Spaniens Finanzaufsichtsbehörde warnt vor unlizenzierten Börsen

- Die spanische Finanzaufsichtsbehörde CNMV hat vor mehreren Börsen gewarnt, die ohne Lizenz operieren.
- Erkundung von CBDC im Land.
Die spanische Finanzaufsichtsbehörde CNMV (Commission Nationale de la Securities de l’Études) hat kürzlich eine Liste mit 18 Unternehmen veröffentlicht, die ohne die erforderlichen Lizenzen im Land tätig sind. Auf dieser Liste befinden sich unter anderem mehrere Unternehmen aus dem boomenden Kryptowährungssektor, wie beispielsweise Bitbinx, Cryptomerge und CryptoMaxiTrade.
Spaniens Regulierungsbehörde warnt Krypto-Investoren
Die CNMV betonte, dass diese Unternehmen nicht bei der Kommission registriert seien und daher nicht berechtigt seien, Anlagedienstleistungen anzubieten oder Tätigkeiten auszuüben, die der Aufsicht der CNMV unterliegen. Angesichts der Grenzen ihrer Zuständigkeit riet die CNMV den betroffenen Anlegern, den Rechtsweg zu beschreiten.
Trotz dieser regulatorischen Herausforderung verzeichnete Spanien im Jahr 2023 einen deutlichen Anstieg der offiziell registrierten Krypto-Unternehmen um beachtliche 56 %. Das offizielle Register, das auf der Website der Zentralbank im Excel-Format abrufbar ist, zeigt, dass im selben Zeitraum 30 Unternehmen Lizenzen als Anbieter von Dienstleistungen im Bereich virtueller Vermögenswerte erhalten haben.
Aktuell umfasst das Register 83 Unternehmen, darunter Branchengrößen wie Binance, Bitpanda, Revolut und Crypto.com. Im Jahr 2023 bekräftigten spanische Regulierungsbehörden, darunter die CNMV, ihre Haltung zu Kryptoaktivitäten. Im Oktober desselben Jahres kündigte das spanische Ministerium für Wirtschaft und digitale Transformation Pläne zur beschleunigten Umsetzung der Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MCAR) an, dem ersten umfassenden Krypto-Rahmenwerk der EU.
Im November 2023 leitete die CNMV daraufhin ihr erstes Verfahren gegen den Technologieanbieter Miolos wegen mutmaßlicher Verstöße gegen die Werbebestimmungen für Kryptowährungen ein. Miolos wurde vorgeworfen, keine Risikowarnungen herausgegeben und keine Genehmigung der CNMV für seine Marketingkampagnen eingeholt zu haben.
CBDC im Land erkunden
Spaniens herausragende Stellung in der europäischen und globalen Kryptolandschaft wird durch seine robuste Infrastruktur, insbesondere im Bereich der Krypto-Geldautomaten, unterstrichen. Das Land belegt weltweit den vierten Platz hinsichtlich der Anzahl betriebsbereiter Krypto-Geldautomaten mit 310 Geräten – eine beeindruckende Zahl im Vergleich zu Nachbarländern wie Deutschland und Frankreich.
Dieses florierende Krypto-Ökosystem stärkt Spaniens Position als wichtiger Akteur im europäischen Kryptomarkt. Gleichzeitig prüft die spanische Zentralbank aktiv die Machbarkeit der Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC). Im Januar 2024 wählte die Bank Partner für die Pilotphase einer CBDC im Großhandelsbereich aus.
Spaniens Initiative für eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) unterscheidet sich deutlich vom Projekt des digitalen Euro und würde, falls sie realisiert wird, alle Volkswirtschaften der Eurozone umfassen. Spaniens regulatorische Rahmenbedingungen für Kryptowährungen entwickeln sich rasant, begleitet von gezielten Bemühungen zur Schaffung umfassender Rahmenbedingungen und zur Durchsetzung der Einhaltung.
Trotz der Herausforderungen durch nicht lizenzierte Anbieter signalisiert Spaniens proaktives Vorgehen sein Engagement für ein sicheres und innovatives Kryptoumfeld. Darüber hinaus unterstreicht Spaniens Prüfung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) seine Bereitschaft, digitale Innovationen im Finanzsektor zu nutzen und seine Führungsrolle im globalen Kryptobereich zu behaupten.
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Owotunse Adebayo
Adebayo ist ein Autor mit vier Jahren Erfahrung im Kryptobereich. Er absolvierte die Universität von Lagos mit einem Abschluss in Stadt- und Regionalplanung. Adebayo arbeitete für Tokenhell und CryptoTicker und verfasste dort Nachrichten zu Kryptowährungen und Fintech. Derzeit ist er als freier Mitarbeiter für Cryptopolitantätig.
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