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Die Zulassung Ethereum Spot-ETFs birgt Konzentrationsrisiken: S&P

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
Die Zulassung Ethereum Spot-ETFs birgt Konzentrationsrisiken: S&P
  • S&P Global warnt davor, dass US Spot Ethereum ETFs zu einer stärkeren Zentralisierung der Kontrolle über EthereumNetzwerk führen könnten, indem die gestakten Token bei wenigen Anbietern konzentriert werden.
  • Die SEC prüft derzeit acht Anträge auf die Zulassung von Spot-Ether-ETFs; eine Entscheidung wird bis zum 23. Mai 2024 erwartet.
  • Ether-ETFs könnten durch Staking höhere Renditen erzielen, was sie von bitcoin -ETFs unterscheidet.
  • Hohe Zuflüsse in US-Spot-Ether-ETFs könnten, ähnlich wie bei Spot- bitcoin -ETFs, die Validator-Verteilung von Ethereumerheblich verändern.

Gerade als man dachte, die Höhen und Tiefen des Kryptowährungsmarktes könnten einen nicht mehr überraschen, warnt S&P Global vor den Risiken der Zulassung von Spot- Ethereum -ETFs in den USA. Sie befürchten, dass dies zu einer noch stärkeren Kontrolle des Netzwerks durch einige wenige Schlüsselakteure führen könnte, insbesondere im Hinblick auf die gestakten Ethereum -Token.

Ein neues Kapitel für Ethereum

Nach der Zulassung von Ether-Futures-ETFs im Jahr 2023 und der erstmaligen Zulassung von bitcoin Spot-ETFs Anfang 2024 richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf Ethereum. Die US-Börsenaufsicht SEC prüft derzeit acht Anträge für Ether-Spot-ETFs; eine Entscheidung wird bis zum 23. Mai 2024 erwartet. Länder wie Kanada und die Schweiz haben diese ETFs bereits zugelassen; sie verwalten weltweit rund 2 Milliarden US-Dollar. Doch diese große Chance birgt auch große Verantwortung, insbesondere da diese ETFs durch das Staking ihrer Ethereumzusätzliche Einnahmen generieren können – was nicht so einfach ist, wie es scheint.

Staking ermöglicht es Nutzern, ihre Kryptowährung zu hinterlegen und so zum Betrieb des Netzwerks beizutragen und dafür Belohnungen zu erhalten. Für Anleger, die mehr als die Angebote von ETFs suchen, ist dies einetracOption. Der Clou dabei: Anders als herkömmliche Ether-ETFs, die lediglich dem Ethereum-Kurs folgen, wollen einige, wie die von Ark Invest und Franklin Templeton vorgeschlagenen, aktiv am Staking teilnehmen. Das bedeutet, dass sie nicht nur Ethereumhalten, sondern auch an wichtigen Netzwerkentscheidungen mitwirken, was die Machtverhältnisse innerhalb von Ethereumerheblich verändern könnte.

Balanceakt: Neue Technologien und Zentralisierungsbedenken

Der Kern der Warnung von S&P liegt in der Frage, wie Staking die Machtverhältnisse bei Ethereum. Stellen Sie sich vor, US-amerikanische Spot-Ether-ETFs würden sich so stark am Staking beteiligen, dass sie Einfluss darauf nehmen könnten, wer im Netzwerk als Validator eingesetzt wird. Da Spot- Bitcoin -ETFs kurz nach ihrer Einführung 12 Milliarden US-Dollar einsammelten, ist die Möglichkeit, dass Ether-ETFs Ähnliches tun, durchaus real. Dies weckt jedoch die Befürchtung, dass zu viel Macht in den Händen zu weniger liegt, was die Sicherheit und Fairness des Netzwerks gefährden könnte.

Ethereum verwendet ein Proof-of-Stake-System, das eine Zweidrittelmehrheit zur Genehmigung von Transaktionen erfordert. Dieses System ist gefährdet, wenn zu viel Kontrolle in den Händen einer einzelnen Gruppe liegt oder ein Fehler viele Validatoren gleichzeitig betrifft. Dies könnte Ethereum tracund zahlreiche Finanztransaktionen sowie die gesamte Blockchain-Welt beeinträchtigen.

S&P Global ist besonders besorgt darüber, dass Lido, ein wichtiger Akteur im Bereich des dezentralen Stakings, kurz davor steht, ein Drittel der Staking-Power von Ethereumzu kontrollieren. Diese Situation verdeutlicht, wie die Beteiligung US-amerikanischer Institutionen am Staking entweder zu einer gleichmäßigeren Machtverteilung beitragen oder die bestehende Konzentration verschärfen kann, je nachdem, wie sie ihre Verwahrer auswählen. Auch Coinbase steht im Fokus, da es 15 % der Ethereum-Validatoren kontrolliert. Dies verdeutlicht die komplexen Beziehungen und potenziellen Risiken im Ökosystem.

Die Entwicklung neuer Verwahrstellen für digitale Vermögenswerte und die Verteilung des Stakings auf verschiedene Unternehmen könnten dazu beitragen, diese Risiken zu verringern. Da sich die Rahmenbedingungen jedoch ständig ändern, ist es unerlässlich, wachsam zu bleiben und kluge Entscheidungen zu treffen.

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