache“, sagte Jeff Hauser, Direktor des Revolving Door Project, einer Organisation, die Kirstens kryptofreundliche Haltung kritisiert. „Die Demokraten sind verunsichert, seitdem im letzten Jahr durch Kryptowährungen massiv Geld in die Wahlkämpfe geflossen ist.“

Kirsten weist jedoch die Annahme zurück, dass politische Spenden von Kryptowährungen das Wahlverhalten beeinflussen. „Es sollte niemanden interessieren, welche Branchen aufgrund ihrer politischen Spenden für oder gegen sie sind“, sagte sie. „Ich glaube nicht, dass Senatoren gut auf Drohungen reagieren.“

Inzwischen setzen große Finanzakteure bereits auf Stablecoins. Visa, PayPal und Stripe haben allesamt in Projekte mit Stablecoins investiert, was signalisiert, dass die Technologie immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Und die Zahlen bestätigen es. Stand Februar 2025 erreichte das Gesamtangebot an Stablecoins 214 Milliarden US-Dollar, bei 30 Millionen aktiven Adressen. Das jährliche Transaktionsvolumen belief sich auf 35 Billionen US-Dollar und war damit doppelt so groß wie das des Visa-Zahlungsnetzwerks. Ethereum, die führende Blockchain für Stablecoins, hält einen Marktanteil von 55 %.

Kirstens Gesetzesentwurf zu Stablecoins würde eine Eins-zu-Eins-Reserve für alle privat emittierten Stablecoins vorschreiben, unter Aufsicht staatlicher oder bundesstaatlicher Regulierungsbehörden. Die Federal Reserve würde zudem sicherstellen, dass Stablecoins durch hochliquide Vermögenswerte wie kurzfristige Staatsanleihen gedeckt sind, um einen Bankenansturm und damit einen möglichen Markteinbruch zu verhindern.

„Es ist kein Bankkonto. Es ist nicht für die Einlagensicherung der FDIC gedacht“, sagte Kirsten. „Es ist ein Zahlungssystem.“ Mit diesem Argument erläutert sie ihren Senatskollegen, dass Stablecoins eine moderne Version von Reiseschecks oder Geschenkkarten seien – etwas, das den Geldtransfer erleichtert, aber nicht als traditionelles Einlagenkonto fungiert.

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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