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Spanien trennt sich von Telefónica, während sich Europa gegen Huawei-Ausrüstung wendet

VonHannah CollymoreHannah Collymore
Lesezeit: 2 Minuten
Spanien trennt sich von Telefónica, während sich Europa gegen Huawei-Ausrüstung wendet
  • Spanien hat einentracim Wert von 10 Millionen Euro (11,7 Millionen US-Dollar) mit Telefónica wegen der Verwendung von Huawei-Ausrüstung gekündigt.
  • Der verworfene Deal hätte wichtige Ministerien, darunter das Verteidigungsministerium, miteinander verknüpft und damit Spaniens Bemühungen signalisiert, den Einsatz von Huawei einzuschränken, ähnlich wie einige EU-Länder. 
  • Telefónica verabschiedet sich in Europa schrittweise von Huawei, nutzt das Unternehmen aber weiterhin im spanischen Einzelhandel und in den brasilianischen Netzen.

Spanien hat einen Glasfaser-tracmit Telefónica gekündigt, da der spanische Telekommunikationskonzern Ausrüstung des chinesischen Unternehmens Huawei verwendet.

Das Ministerium für digitale Transformation gab am Freitag bekannt, dass es die Vereinbarung über 10 Millionen Euro (11,7 Millionen US-Dollar) aufgehoben habe, und nannte als Grund „digitale Strategie und strategische Autonomie“.

Hätte Telefónica dentracausgeführt, wären mehrere Regierungsabteilungen, darunter das Verteidigungsministerium, miteinander verbunden gewesen.

Telefónica gerät unter Druck

Diese Stornierung erfolgt rund einen Monat, nachdem Emilio Gayo, der operative Geschäftsführer von Telefónica, Berichten zufolge erklärt hatte, das Unternehmen reduziere sein Engagement bei Huawei in Spanien. Dieser Schritt ist nicht überraschend, da viele Länder der Europäischen Union aktiv lokale Regelungen einführen, um die Abhängigkeit von und die Nutzung der Huawei-Infrastruktur zu verringern.

Die EU selbst hat die Mitgliedstaaten dazu gedrängt, Huawei und andere risikoreiche Anbieter aus sensiblen Netzwerken zu entfernen, da Spionage- und Sabotagebedenken bestehen.

Telefónica hat bereits zugesagt, die 5G-Infrastruktur von Huawei in Spanien und Deutschland zu ersetzen. Das Unternehmen nutzt jedoch weiterhin Huawei-Ausrüstung in seinen kommerziellen 5G-Netzen in Spanien und auf Überseemärkten wie Brasilien.

Berichten zufolge verlängerte das Telekommunikationsunternehmen Ende letzten Jahres einentracmit Huawei zur Bereitstellung eines 5G-Kernnetzes für Privatkunden in Spanien bis 2030. Anfang 2025 vergab das Unternehmen dentracfür das 5G-Kernnetz an Nokia, das Dienstleistungen für Unternehmen und staatliche Institutionen erbringt.

Europäische Nationen verfügen über lokale Autonomie.

Spaniens Vorgehen entspricht weitgehend der Haltung Deutschlands, das ein landesweites Verbot von Huawei-Ausrüstung in kritischen 5G-Netzen erlassen hat. Auch Frankreich und die Niederlande haben strenge Regeln zur Einschränkung der Nutzung eingeführt.

Die EU hat jedoch von einem generellen Verbot abgesehen und überlässt es den nationalen Regierungen, die Leitlinien der Kommission auszulegen.

Die verschiedenen Länder der EU verfolgen in dieser Angelegenheit unterschiedliche Ansätze. Während einige, darunter auch Großbritannien, den Konsum im Land gänzlich verboten haben, haben andere bestimmte Einschränkungen eingeführt.

Die Entscheidung der spanischen Regierung, dentracmit Telefónica zu kündigen, könnte ein Signal dafür sein, dass die Zeiten ihrer nachgiebigen Haltung vorbei sind oder schon bald zu Ende gehen.

Im Laufe der Jahre Huawei wiederholt die Vorwürfe zurückgewiesen, dass seine Technologie eine Sicherheitsbedrohung darstelle, und stets beteuert, dass es alle Vorschriften in den Ländern, in denen es tätig ist, einhält.

Analysten zufolge spielt die Geopolitik bei der Entscheidung ebenso eine Rolle wie die Netzwerkstabilität. Washington hat in den europäischen Hauptstädten Druck ausgeübt, um sie für seine harte Linie gegenüber Huawei zu gewinnen, während Peking vor einer Politisierung der Technologie-Lieferketten gewarnt hat.

Für Spanien, ein NATO-Mitglied mit engen Verteidigungsbeziehungen zu den USA, dürfte die Ausstattung des Verteidigungsministeriums mit in China hergestellter Technologie in der Öffentlichkeit nicht mehr tragbar sein.

Die Episode verdeutlicht die Herausforderungen, denen sich europäische Betreiber wie Telefónica gegenübersehen. Sie müssen chinesische Zulieferer schrittweise ersetzen, um die regulatorischen Vorgaben zu erfüllen und gleichzeitig die Kosten zu kontrollieren und eine diversifizierte Lieferantenbasis auf den globalen Märkten aufrechtzuerhalten.

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